Abgang Intel-Chef Paul Otellini tritt ab

Überraschend hat Intel-Chef Paul Otellini seinen Rückzug aus der Konzernführung erklärt. Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden.

Anzeige

Intel-Konzernchef Paul Otellini tritt zurück. Das gab das Unternehmen am 19. November 2012 bekannt. Der 62-Jährige wird auf der Aktionärsvollversammlung im Mai 2013 seinen Posten aufgeben.

Einen Nachfolger gibt es noch nicht. "Der Aufsichtsrat beginnt mit der Suche eines Nachfolgers und wird interne und externe Kandidaten für den Posten prüfen." Otellini soll an der Suche beteiligt werden und den Erben seines Chefpostens auch einarbeiten. Dafür gibt es eine Frist von sechs Monaten nach der Aktionärsversammlung.

Die Entscheidung kommt ein wenig überraschend, denn eigentlich hätte Otellini noch bis 2015 für den Chiphersteller tätig sein können. Bei Intel gibt es für den Konzernchef eine verbindliche Altersgrenze von 65 Jahren, dieses Alter erreicht Otellini jedoch erst 2015.

Schon im Januar 2012 hatte Intel aber die Konzernspitze umgebaut und dabei unter anderem David Perlmutter zum Chef aller Produktabteilungen befördert, er galt bisher als heißester Kandidat für den Chefposten. Dass Intel nun öffentlich nach einem Nachfolger für seinen Chef sucht, ist ebenso ungewöhnlich.

Otellini führte Intel seit 2005 und war mit seinen Abschlüssen in Wirtschaftswissenschaften der erste Intel-Chef, der nicht Ingenieur war. Wie von Intel-Mitarbeitern immer wieder hinter vorgehaltener Hand zu hören war, führte er ein recht strenges Regime. Legendär ist mittlerweile sein Zwist mit Pat Gelsinger, der 2009 nur eine Woche vor Intels wichtiger Konferenz IDF zum Ausscheiden von Gelsinger führte - auch er galt lange als möglicher Nachfolger von Otellini.

Intel steht massiv unter Druck und hatte im dritten Quartal 2012 einen Gewinn von 3 Milliarden US-Dollar erzielt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres sank der Gewinn damit um 14 Prozent. Der Umsatz fiel um 5,5 Prozent - von 14,23 Milliarden US-Dollar auf 13,5 Milliarden US-Dollar. Grund ist der stark rückläufige Markt für x86-Prozessoren.


Moe479 20. Nov 2012

das verwundert mich eher, ich habe jemand mit 98 (mehr als 30 jahre darüber!) erlebt der...

Pillum 19. Nov 2012

http://www.youtube.com/watch?v=Fb6sEZOM2I4

Kommentieren




Anzeige
  1. Projektleiter Daten- und Prozessstandardisierung (m/w)
    WALTER AG, Tübingen
  2. Software-Ingenieure (m/w)
    viastore systems GmbH, Löhne
  3. Verfahrensmanger/-in für IT-Verfahren im Bildungswesen
    Dataport, Altenholz bei Kiel oder Hamburg
  4. IT-Projektkoordinator (m/w)
    Klinikum Ansbach, Ansbach

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Windenergie

    Google kauft Hersteller von Windkraftwerken

  2. Amazon

    App-Shop für Android als Browser-Version gestartet

  3. Atari

    Rollercoaster Tycoon ab 3,5 Millionen US-Dollar im Angebot

  4. Legale Privatkopien

    "EU-Vorschlag würde freies Kopieren erlauben"

  5. Ausprobiert

    Das neue Google Maps ist beeindruckend schnell

  6. Geforce GTX-780

    Nvidias Titan LE schlägt Radeon HD 7970 für 649 Euro

  7. Jugendschutz

    Filterprogramme statt Sendezeitbegrenzung

  8. Hacks for Sale

    Chinesische Hacker werben offen auf IT-Messen

  9. MQ-4C Triton

    Aufklärungsdrohne der US-Marine fliegt zum ersten Mal

  10. Temash, Kabini, Richland

    AMDs mobile APUs von 4 bis 35 Watt sind da



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Google-Smartphone: Galaxy S4 mit purem Android wird nur in den USA verkauft
Google-Smartphone
Galaxy S4 mit purem Android wird nur in den USA verkauft

Das von Google angekündigte Galaxy S4 mit purem Android wird ausschließlich in den USA verkauft. Google hat derzeit keine Pläne, das Samsung-Smartphone in anderen Regionen anzubieten.

  1. Samsung 10 Millionen Galaxy S4 in weniger als einem Monat verkauft
  2. Samsung Mehr als 10 Millionen Galaxy S4 in Rekordzeit verkauft
  3. Smartphone Google bringt Galaxy S4 mit purem Android

Google: Chrome 27 lädt Webseiten schneller
Google
Chrome 27 lädt Webseiten schneller

Googles Browser Chrome ist in der stabilen Version 27 erschienen. Diese soll Webseiten im Durchschnitt rund 5 Prozent schneller herunterladen. Möglich macht das ein neuer Scheduler.

  1. Browser Offline-Cache für Chrome
  2. Notizzetteldienst Inoffizielles Plugin macht Google Keep nützlicher
  3. Google Chrome bekommt Unterstützung für veraltete Browser

In eigener Sache: Bitte schalte deinen Adblocker aus!
In eigener Sache
Bitte schalte deinen Adblocker aus!

Viele Nutzer betrachten Adblocker als legitime Notwehr gegen die aggressive Werbung im Netz. Für Websites wie Golem.de ist das ein großes Problem. Am Ende verlieren alle. Suche nach Auswegen aus dem Dilemma.

  1. In eigener Sache Golem.de und das Leistungsschutzrecht

Zum Artikel