Abo
  • Services:
Anzeige
Plasma Mobile nutzt Kwin-Wayland zur Darstellung der Oberfläche.
Plasma Mobile nutzt Kwin-Wayland zur Darstellung der Oberfläche. (Bild: Sebastian Kügler)

Akademy 2015: Plasma Mobile hilft KDE bei der Wayland-Umsetzung

Plasma Mobile nutzt Kwin-Wayland zur Darstellung der Oberfläche.
Plasma Mobile nutzt Kwin-Wayland zur Darstellung der Oberfläche. (Bild: Sebastian Kügler)

Nur durch Plasma Mobile habe sich die Wayland-Unterstützung so schnell entwickelt, sagt KDE-Entwickler Martin Gräßlin. Auf der Akademy gibt er einen Überblick darüber, was schon alles funktioniert und welche Details noch fehlen.

Anzeige

"Willkommen in Wayland" lautet der leicht angepasste Titel des Vortrags von Martin Gräßlin auf der diesjährigen Akademy-Konferenz. Denn "die grundlegende Architektur ist fertig", sagt der Kwin-Maintainer und demonstriert dies, indem er seine Präsentation in einer Wayland-Sitzung zeigt.

  • Die grundlegende Architektur von Kwin-Wayland ist fertig. (Bild: Martin Gräßlin/CC-BY-SA 4.0)
  • Kwin vor den Arbeiten an Wayland... (Bild: Martin Gräßlin/CC-BY-SA 4.0)
  • ...und aktuell mit umgestaltetem Code (Bild: Martin Gräßlin/CC-BY-SA 4.0)
Die grundlegende Architektur von Kwin-Wayland ist fertig. (Bild: Martin Gräßlin/CC-BY-SA 4.0)

Das heißt, der KDE-Desktop Plasma 5 läuft ebenso unter Wayland wie die PDF-Anzeige Okular. Einzig die Unterstützung für mehrere Monitore funktioniere noch nicht richtig. Die wichtigsten Dinge seien aber vorhanden: der Compositor, die Verarbeitung der Input-Events, die Verwendung von DRM und KMS zum Zugriff auf die Grafikhardware sowie ein X-Server zur Abwärtskompatibilität.

Plasma Mobile als eine treibende Kraft

Neben dem Ziel, Wayland auf dem Desktop zu benutzen, habe das Projekt Plasma Mobile die Anstrengungen rund um Wayland jedoch deutlich vorangetrieben. Die Arbeiten an der Smartphone-Oberfläche seien letztlich gar der Grund dafür, warum mit dem für Ende August geplanten Plasma 5.4 eine Wayland-Sitzung testweise genutzt werden könnte, wie Gräßlin in seinem Blog schreibt.

Schließlich habe das Mobile-Projekt dazu geführt, dass Kwin und Wayland von mehreren Entwicklern aktiv genutzt wurde. Dadurch seien viele Fehler gefunden und behoben worden, was letztlich zu einem Stabilisierungsprozess geführt habe. Die Arbeit von Gräßlin wird durch Blue Systems finanziert, das bisher auch hauptverantwortlich für Plasma Mobile ist.

Großflächige Umgestaltung des Codes notwendig

Um den aktuellen Status erreichen zu können, musste der Code von Kwin teils sehr stark umgestaltet werden, vor allem, um X11 und Wayland sauber voneinander zu trennen und so einsetzen zu können. Auch deshalb ist die Software nun wesentlich modularer aufgebaut als noch vor einigen Jahren.

Unter anderem deswegen fiel Gräßlin die Anpassung von Kwin auf die derzeitige Referenzplattform von Plasma Mobile so leicht. Das dafür notwendige Backend umfasst mit einigen Hundert Zeilen Code deutlich weniger als ein Prozent des gesamten Codes von Kwin.

Gelöste und noch bestehende Probleme

Damit die Technik getestet werden kann, musste Gräßlin auch tieferliegende Probleme lösen wie etwa eine Abhängigkeitsschleife beim Start vom Kwin. Darüber hinaus gibt es für die Sicherheitsarchitektur seit längerem bestehende Pläne, etwa dass Kwin künftig die Bildschirmsperre übernehmen wird, ebenso wie den Dienst für die globalen Tastaturkürzel.

Doch es bestehen weiterhin Schwierigkeiten im Umgang mit der neuen Technik, weshalb die Wayland-Session vorerst auch nur als Vorschau bezeichnet wird. Dazu gehören weitere unnötige Schleifen oder dass sich OpenGL-Kontexte nicht mit QtQuick-Darstellungen teilen lassen.

Außerdem fehlen noch vergleichsweise wichtige Funktionen. So lassen sich Fenster nicht minimieren oder einfach per Maus bewegen. Ebenso lässt sich die Fensterdekoration nicht beeinflussen, wodurch die Reihenfolge der Knöpfe nicht geändert werden kann. Es können auch noch keine GTK-Clients oder die Weston-Demos dargestellt werden.

Standardisierung in Arbeit

Außerdem steht das Team vor vielen weiteren Aufgaben, die sich eventuell erst in den kommenden Jahren vollständig lösen lassen. Am wichtigsten dabei ist wohl die Interaktion mit der Shell, also den Plasma-Oberflächen. Um dies auch über verschiedene Umgebungen hinweg umzusetzen, entsteht mit XDG_Shell im Wayland-Projekt ein Standardprotokoll dazu.

Das soll letztlich von der Gnome-Shell, Plasma und weiteren Oberflächen genutzt werden und ist damit vergleichbar mit EWMH, die für X11 entstanden sind. Noch befinde sich die XDG_Shell aber in einem umfassenden Entwicklungsprozess, in den sich auch die KDE-Community stärker einbringen müsse.


eye home zur Startseite



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Versicherungskammer Bayern, München
  2. Haufe Gruppe, Freiburg im Breisgau
  3. Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach
  4. cbb-Software GmbH, Lüneburg, Lübeck


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Der Marsianer, The Hateful 8, Interstellar, Django Unchained, London Has Fallen, Olympus Has...
  2. 18,00€ (ohne Prime bzw. unter 29€-Einkaufswert zzgl. 3€ Versand)
  3. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Delid Die Mate 2

    Prozessoren köpfen leichter gemacht

  2. Rückzieher

    Assange will nun doch nicht in die USA

  3. Oracle

    Critical-Patch-Update schließt 270 Sicherheitslücken

  4. Android 7.0

    Samsung verteilt Nougat-Update für S7-Modelle

  5. Forcepoint

    Carbanak nutzt Google-Dienste für Malware-Hosting

  6. Fabric

    Google kauft Twitters App-Werkzeuge mit Milliarden Nutzern

  7. D-Link

    Büro-Switch mit PoE-Passthrough - aber wenig Anschlüssen

  8. Flash und Reader

    Adobe liefert XSS-Lücke als Sicherheitsupdate

  9. GW4 und Mont-Blanc-Projekt

    In Europa entstehen zwei ARM-Supercomputer

  10. Kabelnetz

    Vodafone stellt Bayern auf 1 GBit/s um



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nintendo Switch im Hands on: Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
Nintendo Switch im Hands on
Die Rückkehr der Fuchtel-Ritter
  1. Nintendo Switch Eltern bekommen totale Kontrolle per App
  2. Nintendo Switch erscheint am 3. März
  3. Nintendo Switch Drei Stunden Mobilnutzung und 32 GByte interner Speicher

Autonomes Fahren: Laserscanner für den Massenmarkt kommen
Autonomes Fahren
Laserscanner für den Massenmarkt kommen
  1. BMW Autonome Autos sollen mehr miteinander quatschen
  2. Nissan Leaf Autonome Elektroautos rollen ab Februar auf Londons Straßen
  3. Autonomes Fahren Neodriven fährt autonom wie Geohot

Reverse Engineering: Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button
Reverse Engineering
Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button

  1. Re: Eigenproduktion

    Squirrelchen | 22:18

  2. Re: Netflix internationaler als Amazon?

    Squirrelchen | 22:14

  3. Re: Golem.de emails in den BND Leaks

    Majin23 | 22:11

  4. Re: Adobe - Die Fabrik der Sicherheitslücken

    DetlevCM | 22:10

  5. Re: Da wird wohl die Serien-Qualität auf "Gute...

    Squirrelchen | 22:09


  1. 18:28

  2. 18:07

  3. 17:51

  4. 16:55

  5. 16:19

  6. 15:57

  7. 15:31

  8. 15:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel