Alexander Bard Das Internet ist das vierte Menschheitszeitalter

Information ist für den schwedischen Autor und Künstler Alexander Bard das Paradigma der Menschheitsgeschichte, die er in vier Zeitalter einteilt. Das vierte, das Internetzeitalter, habe gerade erst begonnen, hat er auf der Konferenz Next 2012 in Berlin dargelegt.

Anzeige

In der Schule lernen wir, die Menschheitsgeschichte sei eine Abfolge von Zeitaltern wie der Stein-, der Bronze- oder der Eisenzeit, und heute lebten wir im Kommunikationszeitalter. Vergesst dieses Geschichtsbild, fordert Alexander Bard. Die Menschheitsgeschichte besteht nur aus Informationszeitaltern, hat er auf der Konferenz Next 2012 in Berlin erklärt - und wir leben im vierten.

Vier Kommunikationszeitalter

Vier Zeitalter unterscheidet der schwedische Autor, Wissenschaftler und Künstler, und sie alle unterschieden sich durch ein bestimmtes Paradigma der Kommunikation. Das erste sei die Sprache gewesen, durch die sich der Mensch vom Tier abhebe. Das zweite Paradigma war die Entwicklung der Schrift, die es ermöglicht, Informationen außerhalb des menschlichen Gehirns zu speichern. Das bedeutete, dass das Wissen eines Mitgliedes einer Gesellschaft über seinen Tod besser bewahrt werden konnte. Darauf habe die Menschheit Zivilisationen aufbauen können.

Das dritte Informationszeitalter brach mit der Erfindung des Buchdrucks an. Das Weltbild Bards basiert auf der Menge an Informationen, die für die Menschen zur Verfügung steht - und durch den Buchdruck seien die Kosten für die Herstellung eines Informationsträgers dermaßen gesunken, dass sich jeder Bildung leisten konnte - Mitte des 19. Jahrhunderts hätten die europäischen Länder eine Alphabetisierungsrate von annähernd 100 Prozent erreicht.

Ein Sender, viele Empfänger

Das Zeitalter der gedruckten Sprache habe die Massenmedien ermöglicht. Das gelte für gedruckte ebenso wie für die elektronischen Medien Radio oder Fernsehen. Diese unterschieden sich nur in der Technik von gedruckten - nicht aber in der Art und Weise, wie sie genutzt werden, und das ist: Ein Sender verteilt Informationen an viele Empfänger.

Das habe sich geändert, als erstmals in den USA Computer einer Universität mit denen des Militärs vernetzt worden seien. Damit brach das vierte Zeitalter an: das des Internets. Die Vernetzung ermögliche eine direkte Kommunikation der Menschen. Sie könnten das, was die Massenmedien ihnen erzählten, kommentieren - bis die Kommunikation der Menschen den Sender überflüssig macht.

Das Zeitalter der Massenmedien und das des Internets 

jack-jack-jack 09. Mai 2012

dem Durchschnittsdeutschen ist Internet einfach egal Netztraffic: 1/4 Facebook (nur die...

AdmiralAckbar 09. Mai 2012

k.w.t

fratze123 09. Mai 2012

nur weil der typ eine andere perspektive auf geschichte hat, ist das bisher gelehrte...

wasabi 09. Mai 2012

Beim Urheberrecht kann man nichts "schützen lassen". Entweder es erreicht eine gewisse...

FaceOfBo 09. Mai 2012

nennt sich dann, glaube ich, kollektives Gedächtnis. Es gab da mal eine Serie, in den...

Kommentieren




Anzeige
  1. Software Ingenieur Safety (m/w)
    infoteam Software AG, Bubenreuth bei Erlangen oder Dortmund
  2. Prüfer/-in für die IT-Revision
    Kreissparkasse Tübingen, Tübingen
  3. Head of Development (m/w)
    aboutbooks GmbH, München
  4. Akademische Räte / Rätinnen
    Universität Passau, Passau

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Electronic Arts

    Leitender EA-Entwickler bezeichnet Wii U als "Mist"

  2. Apple-Zulieferer

    Wieder drei Suizide bei Foxconn

  3. Cast AR

    Gefeuerte Valve-Entwickler zeigen Räumliche-Objekte-Brille

  4. Ventus

    Mit der Netzgemeinde gegen den Klimawandel

  5. Offline-Karten-App für Android

    Maps With Me Pro gratis in Amazons App-Shop

  6. Linux-Kernel

    P-States verringern Leistungsaufnahme auf Intel-CPUs

  7. Adobe

    Photoshop Express jetzt auch für Windows 8

  8. Browser

    Firefox blinkt nicht mehr

  9. Tallinn-Manual

    Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

  10. Clark Asay

    Defensive Patente mit freier Software nicht vereinbar?



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Quantum Artificial Intelligence Lab: Google quantencomputert mit der Nasa
Quantum Artificial Intelligence Lab
Google quantencomputert mit der Nasa

Google und die Nasa haben gemeinsam eine Forschungseinrichtung für künstliche Intelligenz gegründet. Mit Hilfe eines Quantencomputers wollen sie unter anderem bessere Vorhersagemodelle entwickeln.

  1. DNNresearch Google-Suche engagiert Wissenschaftler für neuronale Netze

Smartphones: Windows Phone erstmals vor Blackberry auf Platz drei
Smartphones
Windows Phone erstmals vor Blackberry auf Platz drei

Im ersten Quartal 2013 wurden erstmals mehr Smartphones mit Windows Phone als mit der Blackberry-Plattform verkauft, berichten die Marktforscher von IDC. Damit widersprechen sie den Analysen von Gartner, die Blackberry weiter auf dem dritten Platz sehen.

  1. Snapzoom Mit dem Smartphone durchs Fernglas gucken
  2. Handymarkt Über ein Viertel aller verkauften Handys sind von Samsung
  3. Smartphones Apple büßt Marktanteile ein

Mikroblogging: Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen
Mikroblogging
Yahoo will Tumblr für 1 Milliarde US-Dollar kaufen

Yahoo möchte wieder cool sein und will junge Nutzer gewinnen. Das Internetunternehmen verhandelt offenbar über den Kauf der Mikroblogging-Plattform Tumblr.

  1. Gimmick Neue Forbes-Printausgabe kommt mit WLAN-Router
  2. Microsoft Deutschland "Neue Mitarbeiter fragen nach Homeoffice-Möglichkeiten"
  3. Marissa Mayer Yahoo verbietet Homeoffice wegen sinkender Arbeitsmoral

Zum Artikel