Abo
  • Services:
Anzeige
Verwaltungsgericht Köln verhandelt E-Plus-Übernahme.
Verwaltungsgericht Köln verhandelt E-Plus-Übernahme. (Bild: Michaela Rehle/Reuters)

Airdata: Frequenzinhaber klagt gegen Übernahme von E-Plus

Airdata klagt vor dem EU-Gericht gegen die Fusion von E-Plus und Telefónica. Ziel des Netzbetreibers sind Frequenzen für ein eigenes mobiles Datennetz. Die Bundesnetzagentur fordert Airdata dagegen zum Abschalten auf.

Anzeige

Der Netzbetreiber Airdata hat Klage gegen die Genehmigung der Übernahme von E-Plus durch die Telefónica in Deutschland und die Auflagen der EU-Kommission eingereicht. Das gab das Unternehmen bekannt. Die Klage wird beim Gericht der Europäischen Union geführt.

"Die Genehmigung der Übernahme ist nicht rechtmäßig. Die von Telefónica gemachten Zusagen waren völlig unzureichend, um einen lebendigen Wettbewerb im Interesse der Verbraucher aufrecht zu erhalten. Deshalb hätte die EU-Kommission die Fusion nicht freigeben dürfen", sagte Airdata-Vorstand Christian Irmler.

Frequenzpaket für Mobilfunk-Neueinsteiger

Sollte die Klage erfolgreich sein, müsse das Wettbewerbsverfahren neu beginnen. "In diesem Zuge muss dann ein Frequenzpaket für einen Neueinsteiger bereitgestellt werden", sagte Irmler.

Durch die Fusion sei die wettbewerbliche Unabhängigkeit von E-Plus beendet worden. Nach dem deutschen Telekommunikationsgesetz hätte daher eine Rückgabe von Frequenzen erfolgen müssen, meint der Airdata-Chef. Das sei aber nicht geschehen. Die Telefónica durfte laut einer Entscheidung der Bundesnetzagentur ungenutzte Frequenzen weiterhin behalten. Dabei handele es sich auch um die von Airdata genutzten Frequenzen im 2,6-GHz-Band. "Die Bundesnetzagentur hat uns mehrfach aufgefordert, unsere regionalen Breitbandnetze abzuschalten und die Kundenversorgung einzustellen, weil Telefónica die Frequenzen benötige", sagte Irmler.

In Deutschland werde sich das Verwaltungsgericht Köln am 10. Juni damit auseinandersetzen.

Airdata hatte im Jahr 1999 Bereiche im 2,6-GHz-Band für WLL in 36 Regionen erhalten. Das Unternehmen war als Betreiber sogenannter portabler DSL-Funknetze in Berlin und Stuttgart aufgetreten. Die Firma hatte im Mai 2009 erklärt, über Geldgeber zu verfügen, um im 2,6-GHz-Frequenzbereich ein deutschlandweites Breitbandnetz für 300 Millionen Euro aufzubauen, wenn sie Frequenzen bis zum Jahr 2016 durch die Bundesnetzagentur zugeteilt bekomme. Die Firma forderte eine Verlängerung der Zuteilung und klagte auf eine diensteneutrale Vergabe des 2,6-GHz-Frequenzbereichs. Geplant war zu der Zeit, ein Netz mit einer Wimax-ähnlichen Technik aufzubauen. Doch das Vorhaben scheiterte.

Die Übernahme von E-Plus hatte ein Volumen von 12 Milliarden Euro: Telefónica zahlte für E-Plus 3,7 Milliarden Euro, die niederländische E-Plus-Mutter KPN bekam einen Anteil von 24,9 Prozent am neuen Unternehmen.


eye home zur Startseite
M.P. 09. Jun 2015

Bestimmt haben die vor einem Laden Angst, der seit 16 Jahren nichts als heiße Luft...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Läpple Dienstleistungsgesellschaft mbH, Haßmersheim
  2. Geocom Informatik GmbH, deutschlandweit
  3. IT-Dienstleistungszentrum Berlin, Berlin
  4. T-Systems International GmbH, Bonn, Berlin, Darmstadt


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 17,99€ statt 29,99€
  2. 59,90€
  3. 900$/815,11€ mit Gutscheincode: CIVILTOP

Folgen Sie uns
       


  1. Whistleblowerin

    Obama begnadigt Chelsea Manning

  2. Stadtnetz

    Straßenbeleuchtung als Wifi-Standort problematisch

  3. Netzsperren

    UK-Regierung könnte Pornozensur willkürlich beschließen

  4. Kartendienst

    Google Maps soll künftig Parksituation anzeigen

  5. PowerVR Series 8XE Plus

    Imgtechs Smartphone-GPUs erhalten ein Leistungsplus

  6. Projekt Quantum

    GPU-Prozess kann Firefox schneller und sicherer machen

  7. TV-Kabelnetz

    Tele Columbus will höhere Datenrate und mobile Conversion

  8. Fingerprinting

    Nutzer lassen sich über Browser hinweg tracken

  9. Raumfahrt

    Chinas erster Raumfrachter Tianzhou 1 ist fertig

  10. Bezahlinhalte

    Bild fordert Obergrenze für Focus Online



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Autonomes Fahren: Wenn die Strecke dem Zug ein Telegramm schickt
Autonomes Fahren
Wenn die Strecke dem Zug ein Telegramm schickt
  1. Fahrgastverband "WLAN im Zug funktioniert ordentlich"
  2. Deutsche Bahn WLAN im ICE wird kostenlos
  3. Mobilfunk Telekom baut LTE an Regionalbahnstrecken aus

Intel Core i7-7700K im Test: Kaby Lake = Skylake + HEVC + Overclocking
Intel Core i7-7700K im Test
Kaby Lake = Skylake + HEVC + Overclocking
  1. Kaby Lake Intel macht den Pentium dank HT fast zum Core i3
  2. Kaby Lake Refresh Intel plant weitere 14-nm-CPU-Generation
  3. Intel Kaby Lake Vor der Vorstellung schon im Handel

Dienste, Programme und Unternehmen: Was 2016 eingestellt und geschlossen wurde
Dienste, Programme und Unternehmen
Was 2016 eingestellt und geschlossen wurde
  1. Kabel Mietminderung wegen defektem Internetkabel zulässig
  2. Grundversorgung Kanada macht Drosselung illegal
  3. Internetzugänge 50 MBit/s günstiger als 16 MBit/s

  1. Re: Snowden-Begründung kompletter Mumpitz.

    Eik | 04:52

  2. Re: Der Typ ist größenwahnsinnig

    deadeye | 04:42

  3. Re: "Wir bauen mehr Glasfaser als jeder andere...

    bombinho | 04:31

  4. Re: Ist dies die Situation in der gesamtem EX...

    Golressy | 04:26

  5. Re: Dann baut man halt Schalter in die Laternen ein

    Golressy | 04:21


  1. 22:50

  2. 19:05

  3. 17:57

  4. 17:33

  5. 17:00

  6. 16:57

  7. 16:49

  8. 16:48


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel