Neue Formfaktoren und Bedienung sind gefragt

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Es wäre aber viel zu früh schon jetzt zu sagen "Der PC ist tot". Eine von Intel auf der Computex vorgelegte Befragung von Anwendern zeigte, dass Smartphone und Tablet vor allem zur Informationsbeschaffung und zur Unterhaltung genutzt werden. Konzentriertes Arbeiten an Dokumenten, eben die Erschaffung von Inhalten, die auf den kleinen, mobilen Geräten genutzt werden, ist immer noch die Domäne des PC. Etwas überspitzt ausgedrückt: Menschen werden sich dann einen neuen PC kaufen, wenn sie feststellen, dass man auf dem Tablet keine Steuererklärung machen kann.

Dafür muss der neue Rechner aber nicht nur für seine bisherigen Einsatzbereiche besser als der alte geeignet, sondern auch irgendwie sexy sein. Ultrabooks sind das nur durch das geringe Gewicht und das Design, mehr damit machen als mit einem vier Zentimeter dicken und drei Kilo schweren Standardnotebook kann man damit auch nicht. Auch die Bedienung hat sich nicht geändert.

Das wird wohl erst besser werden, wenn Ultrabooks mit Touchscreens in größerer Zahl verfügbar sind, das Betriebssystem dafür gibt es schon. Auch wenn jenes Windows 8 bei vielen langjährigen Nutzern von Tastatur und Maus für die produktive Arbeit keinen guten Ruf genießt, ist es doch die einzige Chance, den PC ins Touch-Zeitalter zu streicheln. Nur liegt hier ein Henne-Ei-Problem vor: Zahlreiche, und auch stark unterschiedliche Geräte, die Windows 8 mit Touch-Bedienung zum Marktstart schon praktisch fassbar machen hätten können, gab es nicht.

Wenn man Billiggeräte und das High-End weglässt, bewegt sich die Preisspanne eines Desktop-PCs oder Notebooks für den Allround-Einsatz heute zwischen 400 und 1.000 Euro. In diesem Rahmen müssen Geräte mit unterschiedlichen Formfaktoren und diversen Zusatzfunktionen liegen, die alles bieten, was die Anwender von einem Windows-PC erwarten und zeigen, was sich mit Tablet und Smartphone nicht machen lässt.

Alte PCs reichen für fast alles aus

Dafür müssen die Sprünge in der Leistungsfähigkeit aber mal wieder recht hoch sein. Sowohl Intels aktuelle Generation Ivy Bridge wie AMDs Piledriver haben das 2012 nicht geschafft. Und zum Bearbeiten von HD-Videos, die jedes neue Smartphone aufnehmen kann, reichen auch zwei bis drei Jahre alte PCs aus. Auch ist bei neuen PCs um 500 Euro die Rechenleistung schon so hoch, dass sie sich für alle Anwendungen eignet. Anspruchsvollen Videoschnitt und Spiele mit allen Grafikeffekten muss man mit besserer Hardware immer noch teurer bezahlen.

Dass gerade die früher als Triebfeder geltenden Spiele für PCs nicht mehr diese Funktion erfüllen, liegt an den überalterten Konsolen, für welche die meisten Spiele neben dem PC entwickelt werden. Die Xbox 360 ist sieben Jahre alt, die Playstation 3 sechs Jahre. Nach den DirectX-Versionen gezählt ist die PC-Grafik mindestens drei Generationen weiter, aber sie wird nur selten ausgereizt.

Dazu kommt noch, dass die speziell auf Touch-Geräte ausgelegten Spiele wie die sehr populären Angry-Birds-Titel oder Cut the Rope am PC viel von ihrem Reiz verlieren, wenn kein berührungsempfindlicher Bildschirm vorhanden ist. Unterhaltung, die mit Gesten, und mehr Bewegung als dem Schubsen einer Maus gesteuert wird, ist nicht nur leichter zugänglich, der Spieler hat auch einen direkteren Bezug zum Geschehen.

 Analyse: Der Beginn der PC-KriseEin neues Windows alleine reicht nicht 

feuerball 31. Jan 2013

klar genauso sehe ich das auch, ein Tablet kann man für zimlich viel benutzen. Ich hab...

ThomasPfau 04. Jan 2013

Ich bin schon sehr lange an Computern usw. Angefangen ganz kurz einen C64 und danach...

Vradash 03. Jan 2013

Es ist für alle schlecht. Wenn mal was kaputt ist, hat man den Salat... Aber der OP hat...

KleinerWolf 03. Jan 2013

Wenn du dafür einen Highend PC benötigst bist du zu schlecht. Programmieren kannst du im...

KleinerWolf 03. Jan 2013

Korrekt. Internet gab es auch auf dem Amiga. Das wäre nie das Problem geworden.

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Techboom / 07. Jan 2013

Ist der PC tot?



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