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Google-Fiber-Ankündigung in Provo, Utah
Google-Fiber-Ankündigung in Provo, Utah (Bild: George Frey/Getty Images)

Alphabet: Google Fiber will lahme TV-Kabelbranche komplett ersetzen

Google-Fiber-Ankündigung in Provo, Utah
Google-Fiber-Ankündigung in Provo, Utah (Bild: George Frey/Getty Images)

Google Fiber hatte immer vor, sein FTTH-Netzwerk in den gesamten USA zu errichten. Alphabet sieht Comcast, Time Warner Cable und Verizon als "träge, räuberisch und innovationsfeindlich" und möchte sie "ersetzen". Google Fiber könnte das tatsächlich erreichen.

Alphabets Google Fiber sieht TV-Kabelnetz- und Festnetzbetreiber wie Comcast, Time Warner Cable und Verizon als "träge, räuberisch und innovationsfeindlich, und möchte sie ersetzen". Das berichtet das Onlinemagazin Recode unter Berufung auf Unternehmenskreise. Kansas City im Bundesstaat Missouri, die erste Google-Fiber-Stadt, ist nach den Informationen nur ein Testfeld für einen seit Jahrzehnten von der Konzernführung geplanten nationalen FTTH-Ausbau.

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Nach Angaben der Regulierungsbehörde FCC vom Januar 2016 hat nur ein Drittel der US-Amerikaner mehr als einen Breitbandbetreiber zur Auswahl. Ein Zehntel hat gar keine Wahl. Kansas City ist Time-Warner-Gebiet.

Mit der Stadt Nashville wurde im vergangenen Monat die fünfte Stadt an Google Fibers FTTH-Netzwerk angeschlossen, offiziell sind 17 weitere Städte für den Ausbau vorgesehen. Über die Google-Fiber-Sparte des Alphabet-Konzerns ist wenig bekannt: Es gibt keine offiziellen Angaben zu den Nutzerzahlen, Investitionen und zum Umsatz.

Hohe Kundenzufriedenheit bei Google Fiber

Wie Recode berichtet, hat eine Befragung von Dutzenden Google-Fiber-Kunden in Kansas City eine hohe Zufriedenheit mit dem Preis und der Datenrate ergeben. Ein Google-Fiber-Glasfaseranschluss mit 1 GBit/s sowohl im Up- als auch im Downstream und ohne Volumenlimit kostet 70 oder 80 US-Dollar pro Monat. Der Vertrag läuft mindestens ein Jahr, eine Anschlussgebühr fällt nicht an.

Zudem sind Google Drive mit einem Speichervolumen von 1 TByte und eine Anschlussbox im Preis enthalten. Abgeschafft wurde in Kansas City der Zugang mit nur 5 MBit/s im Downstream und 1 MBit/s im Upstream für einmalig 300 US-Dollar, ohne Volumenbeschränkung und mit der Garantie, dass der Dienst mindestens sieben Jahre lang zur Verfügung steht. Als Ersatz wird ein Zugang mit 100 MBit/s angeboten, der jedoch 50 US-Dollar im Monat kostet. Für 120 US-Dollar pro Monat bei zwei Jahren Vertragslaufzeit gibt es zusätzlich ein Paket mit zahlreichen Fernsehsendern in HD samt einer Set-Top-Box, einem Tablet und einem NAS.

Google Fiber braucht "drei statt 30 Jahre"

Frühere Google-Fiber-Beschäftigte erklärten Recode, dass eine Million Haushalte in der Metropolregion Kansas City erschlossen seien. "Sie haben so ziemlich die ganze Stadt ausgebaut", sagte Rick Usher, Assistant City Manager für kleine Unternehmen und Unternehmertum in Kansas City, im Gespräch mit Recode. "Anders als AT&T und Time Warner, die 30 Jahre gebraucht haben, hat Fiber drei Jahre gebraucht."

Laut internen Quellen habe Google Fiber in den ersten drei Ausbaugebieten das interne Ziel erreicht und habe zahlende Kunden für seine Internetzugänge in rund 30 Prozent der erschlossenen Haushalte. Im vergangenen Jahr erzielte Google Fiber den inoffiziellen Angaben zufolge einen Umsatz von 100 Millionen US-Dollar.

Google Fiber setzt auch auf Fixed Wireless, um entlegene Haushalte zu erreichen. In Kansas City wird dazu das 3,5-GHz-Band genutzt. Der Betreiber plant im November 2016 Tests dazu und will das drahtlose Netzwerk bis Ende 2017 errichtet haben.

Der Ausbau in Kansas City soll Google Fiber über eine Milliarde US-Dollar gekostet haben, rund 1.000 US-Dollar pro Haushalt. Für jede weitere Stadt werden ähnliche Ausgaben erwartet. Das ist sogar für Alphabet mit einem Gewinn von über 16 Milliarden US-Dollar in den vergangenen zwölf Monaten viel Geld.


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spezi 13. Mai 2016

Die im Telekommunikationsgesetz definierten Wegerechte (auch in Bezug auf die...

PhilippFrank 13. Mai 2016

Ohne die Subventionen die du offenbar so schlimm findeSt wäre es doch überhaupt nicht...

mrgenie 13. Mai 2016

Da koennten sehr starken Interessenskonflikte entstehen. Google hat als Hauptaufgabe in...

486dx4-160 12. Mai 2016

Insgesamt 120 000. Verteilt auf 10 Großstadt-Ballungsgebiete. Das ist ein Furz im Wind...



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