Adressbuchabgleich: Whatsapp wird von Datenschützern kritisiert
Whatsapp-Logo (Bild: Whatsapp)

Adressbuchabgleich Whatsapp wird von Datenschützern kritisiert

Weil Whatsapp alle Kontakte der Adressbücher seiner Nutzer automatisch abgleicht, verstößt der Instant-Messaging-Dienst gegen kanadische und niederländische Datenschutzgesetze. Nutzer sollten selbst entscheiden können, was sie mit dem Dienst teilen möchten, kritisieren Datenschützer beider Länder.

Anzeige

Trotz aller Kritik ist Whatsapp nach wie vor einer der beliebtesten Instant-Messaging-Dienste. Mehrere Milliarden Nachrichten werden laut dem Unternehmen täglich verschickt. Daran dürfte auch der Bericht niederländischer und kanadischer Datenschutzbehörden nichts ändern, der jetzt laut Reuters veröffentlicht wurde.

Darin wird kritisiert, dass Whatsapp beim Adressbuchabgleich automatisch auf alle Telefonnummern zugreift - egal ob von Nutzern oder Nichtnutzern. Der Aufsichtsratsvorsitzende der niederländischen Datenschutzbehörde, Jacob Kohnstamm, erklärte: "Beide, Nutzer und Nichtnutzer, sollten die Kontrolle über ihre Daten haben und frei entscheiden können, welche Kontakte sie mit Whatsapp teilen wollen." Alles andere widerspreche den Datenschutzgesetzen.

Laut den Datenschützern habe sich das kalifornische Unternehmen aber bereiterklärt, bei seinem Dienst nachzubessern. Nutzer sollen in Zukunft nach der Erlaubnis gefragt werden, ob Whatsapp auf das Adressbuch zugreifen dürfe. Kontakte könnten auch nachträglich noch hinzugefügt werden.

Das ist nicht das erste Mal, dass Whatsapp auf die Kritik von Datenschützern reagiert. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen eine Verschlüsselung für die Übertragung von Nachrichten eingerichtet.

Trotzdem werde man Whatsapp weiterhin im Auge behalten, teilten die Datenschützer mit. Sollte das Unternehmen weiterhin gegen Datenschutzgesetze verstoßen und die Privatsphäre seiner Nutzer nicht ernst nehmen, ziehe man auch rechtliche Schritte in Betracht.

Whatsapp hatte in den vergangenen Monaten negative Schlagzeilen gemacht. Unter anderem konnten Nachrichten im Klartext mitgelesen werden. Außerdem soll es möglich gewesen sein, im Namen einer anderen Person Nachrichten zu senden und zu empfangen. Wir haben einige Alternativen zu dem Instant Messenger vorgestellt.


chrulri 30. Jan 2013

Nein. Der Pizzabäcker von nebenan kann dir ja auch einfach eine SMS schreiben wenn er...

chrulri 30. Jan 2013

Wurde schon alles gesagt.

matok 30. Jan 2013

Das ist richtig. Zum Glück hat man aber noch die Wahl, ob man den Diensten die wirklich...

Panzergerd 29. Jan 2013

Joyn läuft ja bei den Providern selber, d.h. die können Daten auf einer niedrigeren Ebene...

chrulri 29. Jan 2013

Kannst ja auch einfach alle Telefonnummern der Welt in deiner Kontaktliste haben, dann...

Kommentieren



Anzeige

  1. Produktmanager für digitales Entertainment / Product Owner (m/w)
    Media-Saturn Deutschland GmbH, Ingolstadt
  2. Systemadministrator (m/w) Windows
    KDO Personaldienste, Oldenburg
  3. Manager (m/w) Softwareentwicklung
    WTS Group AG Steuerberatungsgesellschaft, Erlangen (Raum Nürnberg)
  4. Projektleiter Software Standardisierung (m/w) Schwerpunkt Fördertechnik
    Dürr Systems GmbH, Bietigheim-Bissingen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Software Development Kit

    Linux-Support und geringere Latenz für Oculus Rift

  2. Big Brother Awards

    Österreich prämiert die EU Kommission und Facebook

  3. iFixit

    Touch-ID-Sensor im iPad mini 3 mit Klebstoff befestigt

  4. Illegales Streaming

    Razzien gegen Betreiber von Kinox.to

  5. Android 4.4.2

    Kitkat-Update für Motorola Razr HD wird verteilt

  6. Galaxy Note 4

    4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat

  7. Archos 50 Diamond

    LTE-Smartphone mit Full-HD-Display für 200 Euro

  8. Test Dreamfall Chapters Book One

    Neue Episode von The Longest Journey

  9. iPad Air 2 im Test

    Toll, aber kein Muss

  10. Nocomentator

    Filterkiste blendet Sportkommentare aus



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Ubuntu 14.10: Zum Geburtstag kaum Neues
Ubuntu 14.10
Zum Geburtstag kaum Neues
  1. Thomas Voß "Mir ist in zwei Jahren relevanter als Wayland"
  2. Ubuntu Unity 8 soll Standard in 16.04 werden
  3. Ubuntu Unity-Lockscreen-Bug kann Passwort verraten

Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Raumfahrt Mondrover Andy liefert Bilder für Oculus Rift
  2. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  3. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

    •  / 
    Zum Artikel