Abo
  • Services:
Anzeige
Wasserstofftankstelle in Hamburg: Produktion und Verkauf am selben Ort
Wasserstofftankstelle in Hamburg: Produktion und Verkauf am selben Ort (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Alternativer Treibstoff: Erntereste werden zu Wasserstoff

Wasserstofftankstelle in Hamburg: Produktion und Verkauf am selben Ort
Wasserstofftankstelle in Hamburg: Produktion und Verkauf am selben Ort (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Treibstoff produzieren und am gleichen Ort verkaufen: Mit einem neuen Verfahren lässt sich Wasserstoff aus den Resten von Maispflanzen gewinnen. Verarbeitet wird direkt an der Tankstelle.

Anzeige

Konkurrenz für Biosprit: US-Wissenschaftler haben ein Verfahren entwickelt, um aus Maisabfällen Wasserstoff zu gewinnen. Das soll mit geringem Aufwand und vor Ort geschehen. Bisher wird aus Maisstroh Ethanol gewonnen, das Verbrennungsmotoren antreibt.

Ausgangsmaterial sind die Reste der geernteten Maispflanze: die Stängel und die Hülsen. Die Forscher vom Virginia Institute of Technology (Virginia Tech) haben künstliche Stoffwechselwege mit mehr als zehn Enzymen entwickelt, um das Maisstroh in Wasserstoff und Kohlendioxid zu zerlegen.

Maximal möglicher Ertrag

Projektleiter Joe Rollin hat die enzymatischen Prozesse genau analysiert und dabei eine Möglichkeit gefunden, Xylose und Glukose gleichzeitig umzusetzen. Beide Zucker würden simultan in Wasserstoff umgesetzt, schreiben die Forscher um Rollin in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences. Der Ertrag liegt bei zwei Wasserstoffmolekülen pro Kohlenstoff - "der maximal mögliche". In bisher angewandten Verfahren würden die Xylose und Glukose nacheinander umgesetzt, was den Prozess verlängere und teurer mache.

Bei ihrem Prozess würden keine verarbeiteten Zucker eingesetzt, sondern einfache Biomasse, sagen die Forscher. Das reduziere zum einen die Kosten, zum anderen sei es möglich, das Maisstroh direkt vor Ort zu verarbeiten.

Treibstoff wird an der Tankstelle produziert

Die Forscher haben sowohl die Reaktionsrate als auch die Rate der Enzymherstellung gesteigert. Dadurch soll es möglich sein, den Wasserstoff direkt an der Tankstelle herzustellen. Eine solche Einrichtung müsse nicht größer sein als eine herkömmliche Tankstelle. Der Wasserstoff wird also somit direkt dort produziert, wo er benötigt wird.

Wasserstoff wird meist aus Erdgas in großen Anlagen gewonnen. Das erfordert hohe Investitionskosten sowie eine Logistik, um den Wasserstoff zum Verbraucher zu bringen. Das soll sich mit dem Verfahren der Forscher aus Virginia ändern: "Es bedeutet, dass wir den wichtigsten Schritt hin zu einer Wasserstoff-Ökonomie gemacht haben: dezentral erschwinglichen, grünen Wasserstoff aus Biomasse aus lokalen Quellen zu erzeugen", sagt Percival Zhang, Rollins Doktorvater.


eye home zur Startseite
M$-OSX-Android... 08. Apr 2015

Aber mit den entsprechenden "Nebenwirkungen2 ... Zitat: "Allerdings kann laut dem...

azeu 08. Apr 2015

Es könnte dort hergekommen sein, wo alle Atome herkommen.

Erich12 08. Apr 2015

Das ist doch Blödsinn. Der Getreideanbau ist in Deutschland seit Jahren auf dem selben...

Ach 07. Apr 2015

Biomasse nutzt man sinnvoller Weise strategisch statt Grundlasttechnisch, das ist ganz...

plutoniumsulfat 07. Apr 2015

Auch da wird es sehr viel schneller unwirtlich ;) Man sollte sich wohl eher ein neues...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Quality Systems International GmbH, Rödermark
  2. Daimler AG, Leinfelden-Echterdingen
  3. GRUNDFOS GMBH, Bjerringbro (Dänemark)
  4. ibau GmbH, Münster


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (Core i5-6600 + Geforce GTX 1070)
  2. (u. a. MSI Gaming X 8G, Evga ACX 3.0, Gainward Phoenix GS, Gigabyte G1 Gaming)

Folgen Sie uns
       


  1. Telltale Games

    2.000 Batman-Spieler treffen die Entscheidungen

  2. Deutsche Telekom

    Einblasen von Glasfaser auf drei Kilometern am Stück möglich

  3. Tor Hidden Services

    Über 100 spionierende Tor-Nodes

  4. Auftragsfertiger

    AMD lässt Chips bei Samsung produzieren

  5. In-Car-Delivery

    DHL macht den Smart zur Paketstation

  6. Huawei Matebook im Test

    Guter Laptop-Ersatz mit zu starker Konkurrenz

  7. Neue Funktionen

    Mit Google Maps die interessanten Ecken finden

  8. Google

    Nexus 9 erhält keine Vulkan-Unterstützung

  9. Webrender

    Servo soll GPU-Backend standardmäßig nutzen

  10. Pilotprojekt

    EU will Open Source sicherer machen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Schrott im Netz: Wie Social Bots das Internet gefährden
Schrott im Netz
Wie Social Bots das Internet gefährden
  1. Netzwerk Wie Ausrüster Google Fiber und Facebooks Netzwerk sehen
  2. Secret Communications Facebook-Messenger bald mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
  3. Social Media Ein Netzwerk wie ein Glücksspielautomat

Dirror angeschaut: Der digitale Spiegel, der ein Tablet ist
Dirror angeschaut
Der digitale Spiegel, der ein Tablet ist
  1. Bluetooth 5 Funktechnik sendet mehr Daten auch ohne Verbindungsaufbau
  2. Smarter Schalter Wenn Github mit dem Lichtschalter klingelt
  3. Tony Fadell Nest-Gründer macht keine Omeletts mehr

Miniscooter: E-Floater, der Elektroroller für die letzte Meile
Miniscooter
E-Floater, der Elektroroller für die letzte Meile
  1. Relativity Space Raketenbau ohne Menschen
  2. Besuch beim HAX Accelerator Made in Shenzhen
  3. Besuch bei Senic Das Kreuzberger Shenzhen

  1. Re: Huawei UVP

    NotAlive | 13:58

  2. Re: I love it

    Stiffler | 13:57

  3. Re: PHP "Entwickler"

    velo | 13:56

  4. Re: Vermutlich auch interessant bei Stromausfall...

    Icestorm | 13:53

  5. Re: Windows-Unterstützung

    heubergen | 13:52


  1. 13:54

  2. 13:51

  3. 13:14

  4. 12:57

  5. 12:17

  6. 12:04

  7. 12:02

  8. 11:49


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel