Air Display und iScreen iPad 3 als ultrahochauflösendes externes Display

Apps wie Air Display und iScreen können mittlerweile auch die volle Displayauflösung des iPad 3 nutzen. Damit wird das neue Apple-Tablet zu einem externen Display mit 2.048 x 1.536 Pixeln - am Mac oder am PC.

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Nach iScreen kann nun auch Air Display das iPad 3 bei voller Displayauflösung zum externen Monitor zweckentfremden. Damit stehen Windows- und Mac-OS-X-Nutzern dann die 2.048 x 1.536 Pixel des 10-Zoll-Tablets wie ein regulärer Bildschirm zur Verfügung.

Auf dem PC oder Mac muss bei Air Display jeweils ein Treiber installiert und ein Neustart ausgeführt werden. IScreen hingegen unterstützt bisher nur Macs, eine Verbindung mit einem Windows-Rechner ist nicht möglich. Die Übertragung der Bildinhalte auf den iPad-Monitor erfolgt jeweils über das lokale WLAN.

Ausprobiert

Ein kurzer Test mit Air Display 1.6 und iScreen 3.0 mit einem Macbook Air hat ergeben, dass das ebenso unproblematisch funktioniert wie bei den alten iPads - allerdings sollten keine Wunder erwartet werden, wenn es um die Darstellungsgeschwindigkeit geht.

Das Verschieben und Vergrößern von Fenstern erfolgt bei der hohen Auflösung mit spürbarer Verzögerung. Die Videowiedergabe im Browserfenster ist trotzdem gut; solange man nicht den Vollbildmodus aktiviert, denn dann wird die Wiedergabe sehr ruckelig unter Auslassung vieler Einzelbilder. Bei iScreen kann noch etwas mit der Kompression des Bildsignals getrickst werden, aber das führt dann schnell zu Artefakten.

Der Touchscreen des iPads lässt sich bei beiden Apps als Mausersatz nutzen, so dass nicht notwendigerweise erst der Mauszeiger auf den zusätzlichen Bildschirm verschoben werden muss. So ist es etwa möglich, im Finder mehrere Dateien und Verzeichnisse durch Ziehen des Fingers zu markieren. Auch eine virtuelle Tastatur wird geboten. Die von iOS gewohnten Gesten, etwa Spreizgesten, können aber weder Air Display noch iScreen umsetzen.

Die hohe Auflösung in Kombination mit dem für Notebook- und Desktop-PC-Verhältnisse kleinen Tabletdisplay lässt die Bildschirminhalte extrem klein erscheinen, allerdings bei hoher Bildschärfe und mit vielen Details. In den Monitoreinstellungen unter Mac OS X lässt sich deshalb der HiDPI-Modus aktivieren, den Air Display im Unterschied zu iScreen bereits unterstützt. Menüs und Fenster werden dann so dargestellt, als ob die Auflösung 1024 x 768 Pixel beträgt, die Schrift wird aber mit voller Auflösung gerendert. Bei iScreen zeigt Mac OS X zwei HiDPI-Auflösungen an, es kann aber keine von ihnen genutzt werden.

Spielerei?

Die Installation von Air Display ist minimal bequemer, es ist vorteilhaft, nicht nur auf den Mac beschränkt zu sein und die Nutzung wird gleich in der App mit Hilfe zweier Videos erklärt. Zudem wird unter Mac OS X die HiDPI-Darstellung bereits unterstützt. Dafür steht der iScreen-Bildschirm bei aktivierter voller iPad-3-Auflösung in der aktuellen Version etwas schneller zur Verfügung. Letztlich leisten Air Display und iScreen aber im Funktionsumfang und Bedienungskomfort größten Teils das Gleiche.

Ob Spielerei oder praktischer Nutzen, mit seiner 10-Zoll-Bilddiagonalen ist das iPad 3 ein ungewöhnlicher externer Monitor. Und er kostet Geld: Für Air Display verlangt Softwareanbieter Avatron 7,99 Euro, während Konkurrent Drahtwerk seine iScreen-App gerade zum halben Preis in Höhe von 3,99 Euro anbietet.

Nachtrag vom 4. April 2012, 13 Uhr

Der Artikel wurde um Informationen zu HiDPI unter Mac OS X erweitert, die Galerie zeigt den speziellen Darstellungsmodus ebenfalls.


Raumzeitkrümmer 04. Apr 2012

Wenn aber die "Werkzeugliste" auf dem iPad liegt und einfach durch ein Fingertippen...

Raumzeitkrümmer 04. Apr 2012

Das ist nicht alleine ein Problem des Tablets. Es geht ja darum, dass der Anschluss für...

DeeZiD 04. Apr 2012

Jep, nennt sich ebenfalls Airdisplay: https://play.google.com/store/apps/details?id=com...

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