Abzockevorwurf: Computer Bild bleibt bei Bericht zu Ab-in-den-Urlaub.de
Bekannte Werbung von Unister (Bild: Unister)

Abzockevorwurf Computer Bild bleibt bei Bericht zu Ab-in-den-Urlaub.de

Trotz 17 Abmahnungen und einer Unterlassungserklärung bleibt Computer Bild bei seiner Darstellung. Lediglich die dpa-Tochter Ots hat eine Vorabmeldung vom Server genommen.

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Das Magazin Computer Bild nimmt trotz Abmahnung die Vorwürfe gegen das Internetunternehmen Unister nicht zurück. "Der Aufforderung von Unister, eine Unterlassungsverpflichtungserklärung bezogen auf einige Teile des Artikels abzugeben, kommt die Redaktion nicht nach", heißt es in einer Erklärung vom 4. Juli 2012.

Die dpa-Tochter Ots hat dagegen die Vorabmeldung der Computer Bild zum Thema von ihrem Server genommen.

Zu Unister gehören Flugbuchungsseiten wie Fluege.de und Billigfluege.de, die Online-Reisebüros Ab-in-den-Urlaub.de und Reisen.de, das Serviceportal Preisvergleich.de oder die Datingseite Partnersuche.de. Unister ist zudem an Flug24.de über die Travel24 AG beteiligt und übernimmt für Billigfluege.de das Service-Fulfillment.

Computer Bild behauptete unter anderem: "Unister kassiert oder kassierte mit frei erfundenen Preisreduzierungen, heimlich aufgeschlagenen Servicegeldern, Klickfallen bei Urlaubsbuchungen und weiteren Schwindeleien." Durchgestrichene Altpreise würden Sonderangebote vorgaukeln, die frei erfunden seien. Bei Fluege.de sei laut Computer Bild der Umbuchungsservice Flexifly für 5 bis 15 Euro voreingestellt. Bei der Reiseschutzversicherung müsse der Kunde zum Verzicht ein Häkchen setzen. Wer dies nicht tue, erhalte ein Reiseschutzabo, das sich im Folgejahr automatisch zu deutlich höheren Kosten verlängere.

Die Zeitschrift Hottelling berichtete, die Informanten der Computer Bild könnten drei ehemalige Unister-Manager sein, mit Motiven im persönlichen Bereich. "Die drei hätten bei mehreren Medien immer wieder angeklopft, um ihr Insiderwissen - möglicherweise auch gegen Bares - an den Mann zu bringen." Die Computer-Bild-Redaktion hätte "über Xing oder Facebook direkt Unister-Mitarbeiter zum Verrat von Betriebsinterna aufgefordert".

Unister fordere Computer Bild mit 17 Abmahnungen und einer 22 Punkte umfassenden Unterlassungserklärung auf, viele Vorwürfe nicht mehr zu verbreiten.

Dahinter stehe laut Computer Bild wohl "Unister selbst und ein freier Journalist und PR-Berater". Bei den Recherchen sei niemals Geld für Informationen bezahlt worden, erklärte die Redaktion. Redakteure von Computer Bild hätten auch nie zum Verrat von Betriebsgeheimnissen aufgefordert.


samy 06. Jul 2012

Schon geil, was da angeboten wird und "bereits 115 Deals verkauft"... die werden sich...

robbyflobby 05. Jul 2012

Ich habe gerade gestern bei Fluege.de einen Flug gesucht. Einen passenden Flug von...

emden09g 05. Jul 2012

Wenn die Vorwürfe der CB stimmen sind wir im strafrechtlich relevanten Bereich des...

FdRdÜ 05. Jul 2012

Wenn es inhaltlich identische Abmahnungen sind, ja. Ansonsten kommt es darauf an. ;-)

tingelchen 05. Jul 2012

Sollte daran etwas stimmen (ist ja noch lange nicht bewiesen), könnte Unister die seiten...

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