Aerovelo: Fahrrad-Helikopter gewinnt den AHS-Sikorsky-Preis
Muskelkrafthubschrauber beim Rekordflug (Bild: Aerovelo)

Aerovelo Fahrrad-Helikopter gewinnt den AHS-Sikorsky-Preis

Seit 1980 wird mit Hilfe des AHS-Sikorsky-Preises nach einem Hubschrauber gesucht, der nur mit Hilfe der Kraft von menschlichen Muskeln abhebt. Der Aerovelo Atlas hat den Preis nun gewonnen. Die Flugdauer überschreitet nur knapp die Mindestanforderungen des mit 250.000 US-Dollar dotierten Preises.

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Der Aerovelo ist der erste rein menschlich betriebene Hubschrauber, der den AHS-Sikorsky-Preis gewonnen hat. Mit einer Flugdauer von 64,11 Sekunden und einer Flughöhe von gerade einmal 3,3 Metern schaffte es der Atlas genannte Quadrocopter mit Hilfe eines umgebauten Fahrrads als Antrieb knapp, die Bedingung für den Preis zu erfüllen.

Dabei gilt es laut dem Regelwerk, mindestens kurzzeitig eine Höhe von 3 Metern zu erreichen und für einen Zeitraum von 60 Sekunden in der Luft zu bleiben. Zudem darf sich das Gefährt als Hubschrauber nicht allzu weit von seiner Startposition wegbewegen. Der Schwebeflug muss also gelingen. Während des Rekordversuchs driftete der Hubschrauber 9,8 Meter innerhalb einer Halle. Offenbar allerdings nicht nur in eine Richtung, denn erlaubt war eine Bewegung innerhalb einer 10-x-10-Meter-Box. In gewissen Grenzen ist der Quadrocopter durch Gewichtsverlagerung steuerbar, wie anhand einiger Videos zu sehen ist. Aufgrund des Quadrocopter-Designs ist der Hubschrauber zudem eigenstabil. Herkömmliche Hubschrauber mit Heckrotor brauchen ständige Korrekturen, um stabil in der Luft zu bleiben.

Im Unterschied zu Starrflüglern brauchen Flugzeuge des Drehflügler-Typs wie eben der Quadrocopter Atlas deutlich mehr Kraft, um in der Luft zu bleiben. Eine entsprechend effiziente Konstruktion kam deswegen lange nicht auf. Schließlich ist der AHS-Sikorsky-Preis schon vor über 30 Jahren ausgelobt worden. Ursprünglich gab es dafür nur 10.000 US-Dollar Preisgeld, das früh auf 25.000 und 2009 auf eine viertel Million US-Dollar angehoben wurde.

Die Konstruktion des Atlas ist für einen Hubschrauber sehr groß. 58 Meter ist der Hubschrauber breit. Das ist nur 2,30 Meter weniger als die Spannweite eines Airbus A330, einem Langstreckenflieger. Trotzdem wiegt das Gefährt gerade einmal 52 kg inklusive der vier 20-Meter-Rotoren und einem Fahrrad als Antrieb in der Mitte.

Jetzt, wo der Preis vergeben wurde, soll es bald einen neuen Preis in der Kategorie geben. Details wurden noch nicht genannt. Denkbar wäre eine zu schaffende Distanz, schließlich haben Muskelkraft-Starrflügler schon längst den Ärmelkanal überwunden.


Lala Satalin... 15. Jul 2013

Ich verstehe nicht, was du damit sagen willst... Aber okay...

Lala Satalin... 15. Jul 2013

Damals war der Zuse3 durchaus zu gebrauchen, aber egal....

Bouncy 15. Jul 2013

Ah ja, na damit sollte thematisch ja alles klar sein^^

BlackPhantom 13. Jul 2013

Danke dir, wenn ich es doch noch finde schreibe ich den Namen und ggf. Link zum Video...

xnu!7 13. Jul 2013

@golem: "Im Unterschied zu Starrflüglern brauchen Flugzeuge des Drehflügler-Typs wie eben...

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