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Aaron Swartz (r.)
Aaron Swartz (r.) (Bild: Fred Benenson/CC BY 2.0)

Aaron Swartz MIT leitet Untersuchung ein und wird gehackt

Nach dem Selbstmord des Internetaktivisten Aaron Swartz und den auch gegen das MIT erhobenen Vorwürfen hat MIT-Präsident Rafael Reif eine Untersuchung der Rolle des MIT in Auftrag gegeben. Anonymous hackte derweil einige MIT-Webseiten.

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Rafael Reif, Präsident des Massachusetts Institute of Technology (MIT), hat in einer E-Mail an die MIT-Community sein Bedauern über den Selbstmord des Internetaktivisten Aaron Swartz geäußert und zugleich eine umfassende Untersuchung der Rolle des MIT im Verfahren gegen Swartz eingeleitet. MIT-Professor Hal Abelson soll das Verhalten des MIT vom ersten Moment an, als es Ungereimtheiten in seinem Netzwerk entdeckte, bis zum heutigen Tag analysieren und aufzeigen, welche Optionen das MIT hatte und wie dort entschieden wurde.

Abelson lehrt am MIT unter anderem Ethics and Law on the Electronic Frontier, ist Gründungsdirektor der Organisationen Creative Commons und Public Knowledge sowie einer der Gründungsdirektoren der Free Software Foundation. Allesamt sind Organisationen, die ähnliche Ziele verfolgen, wie Aaron Swartz es tat, der auch an der Gründung von Creative Commons beteiligt war.

Reif kündigte an, Abelsons Bericht zu veröffentlichen, sobald dieser vorliegt.

Anonymous hackt MIT-Websites

Derweil sind Aktivisten von Anonymous in zwei MIT-Websites eingedrungen und haben dort eine Botschaft hinterlassen, die auch bei Pastebin veröffentlicht wurde. Anonymous verurteilt darin das Vorgehen der Staatsanwaltschaft gegen Swartz als grotesken Fehlschlag des Justizsystems, unabhängig davon, ob die Strafverfolgung ursächlich für dessen Selbstmord sei. Swartz habe lediglich versucht, öffentlich finanzierte Dokumente aus einem System zu befreien, da es den meisten, die für die Inhalte bezahlt hätten, den Zugriff unmöglich mache.

Anonymous fordert daher unter anderem eine Reform der Gesetze gegen Computerkriminalität und der überzogenen Strafverfolgung in diesem Bereich sowie eine Reform des Urheberrechts, damit es der Allgemeinheit dient und nicht dem privaten Reichtum einiger weniger.

#pdftribute

Auf Twitter geht unter dem Hashtag #pdftribute ein Aufruf an Wissenschaftler herum, ihre Aufsätze im Gedenken an Aaron Swartz frei ins Netz zu stellen. Ausgelöst hat diese Welle der Neurobiologe Micah Allen. Die Website pdftribute.net sammelt Links, die mit diesem Hashtag auf Twitter veröffentlicht wurden. Darunter sind aber viele Kommentare zu der Aktion, weniger wissenschaftliche Arbeiten.

Einigung mit Behörden kürzlich gescheitert

Das Wall Street Journal berichtet, erst vor wenigen Tagen sei ein letzter Versuch, eine Einigung mit der Staatsanwaltschaft zu erreichen, gescheitert. Demnach habe die Staatsanwaltschaft darauf bestanden, dass sich Swartz in allen Anklagepunkten schuldig bekennt und zudem ins Gefängnis geht. Swartz aber habe auf keinen Fall ins Gefängnis gehen und als Straftäter gelten wollen.

Das Verfahren habe Swartz' Geld, das er vor allem durch den Verkauf seiner Anteile an Reddit erlangt habe, aufgezehrt. Er hätte um Unterstützung zur Finanzierung seines Prozesses bitten müssen, aber das sei für ihn sehr schwierig gewesen, so seine Freundin Taren Stinebrickner-Kauffman.


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gadi 16. Jan 2013

unabhängig davon das du den spiegel als quelle deines wissens nutzt: du solltest richtig...

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