USB Condom
USB Condom (Bild: int3.cc)

Adapter USB-Kondom gegen Schadsoftware per Fake-Netzteil

Netzteile und USB-Schnittstellen an fremden Rechnern erhöhen die Gefahr für Smartphone-Benutzer, sich mit Schadsoftware zu infizieren. Dagegen soll ein spezieller USB-Adapter helfen, der nur Strom, aber keine Daten durchlässt.

Anzeige

Gegen Hacks über die USB-Schnittstelle von Smartphones und Tablets, die einfach nur an fremden Netzteilen und Rechnern geladen werden sollen, hat int3.cc eine Lösung gefunden. Mit dem "USB Condom" soll die Gefahr von Angriffen über das Ladekabel gebannt werden - die USB-Schnittstelle dieses Adapters ist nicht voll belegt. Nur die Stromkontakte sind vorhanden.

Das USB-Kondom soll es mit Typ A auf Mini-USB-B- und Typ A auf Micro-USB-B-Steckverbindern geben - doch derzeit verweist der Hersteller darauf, dass die erste Charge ausverkauft sei. Die neue Adapterserie soll ab dieser Woche ausgeliefert werden. Ein Foto lieferte int3.cc bislang nicht.

Die Gefahr, sich über USB mit Schadsoftware anzustecken, ist vorhanden. Forscher der technischen Hochschule Georgia Institute of Technology hatten Anfang August 2013 ein Netzteil gebaut, das mit dem Einplatinenrechner Beagleboard ausgestattet ist und über USB Anwendungen auf dem mobilen Apple-Gerät installieren kann. Mactans, so der Name des Projekts, nutzt die Vertrauensseligkeit der Nutzer und die von iOS aus. Das iPhone behandelt den im Netzteil steckenden Rechner wie jeden anderen PC oder Mac und reagiert auf USB-Kommandos. Das klappt aber nur, wenn das iOS-Gerät nicht gesperrt ist. Die Forscher können dann eine App auf dem Gerät installieren, die nicht von Apple autorisiert ist. Das klappt mit einem Trick, der ein iOS-Entwicklerkonto voraussetzt.

Normalerweise dürfen nur von Apple freigegebene Apps auf iOS installiert werden. Anstelle eines Jailbreaks, der diese Restriktion umgeht, haben die Forscher einen ganz anderen Angriffsvektor gewählt. Entwickler dürfen ihre Anwendungen auch ohne Apples Prüfung installieren. Dazu muss ein sogenanntes Provisioning-Profil auf den mobilen Geräten installiert werden. Deren Geräte-ID (UDID) liest das Fake-Netzteil aus und schickt sie an Apple. Daraufhin wird das gewünschte Profil erzeugt und auf das iPhone kopiert. Nun steht der Weg frei, eigene Apps zu installieren.

In iOS 7 werden iOS-Benutzer allerdings gewarnt, wenn das Gerät mit einem Rechner statt mit einem gewöhnlichen Netzteil verbunden wird.


TuX12 17. Sep 2013

Exakt! Laut USB-Spezifikation dürfen Geräte, die sich am Host nicht anmelden, maximal...

Martin F. 17. Sep 2013

Meine 0,99-$-Importe hatten bislang immer volle Beschaltung.

thepiman 17. Sep 2013

Zu einfach? Außerdem lässt sich damit nicht genug Kohle machen.

sh4itan 17. Sep 2013

Einwand zur Kenntnis genommen, ich und viele meiner Kollegen scheinen keine Menschen zu...

robinx999 16. Sep 2013

ich bin mir eigentlich sicher das sie es teilweise bekommen auch ohne es anzufordern und...

Kommentieren



Anzeige

  1. Manager IT (m/w)
    Behr-Hella Thermocontrol GmbH, Lippstadt
  2. Elektrotechniker / Ingenieur Elektrotechnik (m/w) Bereich Software
    Hochland Natec GmbH, Heimenkirch im Allgäu
  3. Systemingenieur (m/w) für Netzwerktechnik
    DIEHL Informatik GmbH, Nürnberg
  4. Qualitäts-Manager Softwareentwicklung (m/w)
    Jobware Online-Service GmbH, Paderborn

 

Detailsuche


Top-Angebote
  1. NEU: Batman - 25th Anniversary [Blu-ray]
    7,97€
  2. NEU: Ich - Einfach unverbesserlich 1&2 - Weihnachts-Special [Blu-ray]
    22,97€
  3. TIPP: Caseking Early Christmas
    (u. a. VTX3D Radeon R9 290 X-Edition V2 4GB DDR5 229,90€)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       

  1. Zehn Jahre Entwicklung

    Network Manager 1.0 ist erschienen

  2. Star Citizen

    Galaktisches Update mit Lobby, Raketen und Cockpits

  3. Smrtgrips

    Die intelligenten Griffe fürs Fahrrad

  4. Messenger

    Whatsapp richtet Spam-Sperre ein

  5. Sony-Hack

    Die dubiose IP-Spur nach Nordkorea

  6. FreeBSD-Entwickler

    Linux-Foundation sponsert NTPD-Alternative

  7. Telefonabzocke

    Kaum weniger Beschwerden trotz hoher Bußgelder

  8. GSC Game World

    Entwicklerstudio von Stalker neu gegründet

  9. Android 5.0.2

    Erstes Nexus 7 erhält weiteres Lollipop-Update

  10. Anonymisierung

    Tor-Warnung verunsichert Betreiber von Exit Nodes



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Stacked Memory: Lecker, Stapelchips!
Stacked Memory
Lecker, Stapelchips!

Netzverschlüsselung: Mythen über HTTPS
Netzverschlüsselung
Mythen über HTTPS
  1. Websicherheit Chrome will vor HTTP-Verbindungen warnen
  2. SSLv3 Kaspersky-Software hebelt Schutz vor Poodle-Lücke aus
  3. TLS-Verschlüsselung Poodle kann auch TLS betreffen

Jahresrückblick: Was 2014 bei Golem.de los war
Jahresrückblick
Was 2014 bei Golem.de los war
  1. In eigener Sache Golem.de sucht (Junior) Concepter/-in für Onlinewerbung
  2. In eigener Sache Golem.de offline und unplugged
  3. In eigener Sache Golem.de sucht Videoredakteur/-in

    •  / 
    Zum Artikel