Acta CSU-Netzrat positioniert sich gegen Acta

Der CSU-Netzrat unter Führung von Dorothee Bär tagt am 16. März 2012 in München, und vieles des dort Diskutierten könnte der Netzcommunity oder Anhängern der Piratenpartei gefallen.

Anzeige

Der CSU-Netzrat lehnt Acta in der jetzigen Form ab. Das betont das Gremium in seinem aktuellen Positionspapier, das auf dem 2. CSU-Netzkongress am 16. März 2012 in München diskutiert wird.

Zwar entspreche das internationale Handelsabkommen zur Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen und Produktpiraterie weitgehend dem, was im deutschen Urheberrecht schon heute geregelt sei. Doch gebe es ein dringendes Interesse an einer baldigen und vor allem fairen Urheberrechtsreform.

Dem trage Acta keine Rechnung. "Statt einer neuen Austarierung der Interessen der Urheber, Rechteverwerter und Nutznießer bleibt es bei dem überkommenen Schutz-und-Schranken-Modell, für das sich kein gesellschaftlicher Konsens mehr findet", erklärte der CSU-Netzrat.

Durchaus typisch für überkommene politische Denkmuster würden Maßnahmen wie das Three-Strikes-Out-Modell, Sperr-, Filter- und Kontrollzwänge erwogen, die sich vielfach bereits als technisch untauglich, unverhältnismäßig und wenig akzeptanzstiftend erwiesen hätten. "Dass diese mittlerweile aus dem Entwurf des Abkommens gestrichen wurden, erscheint wenig beruhigend."

Der von Dorothee Bär geführte CSU-Netzrat versteht sich als unabhängiges Beratungsgremium verschiedener Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Der Netzrat vertritt eine Linie gegen Netzsperren, Onlinedurchsuchung und Internetnutzungsverbote wie Three-Strikes-Out. Das Thema Vorratsdatenspeicherung wird im Positionspapier zwar ausgespart, doch auch dagegen hat sich Bär früher bereits positioniert.

"Für jedes Kind einen Tablet-PC"

Schwerpunkt des CSU-Netzkongresses ist die Bildungspolitik. Er fordert für jedes Kind einen Tablet-PC. "Zeitpunkt und Umfang für die Realisierung dieser Forderung" seien im Rahmen eines umfassenden Bildungs-IT- und Schulmodernisierungskonzepts mit Finanzierungsplan zu ermitteln, bei dem die heutigen Kosten für Schulbücher und sonstige Lernmaterialien zu berücksichtigen und gegenzurechnen seien.

Durch den Einsatz von digitalen Schulbüchern würde Aktualität und die Vollständigkeit der Lernmittel gewährleistet und Qualitätsverlust durch Abnutzung minimiert. Um die neuen Medien und technischen Geräte sinnvoll einsetzen zu können, seien urheberrechtliche Vereinfachungen und Anpassungen nötig, um rechtliche Grauzonen für Lehrer abzuschaffen.

Schulinterne Netzwerke sollten laut CSU-Netzrat den Informationsfluss zwischen Schule und Schülern ebenso wie zwischen Schule und Eltern erleichtern. Ein Verbot von Smartphones und ähnlichen Geräten auf dem Schulgelände sei ein "abzuschaffender Anachronismus".


mark_s 22. Mär 2012

Hier, für alle, die nicht wissen worum es geht: http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen...

__destruct() 19. Mär 2012

Billig aussehende Schulbücher können aber 30, 40 oder 50 Euronen kosten. Ich habe mal...

redwolf 19. Mär 2012

Ich glaube viele wählen die auch aus politischem Desinteresse oder weil es die Nachbarn...

clulfdp 18. Mär 2012

Mit ihrer 'Wir sind auch dagegen' und 'wollen auch modern sein' gewinnt die CSU...

Threat-Anzeiger 18. Mär 2012

meinen die wirklich Tablet-PCs, oder doch nur wieder iPads in der ein oder anderen form...

Kommentieren




Anzeige
  1. Software-Entwickler/in (.NET)
    neveling.net GmbH, Hamburg
  2. Inhouse Consultant (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  3. Foreign Trade Manager (m/w) / Process Manager GTS/IT
    Evonik Industries AG, Hanau
  4. IT-Projektmitarbeiter (m/w) DB / Logistiksoftware
    transmed Transport GmbH, Regensburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Xbox One

    Forza 5 und Halo-Serie von Spielberg kommen für Xbox One

  2. Microsoft

    Xbox One mit neuer Kinect und Blu-ray-Laufwerk

  3. Datennetz

    Bundesweite Störung beim mobilen Internet der Telekom

  4. Heavy Gear Assault

    Mech-Action auf Basis der Unreal Engine 4

  5. Superkondensator

    Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit

  6. Ruckus Wireless

    Telefonzellen werden zu Gratis-Hotspots

  7. Engine

    Unity-Basis kostenlos mit Mobile-Werkzeugen

  8. Drosselung

    Ein Drittel aller Filme wird als Video-on-Demand geliehen

  9. Wikileaks

    Wau-Holland-Stiftung kann nur noch die Server bezahlen

  10. Surface Pro im Test

    Microsofts Tablet überzeugt als Notebook



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sailfish-Smartphone: Jolla stellt "The Other Half" vor
Sailfish-Smartphone
Jolla stellt "The Other Half" vor

Jolla hat unter dem Namen "The Other Half" (Die andere Hälfte) sein erstes Smartphone mit dem Meego-Nachfolger Sailfish OS vorgestellt. Die Entwickler von Nokias einzigem Meego-Smartphone N9 bieten "Die andere Hälfte" mit 4,5-Zoll-Display ab sofort zur Vorbestellung an.

  1. Sailfish OS Erste Jolla-Smartphones Anfang Mai erhältlich
  2. Displayserver Wayland 1.1 mit neuen Weston-Backends
  3. Jolla SDK für Sailfish veröffentlicht

LG: Flexibles OLED für gewölbte Smartphones
LG
Flexibles OLED für gewölbte Smartphones

LG hat ein OLED-Display mit 5 Zoll großer Diagonale präsentiert, das flexibel ist und damit den Weg für gewölbte Smartphones freimacht. Auch ein 7 Zoll großes Display mit Full-HD-Auflösung in herkömmlicher LCD-Technik gehört zu den Neuheiten.

  1. Lotus XT Glas Neues Corning-Schutzglas für 2 Meter breite Bildschirme
  2. Smartphone Google bringt Galaxy S4 mit purem Android
  3. LG 55EA9800 Gebogener OLED-Fernseher mit 55 Zoll ist serienreif

Bezahldienst: Google Checkout wird eingestellt
Bezahldienst
Google Checkout wird eingestellt

Google stellt seinen Zahlungsdienst Checkout in sechs Monaten ein. Anbieter sollen stattdessen auf Google Wallet umsteigen.

  1. Google Wallet Geldversand per E-Mail
  2. Messenger iPhone-Nutzer sollen jährlich für Whatsapp zahlen
  3. Instant-Messaging Whatsapp für Blackberry 10 ist da

Zum Artikel