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Der erste A350 XWB ist ausgeliefert worden.
Der erste A350 XWB ist ausgeliefert worden. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Airbus: Qatar Airways nimmt den ersten A350 XWB entgegen

Der erste A350 XWB ist ausgeliefert worden.
Der erste A350 XWB ist ausgeliefert worden. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Der erste Airbus A350 XWB ist ausgeliefert worden. Zuerst wird der kleine Großraumjet auf einer Strecke zu einem deutschen Drehkreuz eingesetzt. Das wird allerdings noch ein paar Wochen dauern.

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Der erste Airbus A350 XWB wurde ausgeliefert. Es ist die erste von insgesamt 778 gelisteten Bestellungen des Maschinentyps, der zunächst nur in der Variante A350-900 ausgeliefert wird. Qatar Airways ist der Erstkunde und nahm die Maschine am 22. Dezember 2014 entgegen. 40 weitere Kunden haben den A350 bestellt. Überwiegend handelt es sich dabei um die 900er-Fassung mit 577 Exemplaren. Der größere A350-1000 wurde 169-mal bestellt und die kleine 800er-Variante 32-mal. Airbus' neues Flugzeug ist damit über Jahre hinweg ausverkauft.

Zahlreiche namhafte Fluggesellschaften haben den Maschinentyp bestellt. In Deutschland wird die Lufthansa das Flugzeug einsetzen. Allerdings erst ab 2016. Sie muss bis dahin die Lücke mit alten A330, A340 sowie der neuen Boeing 747-8i füllen, da die Lufthansa weder eine Boeing 777 noch einen Dreamliner (787) besitzt, um mittlere Passagieraufkommen auf der Langstrecke zu bedienen. Zudem sind auch Air France KLM und British Airways auf der Kundenliste für den A350. Letzterer will die Variante 1000 haben.

  • Qatar Airways wird die erste Fluggesellschaft sein, die mit dem Airbus A350 XWB ausgestattet wird. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der neue Airbus lässt sich leicht anhand der Fensterkonstruktion von anderen Flugzeugen unterscheiden. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Im Größenvergleich mit dem Airbus E-Fan (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • So einfach wie mit einem großen Typenlogo machen es Fluggesellschaften einem nicht. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Bundeskanzlerin eröffnete die Ila 2014 ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... mit dem A350 im Hintergrund und versuchte, das Publikum mit einigen wenigen technischen Details zu dem Flugzeug zu versorgen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der A350 gehört zu den Widebody-Flugzeugen ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... und eignet sich für besonders lange Strecken. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Mit dem A350 wird der vierstrahlige A340 obsolet. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das Fahrwerk des A350 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Das ausgestellte Stück ist der erst vierte produzierte A350. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ebenfalls ein leichtes Erkennungsmerkmal: die Winglets des A350 (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Für das Publikum wird der Airbus A350 ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... nicht gezeigt. Noch am Nachmittag des 20. Mai 2014 ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... schickte Airbus sein neues Flugzeug ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... wieder auf Reisen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Airbus sagte uns, dass das Flugzeug wieder für Testflüge gebraucht wird. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Beim Abflug gen Westen von der Südbahn des noch nicht fertiggestellten Flughafens Berlin-Brandenburg ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... machte der Airbus A350 ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... noch einen Ansatz für einen kurzen Demoflug für das Fachpublikum. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Nach einer kurzen, ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... sehr langsam geflogenen Kurve ...  (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... flog der Airbus noch einmal Richtung Messegelände auf der Südbahn. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Beim anschließenden Überflug ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... verabschiedete sich der A350 mit einer kleinen Neigung, ... (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • ... um anschließend gen Osten mit dem Steigflug zu beginnen. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Qatar Airways wird die erste Fluggesellschaft sein, die mit dem Airbus A350 XWB ausgestattet wird. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Der A350 XWB verspricht, wie auch Boeings Gegenstück, der Dreamliner 787, hohe Effizienz bei mittlerem Passagieraufkommen. Beide Maschinen können also unter Umgehung großer Drehkreuze weit entfernte Städte verbinden. Das gelingt durch neue Werkstoffe, die den Treibstoffverbrauch durch Gewichtsreduktion senken.

Nonstop von Athen nach Sydney wäre möglich

Der Airbus A350-900 ist für eine Strecke von bis zu 14.350 km ausgelegt und transportiert typischerweise 315 Personen. Da die Kabinenausstattung vom Kunden abhängig ist, variiert die Sitzplatzanzahl. In der Praxis bedeutet das, dass prinzipiell von Deutschland aus international fast jeder wichtige Flughafen direkt angeflogen werden kann. Ausnahmen sind Sydney in Australien und Auckland in Neuseeland. Die A350-1000 kommt 450 km weiter bei 369 Sitzplätzen, aber auch das reicht nicht bis Sydney. Aber diese Maschine könnte Athen mit Sydney direkt verbinden.

Die beiden Dreamliner-Varianten haben eine etwas höhere Reichweite (14.500 bis 15.372 km) bei geringerer Kapazität (242 und 280 für 787-8 beziehungsweise 787-9). Auch diese Maschinen sind erfolgreich und können nicht kurzfristig mit der Hoffnung auf baldige Auslieferung bestellt werden. Zum Vergleich: Boeings 777-200LR Worldliner schafft über 17.000 km, allerdings mit deutlich reduzierter Sitzplatzkapazität verglichen mit anderen 777-Modellen. Airbus' A340-500 schafft knapp unter 17.000 km.

Mit dem Dreamliner 787 und dem A350 XWB verlieren gleichzeitig vierstrahlige Jets an Bedeutung. Der A340 wird ohnehin nicht mehr produziert, allerdings sind lebensverlängernde Maßnahmen geplant, die dem alten Jet eine Kapazitätssteigerung auf das Niveau der 747-400 bringen werden. Diese Maschine von Boeing wird zudem langsam bei den Fluggesellschaften ausgeflottet. Boeings Ersatz, die B747-8i, ist hingegen nicht erfolgreich genug. Hauptkunde ist die Lufthansa mit mehr als der Hälfte der bisher bestellten Maschinen. Langfristig wird damit Airbus' A380 die einzige weit verbreitete Passagiermaschine mit vier Triebwerken sein.

Frankfurt wird als Erstes im Liniendienst des A350 bedient

Nach derzeitigem Stand wird der Airbus A350 XWB zuerst auf der Strecke von Doha (Katar) nach Deutschland eingesetzt. Für den täglichen Liniendienst werden die Flughäfen Hamad International Airport (DOH/OTHH) und Frankfurt am Main (FRA/EDDF) miteinander verbunden, wie Airbus angibt. Mit einer Distanz von rund 4.800 km und einer Flugzeit von etwa 6 Stunden nutzt Qatar damit nicht die volle Leistungsfähigkeit des Flugzeugs aus.

Airbus' A350 XWB lässt sich leicht erkennen. Die sehr runden Winglets an den Flügelspitzen sind bei anderen Maschinen nicht so ausgeprägt.


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