Amphibienfahrzeug: Sea Lion fährt und schwimmt um Rekorde
Sea Lion: neuer Motor für den Rekord zu Wasser (Bild: Marc Witt/Screenshot: Golem.de)

Amphibienfahrzeug Sea Lion fährt und schwimmt um Rekorde

Ein Auto, das nicht nur fährt, sondern auch schwimmt, ist der Sea Lion. Gebaut, um Rekorde aufzustellen, muss das Gefährt den Vergleich mit dem amphibischen Lotus Esprit von James Bond nicht scheuen.

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Auf den ersten Blick sieht das Auto aus wie einer der Prototypen aus der American-Le-Mans-Rennserie, an den vorne eine merkwürdige Klappe anmontiert worden ist. Noch merkwürdiger sieht das Auto von hinten aus: Eine Konstruktion, die an einen zu groß geratenen Auspuff erinnert, ragt aus dem Heck. Der vermeintliche Auspuff ist in Wirklichkeit aber eine Düse - Sea Lion ist ein Amphibienfahrzeug.

 
Video: Amphibienauto Sea Lion

Die Karosserie des Sea Lion besteht hauptsächlich aus gebürstetem Aluminium sowie aus Edelstahl. Die Teile werden laut Konstrukteur Marc Witt mit einem Plasmaschneider geschnitten und dann verschweißt. Die Fahrgastzelle wird von einer Glaskuppel überspannt. Statt durch eine Tür steigt der Fahrer durch eine Luke im Dach der Kuppel in das Auto.

Schwenkbare Düse

Für die Fahrt im Wasser werden die Räder etwas angehoben, so dass das Auto an der Unterseite eine ebene Fläche hat. Die Klappe vorne wird angehoben, damit die Front des Autos nicht überspült wird. Im Wasser wird mit Hilfe der schwenkbar gelagerten Düse gesteuert.

Seit der unvergessenen Szene aus dem James-Bond-Film Der Spion, der mich liebte, als Roger Moore mit seinem umgebauten Lotus Esprit auf Tauchstation geht, wird jedes Amphibienfahrzeug an dieser Konstruktion Qs gemessen. Entsprechend vermutet der Betrachter auch im ersten Augenblick, als sich zwei Klappen links und rechts neben der Fahrgastzelle öffnen, dass dort zwei Waffensysteme zum Vorschein kommen. Tatsächlich sind die Seitenkästen der Kofferraum.

Älterer Motor

Angetrieben wird der Sea Lion von einem knapp 180 PS starken Wankelmotor, der allerdings schon etwas betagt ist: Der Motor mit der Bezeichnung Mazda Rotary 13b stammt aus dem Jahr 1974. Zu dem Behufe, für den Witt den Sea Lion konstruiert hat - den Titel des schnellsten Amphibienfahrzeugs der Welt zu erringen -, wird dessen Leistung nicht ausreichen. Als er 2006 mit dem Projekt begonnen habe, habe die Bestmarke bei 201 Kilometern pro Stunde an Land und 72 Kilometern pro Stunde zu Wasser gelegen. Inzwischen habe ein Amphibienauto zu Wasser jedoch knapp 97 Kilometer pro Stunde geschafft.

Witt will den Motor deshalb durch die Weiterentwicklung, den Renesis Rx8, ersetzen. Der soll mit einigen Modifikationen versehen eine Leistung von 600 und 800 PS haben. Damit dürfte dem Rekord nichts mehr im Wege stehen. Witt bietet den Sea Lion über die Plattform Fantasy Junction auch zum Verkauf an. Der Preis liegt bei 260.000 US-Dollar.


tilmank 10. Jul 2012

Mir auch, und das matte Schwarz wäre wirklich gut.

casaper 17. Mai 2012

In umgekehrter Bauweise könnte diese Keilform vielleicht als neuartiger Schutz vor...

casaper 17. Mai 2012

Genau das habe ich mir auch gedacht. Allerdings können die das sicher beheben, denn ganz...

Martin F. 15. Mai 2012

Hab erst Seat Leon gelesen.

Himpelhuber 15. Mai 2012

Der gefällt mir einfach nicht.

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