AMDs Custom-Chips "Wenn der Kunde nicht will, bleiben wir still"

In einem Interview hat AMDs Chef der Semi-Custom-Abteilung, Saeid Moshkelani, erläutert, warum sein Unternehmen so wenig zu den Chips in Playstation 4 und Xbox One verrät. Auch zu künftigen Kunden seiner neuen Sparte kann AMD nichts sagen.

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AMDs Leiter der neuen Semi-Custom-Sparte hat erklärt, warum sich sein Unternehmen zu den durchaus vorhandenen Erfolgen der Abteilung so bedeckt hält. Die am meisten beachteten neuen Produkte mit von AMD entworfenen Custom-Chips, Playstation 4 und Xbox One, seien nun einmal Geräte eines Kunden, sagte er im Interview mit Engadget. Und der entscheide letztlich darüber, was zu der eingesetzten Technik veröffentlicht wird und was nicht. Ähnlich hat sich im Gespräch mit Golem.de vor kurzem auch AMDs CTO Mark Papermaster geäußert.

AMDs Custom-Chef, Saeid Moshkelani, verriet aber immerhin, dass die konkrete Entwicklung der seiner Aussage nach sehr unterschiedlichen Bausteine für die Konsolen rund zwei Jahre gedauert hat. Erste Gespräche mit Sony gab es aber schon vor vier Jahren - das zeigt, wie lang die Entwicklungszyklen für Konsolen sind.

Im Laufe der Zusammenarbeit hätten sich die Chipdesigner von AMD, Sony und Microsoft getrennt voneinander zusammengesetzt und nicht nur Wünsche an AMD gerichtet. Viel geistiges Eigentum sei auch von den Kunden gekommen, sagte Moshkelani. Im Endeffekt hätten sich sehr unterschiedliche Chips ergeben.

Bis zum Tag der offiziellen Ankündigung hätten weder Sony noch Microsoft sicher gewusst, dass in der Konsole des jeweiligen Konkurrenten auch AMD-Technik steckt, sagte der Manager weiter. Dabei spielte er ganz offensichtlich die schon seit über einem Jahr kursierenden Gerüchte zu den Chips in den Konsolen herunter.

AMD arbeitet mit weiteren Kunden zusammen

Auch zu neuen Kunden für Custom-Chips sagte Moshkelani nichts, aber: AMD arbeitet seinen Worten zufolge an "vielen anderen Möglichkeiten, zu denen wir uns nie äußern werden". Im Falle von Sony und Microsoft hätten beide Unternehmen ihr Okay gegeben, nachdem die Konsolen öffentlich angekündigt worden waren. Moshkelani schloss aber nicht aus, dass es auch Kunden geben könnte, die gar nicht publik machen wollen, dass ihre Geräte auf AMD-Bausteinen basieren.

Das müsse sein Unternehmen dann auch akzeptieren, sagte Moshkelani: "Wenn der Kunde nicht will, dass wir sagen, dass wir beteiligt sind, bleiben wir still". Das sei im Custom-Geschäft ganz normal, und AMD könne zu den Chips der beiden Konsolen nur sagen, was Sony oder Microsoft vorher genehmigt hätten.


schueppi 17. Jun 2013

Du vergleichst ein Motorboot mit einem Auto... Nur weil das Motorboot 250PS hat ist es...

anonfag 17. Jun 2013

Lala postet fast ausschließlich AMD Bashing und Android Bashing. Ich bin mittlerweile...

baltasaronmeth 16. Jun 2013

Das wäre auch schade. Die haben sich extra getrennt zusammengesetzt.

Corelianer 14. Jun 2013

Genau, AMD hat die meisten Features für einen der beiden Programmiert und dem anderen...

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