Abo
  • Services:
Anzeige
Virtuell und real: Mehr Freiheiten als in der physikalischen Welt
Virtuell und real: Mehr Freiheiten als in der physikalischen Welt (Bild: Moritz Bächer)

Addon: Aus der Animationssoftware auf den 3D-Drucker

Virtuell und real: Mehr Freiheiten als in der physikalischen Welt
Virtuell und real: Mehr Freiheiten als in der physikalischen Welt (Bild: Moritz Bächer)

Ein Addon für Animationssoftware ermöglicht es, eine virtuelle Figur direkt von einem 3D-Drucker aufbauen zu lassen. Die Software, die von Pixar mitfinanziert wurde, soll es Designern ermöglichen, ihre Entwürfe in der Realität zu überprüfen.

Eine Gruppe von Informatikern aus den USA und Deutschland hat ein Addon für Animationssoftware entwickelt, das es ermöglicht, ein virtuelles 3D-Modell direkt auf einen 3D-Drucker auszugeben. Das soll den Designern helfen, ihre Kreationen zu testen.

Mehr Freiheiten

Mit dem Addon, das Moritz Bächer und seine Kollegen von der Harvard-Universität, der Cornell Universität und der Technischen Universität in Berlin entwickelt haben, sollen die Designer ihre Modelle auf Tauglichkeit für die reale Welt überprüfen können. Damit können sie aus der Animationssoftware heraus ihre Modelle auf einen 3D-Drucker ausgeben, der ein bewegliches Objekt aufbaut.

Anzeige

Ausgangspunkt war die Evolutionssimulation Spore, in der der Spieler beispielsweise einen sechsbeinigen Dinosaurier erschaffen kann. Die Software analysiert das Modell und erfasst, wo sich Gelenke befinden müssen, damit sich die ausgedruckte Figur später genauso bewegen kann wie das digitale Vorbild. Dabei wird auch geprüft, ob das Gelenk als Scharnier oder als Kugelgelenk ausgeführt wird. Zudem werden die Körperteile angepasst, damit sie die Gelenke tragen können.

Scharnier oder Kugelgelenk

Ist das Modell berechnet, wird es an den 3D-Drucker ausgegeben. So könne der Designer seine Kreation als Objekt in der realen Welt betrachten und gegebenenfalls überprüfen. "Bei Animationen versucht man nicht unbedingt, die physikalische Welt perfekt zu modellieren. Es reicht, wenn das Modell überzeugend aussieht", erklärt Projektleiter Bächer von der Harvard-Universität.

  • Figur aus Spore nach der Augabe auf dem 3D-Drucker (Bild: Moritz Bächer)
  • Aus einem virtuellen Modell wird ein bewegliches Objekt. (Bild: Moritz Bächer)
  • Die Entwicklung der Software wurde von Pixar mit finanziert. (Bild: Moritz Bächer)
Figur aus Spore nach der Augabe auf dem 3D-Drucker (Bild: Moritz Bächer)

Da die Designer in einer virtuellen Welt nicht an physikalische Gesetze gebunden seien, hätten sie viel mehr Freiheiten. Sie könnten Figuren ersinnen, die in der realen Welt nicht einmal schafften aufzustehen. Die ausgedruckte Figur hingegen können sie in die Hand nehmen, mit ihr experimentieren, sie verschiedene Posen einnehmen lassen. "Ich denke, es hilft den Künstlern und Animationsdesignern zu sehen, wie das in der Realität wirklich ist", sagt Bächer.

Figur mit Elektronik

Derzeit können nur starre Figuren mit einem 3D-Drucker erstellt werden. Sie bewegen sich also nur so, wie die Gelenke es zulassen. Elastische Figuren, die sich auch anders verformen lassen, sind mit der von Bächer und seinen Kollegen eingesetzten Technik nicht zu bauen. Der Projektleiter denkt ohnehin schon weiter: "Vielleicht entwickelt in Zukunft jemand einen 3D-Drucker, der den Körper und elektronische Bauteile in einem Stück druckt." Dann wäre es möglich, gleich eine animierte Figur aufbauen zu lassen, die dann munter über den Schreibtisch läuft.

Die Informatiker um Bächer beschreiben ihre Software in der Fachpublikation Transactions on Graphics und werden sie in der kommenden Woche auf der Siggraph vorstellen. Die Entwicklung des Addons wurde vom Animationsstudio Pixar mitfinanziert. Die Konferenz über Computergrafik findet vom 5. bis zum 9. August in Los Angeles statt.


eye home zur Startseite
staeff 02. Aug 2012

Auch wenn es am Witz vorbei geht. Die haben es geschafft hochbewegliche Figuren zu drucken.

der kleine boss 01. Aug 2012

Anscheinend machen dies ja mit spore, welches ich jetzt nicht als animationssoftware...

Anonymer Nutzer 01. Aug 2012

http://www.forbes.com/sites/markgibbs/2012/07/28/the-end-of-gun-control/ Endlich mal gute...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. BLANCO GmbH + CO KG, Oberderdingen
  2. Daimler AG, Stuttgart
  3. RUAG Ammotec GmbH, Fürth (Region Nürnberg)
  4. über Hanseatisches Personalkontor Bodensee, Raum Konstanz/Bodensee


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 308,95€ (Bestpreis)

Folgen Sie uns
       


  1. Ausfall

    Störung im Netz von Netcologne

  2. Cinema 3D

    Das MIT arbeitet an 3D-Kino ohne Brille

  3. AVM

    Hersteller für volle Routerfreiheit bei Glasfaser und Kabel

  4. Hearthstone

    Blizzard feiert eine Nacht in Karazhan

  5. Gmane

    Wichtiges Mailing-Listen-Archiv offline

  6. Olympia

    Kann der Hashtag #Rio2016 verboten werden?

  7. Containerverwaltung

    Docker für Mac und Windows ist einsatzbereit

  8. Drosselung

    Telekom schafft wegen intensiver Nutzung Spotify-Option ab

  9. Quantenkrytographie

    Chinas erster Schritt zur Quantenkommunikation per Satellit

  10. Sony

    Absatz der Playstation 4 weiter stark



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Verbindungsturbo: Wie Googles Rack TCP deutlich schneller machen soll
Verbindungsturbo
Wie Googles Rack TCP deutlich schneller machen soll
  1. Black Hat 2016 Neuer Angriff schafft Zugriff auf Klartext-URLs trotz HTTPS
  2. Anniversary Update Wie Microsoft seinen Edge-Browser effizienter macht
  3. Patchday Microsoft behebt Sicherheitslücke aus Windows-95-Zeiten

Headlander im Kurztest: Galaktisches Abenteuer mit Köpfchen
Headlander im Kurztest
Galaktisches Abenteuer mit Köpfchen
  1. Hello Games No Man's Sky braucht kein Plus und keine Superformel
  2. Hello Games No Man's Sky droht Rechtsstreit um "Superformel"
  3. Necropolis im Kurztest Wo zum Teufel geht es weiter?

Elementary OS Loki im Test: Hübsch und einfach kann auch kompliziert sein
Elementary OS Loki im Test
Hübsch und einfach kann auch kompliziert sein
  1. Linux-Distribution Ubuntu diskutiert Ende der 32-Bit-Unterstützung
  2. Dells XPS 13 mit Ubuntu im Test Endlich ein Top-Notebook mit Linux!
  3. Aquaris M10 Ubuntu Edition im Test Ubuntu versaut noch jedes Tablet

  1. Re: Klar kann #Rio2016 verboten werden!

    Hanmac | 03:46

  2. Re: Wo ist der Haken?

    Funnyzocker | 03:31

  3. Re: Laut Winfuture wollen die sogar das Wort...

    Schläfer | 03:05

  4. Re: optische Täuschung

    Baladur | 02:59

  5. Re: Gut das ich das updatesystem "deinstalliert...

    AnonymerHH | 02:30


  1. 18:21

  2. 18:05

  3. 17:23

  4. 17:04

  5. 16:18

  6. 14:28

  7. 13:00

  8. 12:28


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel