Abo
  • Services:
Anzeige
Amazon-Mitarbeiter streiken am Standort Graben bei Augsburg.
Amazon-Mitarbeiter streiken am Standort Graben bei Augsburg. (Bild: Verdi)

Amazon Fast 2.000 Mitarbeiter streiken an drei Standorten

Mitten im Weihnachtsgeschäft legen Amazon-Mitarbeiter an mehreren deutschen Standorten die Arbeit nieder. Auch vor der Konzernzentrale in den USA fordern Gewerkschaften bessere Arbeitsbedingungen.

Anzeige

Mit Streiks an drei deutschen Standorten hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Druck auf den Versandkonzern Amazon erhöht. Neben Leipzig und Bad Hersfeld legten erstmals auch am Standort Graben bei Augsburg die Beschäftigten die Arbeit nieder. Rund 1.800 der 9.000 deutschen Amazon-Beschäftigten hätten sich am Montag an den Streiks beteiligt, sagte Verdi-Pressesprecher Christoph Schmitz auf Anfrage von Golem.de. Das habe an den drei Standorten zu einer "deutlichen Beeinträchtigung" geführt.

Bereits im November hatte Amazons Logistikvorstand Dave Clark der Gewerkschaft vorgeworfen, "das Weihnachtsfest für Kinder zu ruinieren". Verdi wies dies zurück. "Es geht uns in erster Linie nicht darum, den Menschen das Weihnachtsfest zu verderben, weil die Geschenke nicht ankommen", sagte Schmitz. Es gehe darum, Amazon zu treffen und dem Unternehmen zu zeigen, wie wichtig die Arbeit der Beschäftigten sei. Dazu wollen die Beschäftigten in Bad Hersfeld ihren Streik mindestens bis Mittwoch fortsetzen, in Leipzig sogar bis Freitag. An anderen Standorten solle mit "öffentlichkeitswirksamen Aktionen" auf die Forderungen aufmerksam gemacht werden. Es handele sich nicht um einen normalen Tarifkonflikt, sondern um eine grundsätzliche Auseinandersetzung, für die Verdi einen langen Atem haben werde.

Amazon soll weltweites Abkommen unterzeichnen

Nicht nur in Deutschland, auch vor der Amazon-Firmenzentrale in Seattle wollte die Gewerkschaft am Montag gegen die Arbeitsbedingungen in Europa protestieren. Die Verdi-Delegation sollte dabei von mehreren US-Gewerkschaften unterstützt werden. "Amazon muss einsehen, dass es sein Anti-Gewerkschafts-Modell nicht nach Europa exportieren kann. Wir fordern das Unternehmen auf, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und ein weltweites Abkommen zu unterzeichnen, das die Rechte der Arbeitnehmer an seinen internationalen Standorten garantiert", sagte der Generalsekretär des internationalen Gewerkschaftsverbandes Uni Global Union, Philip Jennings.

Die Gewerkschaft will mit dem Arbeitskampf durchsetzen, dass für die Amazon-Mitarbeiter die Tarife des Versandhandels gelten. Die Firmenleitung sieht Amazon hingegen als Logistikunternehmen, für das die Tarifverträge der Versandhandelsbranche nicht gelten, und lehnt Verhandlungen ab. An keinem der deutschen Standorte gibt es eine Tarifbindung. Das Unternehmen zahlt nach einem firmeneigenen Vergütungssystem, das laut Verdi deutlich unter den Tarifen des Einzel- und Versandhandels liegt.


eye home zur Startseite
Anonymer Nutzer 17. Dez 2013

Dann würde sich ja Amazon wirklich unbeliebt machen. Jetzt steht ja einfach nur der...

Llame 17. Dez 2013

Der Mindestlohn ist doch für die meisten völlig uninteressant. Wenn mein Reallohn...

Flasher 17. Dez 2013

Für eine ungelernte Arbeitskraft ist das wirklich in Ordnung. Da gibt es Fachkräfte die...

Eheran 17. Dez 2013

Es heißt letztlich Lohn/Gehalt/Verdienst. Nicht Faulenzerbonus, Geschenk oder Present...

gaym0r 17. Dez 2013

Dann möchte ich mal wissen was das für Firmen sind... Einfach losarbeiten. :-D



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Pearson Deutschland GmbH, Hallbergmoos Raum München
  2. Universität Passau, Passau
  3. Vodafone Kabel Deutschland GmbH, Berlin
  4. über JobLeads GmbH, Berlin


Anzeige
Top-Angebote
  1. 17,99€
  2. und Gratis-Produkt erhalten
  3. (Core i7-6700HQ + GeForce GTX 1060)

Folgen Sie uns
       


  1. Fujifilm

    Neue Sensoren und besserer Autofokus für X-Kameras

  2. Streaming

    Netflix zeigt Rekordwachstum

  3. Messsucherkamera

    Leica M10 schrumpft trotz Vollformatsensor

  4. Halo Wars 2 angespielt

    Mit dem Warthog an die Strategiespielfront

  5. Hoverbike

    US-Armee fliegt wie Luke Skywalker

  6. Gulp-Umfrage

    Welche Kenntnisse IT-Freiberufler brauchen

  7. HPE

    650 Millionen Dollar für den Einstieg in die Hyperkonvergenz

  8. Begnadigung

    Danke, Chelsea Manning!

  9. Android 7

    Nougat für Smartphones von Sony, Oneplus, LG und Huawei

  10. Simplygon

    Microsoft reduziert 3D-Details



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nintendo Switch im Hands on: Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
Nintendo Switch im Hands on
Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
  1. Nintendo Switch Eltern bekommen totale Kontrolle per App
  2. Nintendo Switch erscheint am 3. März
  3. Nintendo Switch Drei Stunden Mobilnutzung und 32 GByte interner Speicher

Autonomes Fahren: Laserscanner für den Massenmarkt kommen
Autonomes Fahren
Laserscanner für den Massenmarkt kommen
  1. BMW Autonome Autos sollen mehr miteinander quatschen
  2. Nissan Leaf Autonome Elektroautos rollen ab Februar auf Londons Straßen
  3. Autonomes Fahren Neodriven fährt autonom wie Geohot

Reverse Engineering: Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button
Reverse Engineering
Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button

  1. Re: Da wird wohl die Serien-Qualität auf "Gute...

    Eve666 | 09:54

  2. Re: How about a nice game of chess?

    Missingno. | 09:54

  3. Re: Hoffentlich lebt sie lange genug...

    theonlyone | 09:54

  4. Re: Kodi 17

    Leberkäs mit Ei | 09:54

  5. Re: Ein Film im Half-Life Universum?

    SlightlyHomosex... | 09:54


  1. 09:35

  2. 09:08

  3. 09:04

  4. 09:01

  5. 08:46

  6. 19:06

  7. 17:37

  8. 17:23


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel