Allensbacher Institut Mehrheit der jungen Menschen gegen Urheberrecht im Internet

Menschen unter 30 in Deutschland wollen in einer relativen Mehrheit von 46 Prozent überhaupt kein Urheberrecht im Internet. Umfragen der Musik- oder Filmindustrie haben bisher nur manipulativ gefragt.

Anzeige

Meist werden Studien zur Akzeptanz des Urheberrechts in Deutschland von der Musik- oder Filmindustrie erhoben und sind schon von der Fragestellung her nicht objektiv. Eine Studie (PDF) des Instituts für Demoskopie Allensbach, die am 31. August 2012 vorgelegt wurde, kommt dagegen zu interessanten Ergebnissen.

Danach sind die 16- bis 29-Jährigen mit einer Mehrheit von 46 Prozent gegen ein Urheberrecht im Internet. Lediglich 39 Prozent dieser Altersgruppe treten dafür ein. Die übrigen Befragten waren unentschieden und machten keine Angabe. Die Frage lautete: "Ich finde, es sollte erlaubt sein, Musik, Bücher oder Filme kostenlos zu kopieren oder zur kostenlosen Nutzung, zum Beispiel zum kostenlosen Herunterladen, ins Internet zu stellen. Künstlerische Werke sollten für alle frei verfügbar sein und nicht nur für Leute, die sich das ohne Probleme leisten können."

Die Befragten aus der Altersgruppe, die sich für das Urheberecht im Internet aussprachen, taten dies nur, damit "Musiker oder Schauspieler von ihrer Arbeit" leben könnten. Nach den Gewinnen der Musik- und Filmindustrie wurde ausdrücklich nicht gefragt.

56 Prozent der Bevölkerung sind der Meinung, dass das kostenlose Kopieren und Tauschen von Musik, Büchern oder Filmen über das Internet verboten sein sollte, weil den Künstlern dadurch ein ausreichender Lohn für die erstellten Werke verwehrt würde. 24 Prozent der Deutschen sind dagegen der Auffassung, dass künstlerische Werke im Internet für alle frei verfügbar sein sollten.

Ein ähnliches Stimmungsbild ergibt sich für Internetnutzer, von denen sich 57 Prozent für die Gültigkeit des Urheberrecht im Internet aussprechen. 28 Prozent sind dagegen.

Zudem glaubt nur eine Minderheit von 14 Prozent, dass das Urheberrecht im Internet auch durchsetzbar ist. 57 Prozent sind der Auffassung, dass sich das kostenlose Kopieren und Tauschen von Filmen und Musik im Internet nicht verhindern lässt. Von den Internetnutzern zweifelt mit 65 Prozent ein noch größerer Kreis an der Durchsetzbarkeit eines Verbots.


pholem 07. Sep 2012

Haha genau, wenn du als Kreativer Content erzeugst gehört es nicht dir, sondern...

StefanKehrer 04. Sep 2012

Das dürfte wohl aktuell das Beispiel sein ,was der Sache am Nächsten kommt. Aber hier...

fratze123 04. Sep 2012

willst du dich nicht erstmal informieren, bevor du so'n käse schreibst? natürlich geht es...

ZeroSama 03. Sep 2012

Das Lustige daran ist ja auch, dass Metaller nach einigen Umfragen (wenn ich das richtig...

Bankai 03. Sep 2012

Es gibt KEINE RAUBKOPIEN!!!

Kommentieren



Anzeige

  1. Entwic­kler Con­trol­ling­sys­teme (m/w)
    Bitburger Braugruppe GmbH, Bitburg
  2. Leiter/in des Universitätsrechenzentrums
    Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Eichstätt-Ingolstadt
  3. SPS-Programmierer Steuerungen / Automatisierungslösungen (m/w)
    über CAPERA Consulting, Nordhessen
  4. IT-Projektmanager (m/w) Systemgestaltung im Arbeitsgebiet Fahrzeugeinplanung / Programmplanung
    Daimler AG, Sindelfingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Facebook macht erneut Rekordgewinn

  2. Quartalszahlen

    Apple kann Gewinn und Umsatz wieder steigern

  3. IBM Power8

    Mit 96 Threads pro Sockel gegen Intels Übermacht

  4. Printoo

    Arduino kannste jetzt knicken

  5. Cloud-Dienste

    Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz

  6. Streaming

    HBO-Serien für US-Kunden von Amazon Prime

  7. Theo de Raadt

    OpenSSL ist nicht reparierbar

  8. Xplore XC6 DMSR

    Blendend hell und hart im Nehmen

  9. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  10. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test The Elder Scrolls Online: Skyrim meets Standard-MMORPG
Test The Elder Scrolls Online
Skyrim meets Standard-MMORPG

Es ist so groß wie mehrere Rollenspiele zusammen und bietet auch Soloabenteurern Unterhaltung für Wochen und Monate. Vieles in The Elder Scrolls Online erinnert an Skyrim - und leider noch mehr an das altbekannte Strickmuster gängiger MMORPGs.

  1. The Elder Scrolls Online Zenimax deaktiviert umstrittene Bezahlmethoden
  2. Abopflicht Verbraucherschützer mahnen The Elder Scrolls Online ab
  3. Zenimax Online The Elder Scrolls Online ohne Server-Schlangen gestartet

Test Hitman Go: Auftragskiller to go
Test Hitman Go
Auftragskiller to go

Knobeln statt knebeln: In Hitman Go verrichtet Agent 47 sein ebenso lautloses wie blutiges Handwerk auf ungewohnte Art und Weise: Statt Schleich-Action ist Denksport angesagt. Der Titel bleibt dem Kern der Hitman-Reihe trotzdem treu - und macht schnell süchtig.

  1. Square Enix Kernzielgruppe statt globales Massenpublikum

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


    •  / 
    Zum Artikel