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Alibaba-Chef Jack Ma
Alibaba-Chef Jack Ma (Bild: Carlos Barria/Reuters)

Kooperation mit Yahoo

Alibaba passt aber nicht nur erfolgreich aus dem Westen bekannte Konzepte an chinesische Bedürfnisse an, sondern kooperiert direkt mit Yahoo, wenn auch mit weniger Erfolg.

2005 übernahm die Alibaba Group Yahoo China. Im Gegenzug zahlte Yahoo eine Milliarde US-Dollar für eine 40-prozentige Beteiligung an Alibaba. Diese internationale Kooperation sollte sich bald als eines der größten Verlustgeschäfte für Alibaba herausstellen. Yahoo konnte in China nie richtig Fuß fassen und Profit generieren, so dass das Unternehmen dort nur durch Hilfszahlungen Alibabas am Leben erhalten werden konnte. Auch der Rückkauf der Hälfte von Yahoos Anteilen durch Alibaba im Jahr 2012 kam dem Unternehmen mit 7,6 Milliarden US-Dollar teuer zu stehen.

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Die Übernahme war in der Hoffnung getätigt worden, von Yahoos Expertise im Suchmaschinenbereich zu profitieren. Jack Ma selbst begründete den Kauf Yahoos damit, dass "die Zukunft des E-Commerce unumgänglich mit Suchmaschinen verknüpft" sei. Synergien stellten sich aber nie ein, so dass die Übernahme heute in China als ein großer Misserfolg gilt.

Jeder kann es schaffen

Jack Ma wird häufig als Rockstar beschrieben, was im Hinblick auf seinen Bekanntheitsgrad in China zutreffen mag - vom Auftreten her ist er aber eher bescheiden geblieben. Wenn jemand wie er, der die Grundschule habe wiederholen müssen, und erst beim dritten Anlauf die Aufnahmeprüfung der Universität geschafft habe, erfolgreich sein könne, dann könnten dies mindestens 80 Prozent der jungen Generation ebenfalls schaffen, sagt er in Interviews. Obwohl Ma 2013 von seinem Posten als CEO zurücktrat und nur noch ein Anteilseigner der Alibaba Group ist, wird er von Angestellten des Unternehmens weiterhin als Spiritual Leader akzeptiert. Seine Ideen und Einwürfe haben Gewicht im Unternehmen. Position und Ansehen in der Alibaba Group sind vergleichbar mit der Rolle, die Bill Gates heute für Microsoft spielt. Nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen betätigt sich Jack Ma als Investor.

Portfolio erweitert

In den vergangenen Jahren hat Alibaba sein Portfolio stark erweitert. Durch Entwicklung eigener Produkte, aber auch durch Investition und Zukauf, wurden Bereiche abseits des E-Commerce-Kerngeschäfts erschlossen. So kaufte man u. a. Anteile an Sina Weibo, Chinas größtem Twitter-Klon, und der Tutorgroup, einer Webseite zum Englischlernen, und investierte in Tudou und Youku, zwei von Chinas größten Videostreaming-Portalen. Allein in den ersten vier Monaten des Jahrs 2014 investierten Alibaba und Jack Ma mehr als fünf Milliarden US-Dollar in diverse Unternehmen, darunter auch US-Firmen und solche, die nicht ausschließlich im Internet tätig sind [Quelle auf Chinesisch].

Während Alibaba in seinem Kerngeschäft kaum von ernstzunehmender Konkurrenz bedroht ist, sieht es in den neuen Geschäftsbereichen ganz anders aus. Diese Märkte sind teilweise bereits stark umkämpft oder durch andere Anbieter besetzt. Laiwang, Alibabas Alternative zu Tencents Instant Messenger Wechat, konnte bis Ende 2013 nur rund 10 Millionen Nutzer anziehen, eine verschwindend geringe Anzahl im Vergleich zu Wechats rund 600 Millionen Nutzern. Auch das Smartphone OS Aliyun kann als Misserfolg gelten, da dieses in China bisher nur von kleinen und qualitativ fragwürdigen Herstellern adaptiert wurde.

In vielen Bereichen kristallisiert sich Tencent als größter Gegenspieler Alibabas heraus. So bietet Tencent einen Zahlungsdienstleister ähnlich Alipay an, der von dem hohen Verbreitungsgrad von Wechat profitierte. In den meisten Sparten, in denen Alibaba sich in den vergangenen Jahren engagierte, bietet Tencent ebenfalls Lösungen an, seien es Karten-, Musik- oder Streaming-Dienste. Laut Aussage einiger Angestellter von Alibaba wird der Wettbewerb mit Tencent aber nicht als vorrangig eingeschätzt, da die Kernkompetenzen der beiden Unternehmen in vollständig anderen Bereichen liegen. Allein der Konkurrenzkampf zweier zeitgleich erschienener Taxiruf-Apps nach dem Vorbild von Uber mit dem daraus entstandenen Preiskrieg sorgte für Verstimmung auf beiden Seiten.

 Wissen, was die chinesischen Kunden wollenWo liegt Alibabas Zukunft? 

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Crystal67 14. Feb 2015

Hallo Ich habe sicherlich schon alles bestellt. Schuhe, Uhren, Taschen, Geldbörsen uvm...

DrWatson 26. Mai 2014

Das kann sein, da bin ich nicht so gut informiert. Ich hatte dich wohl falsch verstanden.

Fanti4ever 26. Mai 2014

Beides. Es gibt natürlich nach wie vor Fakes auf den Plattformen. Aber die gibt es z,B...

Realist_X 26. Mai 2014

Danke dafür!

robinx999 26. Mai 2014

Ich weiss nicht wenn man sich nicht an die Lokalen Wünsche anpasst dann hat man durchaus...



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