Adobe 17 Flash-Player-Sicherheitslücken, Angriff auf Adobe Reader

Nur wenige Tage, nachdem Adobe für den Flash Player einen Sicherheitspatch veröffentlicht hat, gibt es nun einen weiteren. Dieses Mal werden gleich 17 Sicherheitslücken geschlossen. Eine Sicherheitslücke im Adobe Reader wird derzeit aktiv ausgenutzt, einen Patch gibt es noch nicht.

Anzeige

Adobe warnt vor einer Zero-Day-Sicherheitslücke im Adobe Reader und in Acrobat. Beide PDF-Applikationen enthalten ein Sicherheitsloch, das bereits aktiv ausgenutzt wird. Adobe liefert keine Angaben dazu, was Angreifer über die Sicherheitslücke erreichen können. Es ist aber davon auszugehen, dass durch Attacken Unbefugte Schadcode auf fremde Systeme bringen, um diese kontrollieren zu können. Adobe untersucht den Vorfall noch und will so schnell wie möglich einen Sicherheitspatch für den Adobe Reader und für Acrobat veröffentlichen.

Zweiter Flash-Player-Patch innerhalb weniger Tage

Erst Ende vergangener Woche hatte Adobe für den Flash Player einen Notfallpatch veröffentlicht, weil zwei Sicherheitslücken in der Software bereits aktiv ausgenutzt wurden. Nun folgt wenige Tage später die Veröffentlichung eines Sammelpatches für den Flash Player. Damit werden insgesamt 17 weitere Sicherheitslücken im Flash Player geschlossen. 16 der 17 Sicherheitslecks können von Angreifern zur Ausführung beliebigen Programmcodes missbraucht werden. Ein Sicherheitsloch kann zum Ausspähen vertraulicher Daten verwendet werden. Adobe macht keine Angaben dazu, ob die Fehler bereits aktiv ausgenutzt werden.

Die 17 Sicherheitslücken sind in allen aktuellen Versionen des Flash Players für Windows, Mac OS, Linux und Android enthalten. Windows-Nutzer können sich den aktuellen Flash Player mit der Version 11.6.602.168 über Adobes Webseite herunterladen. Für Mac-OS-Nutzer wurde die Version 11.6.602.167 veröffentlicht. Für Nutzer einer älteren Version hat Adobe für die Windows-Plattform den Flash Player 10.3.183.63 und für Mac OS die Version 10.3.183.61 zum Herunterladen bereitgestellt. Linux-Nutzer können den Flash Player 11.2.202.270 installieren.

Googles Chrome-Browser und Microsofts Internet Explorer 10 für Windows 8 erhalten laut Adobe eine aktualisierte Version, mit der die Sicherheitslücken im Flash-Player-Plugin beseitigt werden. Dieser Flash Player trägt dann die Versionsnummer 11.6.602.167.

Ein Update des Flash Players für Android 2.x sowie 3.x und Android 4.x ist über Googles Play Store zu bekommen. Dazu muss die App bereits auf dem Android-Gerät installiert sein, denn seit Mitte August 2012 gibt es den Flash Player nicht mehr im Play Store. Für Android 2.x und 3.x lautet die aktuelle Versionsnummer 11.1.111.43 und für Android 4.x gibt es die Version 11.1.115.47.

Sicherheitslücken betreffen auch AIR

Auch für AIR von Adobe steht ein Update bereit, um die oben genannten Flash-Player-Sicherheitslücken zu schließen. Windows- und Mac-OS-Anwender sollten AIR 3.6.0.597 installieren. Für Android-Geräte steht AIR ebenfalls in der Version 3.5.0.1060 in Googles Play Store als Download zur Verfügung.

Patch für Shockwave Player erschienen

Parellel zu den Updates für den Flash Player und für AIR hat Adobe ein Sicherheitsupdate für den Shockwave Player veröffentlicht. Mit der Version 12.0.0.112 des Shockwave Players werden zwei Sicherheitslücken geschlossen, die beide zur Ausführung von Schadcode missbraucht werden können.


couchpotato 15. Feb 2013

Sehr Interessant, danke für die ausführliche Antwort. Was mich stört, ist, das die...

nick75 13. Feb 2013

Schon lange. Allerdings nur wenn man als Admin einen (kostenlosen) internen...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Projektleiter/in
    Landeshauptstadt München, München
  2. IT-Programmmanager/-in für komplexe Softwareeinführungsprojekte
    Dataport, Hamburg
  3. IT-Spezialist (m/w) für Anwendungsentwicklung
    Versicherungskammer Bayern, München
  4. Ingenieur (m/w) Materialflusssimulation / Intralogistiksysteme
    BEUMER Maschinenfabrik GmbH & Co. KG, Beckum (Raum Münster, Dortmund, Bielefeld)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Verband

    "Uber-Verbot ruiniert Ruf der Startup-Stadt Berlin"

  2. Kabel Deutschland

    2.000 Haushalte zwei Tage von Kabelschaden betroffen

  3. Cridex-Trojaner

    Hamburger Senat bestätigt großen Schaden durch Malware

  4. Ubuntu 14.04 LTS im Test

    Canonical in der Konvergenz-Falle

  5. Überwachung

    Snowden befragt Putin in Fernsehinterview

  6. Bleichenbacher-Angriff

    TLS-Probleme in Java

  7. Cyanogenmod-Smartphone

    Oneplus One kann nur auf Einladung bestellt werden

  8. Heartbleed-Bug

    Strato und BSI warnen Nutzer

  9. Gameface Labs Mark IV

    Virtuelle, drahtlose Android-Realität mit 1440p

  10. Verbraucherwarnung

    Nokia ruft Netzteile des Lumia 2520 zurück



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Cortana im Test: Gebt Windows Phone eine Stimme
Cortana im Test
Gebt Windows Phone eine Stimme

Mit Windows Phone 8.1 bringt Microsoft nicht nur lange vermisste Funktionen wie die zentrale Benachrichtigungsübersicht auf das Smartphone, sondern auch die Sprachassistentin Cortana. Diese kann den Alltag tatsächlich erleichtern - und singen.

  1. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  2. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone
  3. Microsoft Internet Explorer 11 für Windows Phone

Wolfenstein The New Order: "Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"
Wolfenstein The New Order
"Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"

B. J. Blazkowicz muss demnächst wieder die Welt retten - in einem Wolfenstein aus Schweden. Im Interview hat Golem.de mit Andreas Öjerfors, dem Senior Gameplay Designer, über verbotene Inhalte, die KI und Filmvorbilder von The New Order gesprochen.

  1. The New Order Wolfenstein erscheint ohne inhaltliche Schnitte
  2. Wolfenstein angespielt Agent Blazkowicz in historischer Mission
  3. Bethesda Zugang zur Doom-Beta führt über Wolfenstein

    •  / 
    Zum Artikel