Aicloud Asus-Router verraten Passwort im Klartext per Internet

In zahlreichen Routermodellen von Asus steckt eine schwere Sicherheitslücke. Ist die Funktion Aicloud aktiviert, können die von außen zugänglichen Dateien auf USB-Speichern des Routers ausgelesen werden. Auch ein Angriff auf Freigaben im lokalen Netz ist so möglich.

Anzeige

Der Sicherheitsforscher Kyle Lovett weist per Bugtraq auf eine Lücke in zahlreichen Routermodellen von Asus hin. Durch einen recht einfachen Angriff ist es dabei möglich, auf die unverschlüsselt gespeicherten Konfigurationsdateien der Router per Internet zuzugreifen. Darin ist auch das Passwort für die Funktion Aicloud gespeichert.

Wenn ein Angreifer es in seinen Besitz bringt, kann er damit auf die Inhalte von USB-Medien zugreifen, die an den Router angeschlossen sind. Die Lücke steht in Verbindung mit einer früher auf den Geräten entdeckten Schwachstelle bei Samba-Freigaben, genauer: Das Root-Dateisystem des internen Webservers ist durch Directory Traversal erreichbar. Durch diesen Fehler ist es auch nicht auszuschließen, dass ein Angreifer Zugriff auf die Windows-Freigaben im lokalen Netz des Routerbesitzers bekommt.

Zusätzlich reagieren die betroffenen Geräte auch auf UPnP-Anfragen aus dem Internet, was eine weitere Schwachstelle ist. Kyle Lovett rät daher dazu, UPnP und Aicloud abzuschalten. Die Nutzung der Cloud-Funktion der Router ist dann aber nicht mehr möglich. Auch das Passwort für die Aicloud sowie den WLAN-Schlüssel sollte der Anwender austauschen, um das möglicherweise kompromittierte Netz zu schützen.

Update für zwei Modelle schon vorhanden

Der Sicherheitsexperte hat sich zu einer Veröffentlichung der Lücke entschlossen, da er bereits im Juni 2013 erste Ergebnisse veröffentlicht hat und Asus seiner Darstellung zufolge die Besitzer der Router seitdem nicht gewarnt oder den Fehler behoben hat. Das Unternehmen sagte Golem.de, dass derzeit an neuer Firmware gearbeitet werde.

Die gibt es bereits für die Modelle RT-AC66U und RT-N66U auf einer eigenen Downloadseite. Auch die weiteren betroffenen Modelle sollen bald ein Update erhalten, es sind laut Kyle Lovett die Geräte RT-AC66R, RT-N66R, RT-AC56U, RT-N56R, RT-N56U, RT-N14U, RT-N16 und RT-N16R. Auch Asus rät bei diesen Geräten dazu, die Aicloud vorerst abzuschalten.


beaver 17. Jul 2013

Na viel Spaß mit dem "Support" von Asus. Der ist teilweise sogar noch schlimmer als der...

jaegerschnitzel 17. Jul 2013

danke für die Aufmunterung am Morgen ;-)

SoniX 16. Jul 2013

Das versteh ich :-D

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler ASP.NET (m/w)
    MWG-Biotech AG, Ebersberg (Großraum München)
  2. Akademischer Mitarbeiter (m/w)
    Hochschule Furtwangen, Furtwangen
  3. IT-Trainee (m/w)
    Allianz Deutschland AG, Stuttgart
  4. Software Entwickler (TTS) (m/w)
    Continental AG, Villingen-Schwenningen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  2. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende

  3. Flappy 48

    Zahlen statt Vögel

  4. Port 32764

    Netgear will angebliche Router-Lücke schließen

  5. Darknet

    Grams - eine Suchmaschine für Drogen

  6. Kitkat-Smartphone

    Samsungs Galaxy Ace Style kommt früher

  7. Netmundial-Konferenz

    Netzaktivisten frustriert über "Farce" der Internetkontrolle

  8. Zalando

    Onlinekleiderhändler schließt einen Standort

  9. Apple vs. Samsung

    Google versprach Samsung Hilfe im Patentstreit mit Apple

  10. Deadcore

    Indiegames-Turmbesteigung für PC, Mac und Linux



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Techniktagebuch auf Tumblr: "Das Scheitern ist viel interessanter"
Techniktagebuch auf Tumblr
"Das Scheitern ist viel interessanter"

Im Techniktagebuch schreiben zwei Dutzend Autoren über den Alltag mit Computern, Handys und anderen Geräten. Im Gespräch mit Golem.de erläutert die Initiatorin Kathrin Passig, warum nicht jeder Artikel eine Pointe und nicht jeder Autor ein hohe Technikkompetenz haben muss.


Radeon R9 295X2 im Test: AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile
Radeon R9 295X2 im Test
AMDs Wassermonster für 1.000-Watt-Netzteile

Hybridkühlung, 50 Ampere auf der 12-Volt-Schiene - AMDs neue Dual-GPU-Grafikkarte ist ein kompromissloses Monster. In gut ausgestatteten High-End-PCs läuft sie dennoch problemlos und recht leise, und das so schnell, dass auch 4K-Auflösung mit allen Details spielbar wird.

  1. Grafiktreiber von AMD Catalyst 14.4 nicht nur für 295X2 öffentlich verfügbar
  2. Globalfoundries-Kooperation mit Samsung AMDs Konsolengeschäft kompensiert schwache CPU-Sparte
  3. Nvidia Maxwell Geforce GTX 750 und GTX 750 Ti im Februar

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


    •  / 
    Zum Artikel