Anzeige
Analoges Kabelnetz: Unitymedia wirft NDR aus dem Angebot
(Bild: Wolfgang Rattay/Reuters)

Analoges Kabelnetz Unitymedia wirft NDR aus dem Angebot

Der NDR reagiert auf den Rauswurf bei Unitymedia mit einem Appell an die Zuschauer, auf Satellit, DVB-T, IPTV oder digitales Kabelnetz umzusteigen.

Anzeige

Der NDR soll ab 2. September 2013 nicht mehr über das analoge Kabelnetz von Unitymedia in Nordrhein-Westfalen zu empfangen sein. Das hat der Kabelnetzbetreiber laut Angaben des Senders dem NDR mitgeteilt. Grund ist der Streit über die Einspeiseentgelte: Unitymedia fordert für die Verbreitung von den Sendern eine Zahlung, ARD und ZDF argumentieren, dass die Netzbetreiber bereits von ihren Kunden Nutzungsentgelte erhalten, und damit die Leistung doppelt berechnen wollen.

Zuvor hatte die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen erklärt, dass das NDR Fernsehen nicht mehr als "Must carry"-Angebot einzustufen sei, und damit nicht mehr ins analoge Kabel eingespeist werden muss. Arno Beyer, stellvertretender NDR-Intendant: "Diese Entscheidung lassen wir gerichtlich überprüfen."

Betroffen von der geplanten Maßnahme sind laut NDR nach Schätzung von Technik-Experten rund 30 Prozent der Kabelhaushalte in Nordrhein-Westfalen, die ausschließlich das analoge Kabelnetz nutzen. Per Kabel empfangen knapp die Hälfte der Haushalte in Nordrhein-Westfalen ihre Fernsehsender.

Im digitalen Angebot von Unitymedia bleibe das Angebot weiterhin unverschlüsselt verfügbar. "Eine weitere Ausweichmöglichkeit bieten andere Verbreitungswege, auf denen das NDR Fernsehen weiterhin verfügbar ist: Satellit und DVB-T sowie IPTV", so der NDR.

Im Streit um Einspeiseentgelte zwischen Kabel Deutschland und dem Bayerischen Rundfunk hatte das Landgericht München entschieden, dass der Sender für die Weiterleitung seiner Programme in dem Kabelnetz weiterhin nichts bezahlen muss.

Da ARD und ZDF keine Gebühren an Kabel Deutschland für die Verbreitung ihrer digitalen Programme zahlen wollen, nahm der Netzbetreiber seit Januar 2013 einige Sender aus dem Netz. Zudem wurde die Bandbreite reduziert, die für die öffentlich-rechtlichen Sender zur Verfügung steht.

ARD und ZDF hatten im vergangenen Jahr ihre Verträge zur Weiterverbreitung ihrer Fernsehsender durch Kabel Deutschland und Unitymedia gekündigt. Vorher überwiesen sie den Kabelkonzernen Einspeisungsentgelte in Höhe von rund 60 Millionen Euro. Anbieter wie die Deutsche Telekom mit Entertain verlangen keine Einspeisungsentgelte, während die Sender für die Verbreitung über Satellit und DVB-T zahlen.


eye home zur Startseite
nicoledos 29. Aug 2013

4K? HD? ist alles nett, aber brauche ich nicht. kann mir auch mit Analog ganz gut die...

nicoledos 28. Aug 2013

Die Kabelnetzbetreiber müssen an Verwertungsorganisationen für das weiterleiten Gebühren...

Matrox 28. Aug 2013

Chapeau an den Verfasser ......... Das Dokument sollte Eingang in den Deutschunterricht...

thorben 28. Aug 2013

Also alles was öffentlich rechtlich ist, kannst du ohne Probleme abspielen, aufnehmen...

TC 27. Aug 2013

gerade parallel zur Stromleitung ist eben nicht empfohlen! zwei Leerrohre parallel, eins...

Kommentieren



Anzeige

  1. Applikationsingenieur/in ESP - Systemerprobung im Fahrversuch
    Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. Softwareentwickler (m/w) (JavaEE)
    XClinical GmbH, München
  3. IT-Architekt (m/w) Security-Lösungen
    Zurich Gruppe Deutschland, Köln
  4. SAP Inhouse Consultant / Leiter ERP Systeme (m/w)
    über Hanseatisches Personalkontor Ulm, Raum Geislingen an der Steige

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. 100 MBit/s

    Telekom stattet zwei Städte mit Vectoring aus

  2. Sprachassistent

    Voßhoff will nicht mit Siri sprechen

  3. Sailfish OS

    Jolla bringt exklusives Smartphone nur für Entwickler

  4. Projektkommunikation

    Tausende Github-Nutzer haben Kontaktprobleme

  5. Lebensmittel-Lieferdienst

    Amazon Fresh soll doch in Deutschland starten

  6. Buglas

    Verband kritisiert Rückzug der Telekom bei Fiber To The Home

  7. Apple Store

    Apple darf keine Geschäfte in Indien eröffnen

  8. Mitsubishi MRJ90 und MRJ70

    Japans Regionaljet ist erst der Anfang

  9. Keysweeper

    FBI warnt vor Spion in USB-Ladegerät

  10. IBM-Markenkooperation

    Warum Watson in die Sesamstraße zieht



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Traceroute: Wann ist ein Nerd ein Nerd?
Traceroute
Wann ist ein Nerd ein Nerd?

Formel E: Monaco-Feeling beim E-Prix in Berlin-Mitte
Formel E
Monaco-Feeling beim E-Prix in Berlin-Mitte
  1. Hewlett Packard Enterprise "IT wird beim Autorennen immer wichtiger"
  2. Roborace Roboterrennwagen fahren mit Nvidia-Computer
  3. Elektromobilität BMW und Nissan wollen in die Formel E

Moto G4 Plus im Hands on: Lenovos sonderbare Entscheidung
Moto G4 Plus im Hands on
Lenovos sonderbare Entscheidung
  1. Lenovo Moto G4 kann doch mit mehr Speicher bestellt werden
  2. Android-Smartphone Lenovos neues Moto G gibt es gleich zweimal
  3. Motorola Aktionspreise für aktuelle Moto-Smartphones

  1. Re: Irgendwie kann man wieder gleich beim PC...

    Andi K. | 06:25

  2. Re: Preisfrage

    trapperjohn | 06:23

  3. Re: Dann soll Google ihr Android Update System...

    exxo | 06:10

  4. Re: Ist eine interessante Praxis

    flauschi123 | 05:52

  5. Re: Ist das die Schwester von Merkel?

    Fuzzy Dunlop | 05:20


  1. 19:05

  2. 17:50

  3. 17:01

  4. 14:53

  5. 13:39

  6. 12:47

  7. 12:30

  8. 12:04


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel