84 Millionen Sterne Foto unserer Milchstraße mit 9 Gigapixeln

108.200 x 81.500 Pixel misst die gigantische Aufnahme, die Forscher der europäischen Südsternwarte Eso vom zentralen Bereich unserer Milchstraße gemacht haben. Bei einer im Buchdruck üblichen Auflösung wäre sie auf Papier 9 Meter lang und 7 Meter breit.

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Einem Astronomenteam am chilenischen Paranal-Observatorium der europäischen Südsternwarte Eso in der Atacamawüste hat mit dem Vista-Infrarot-Durchmusterungsteleskop die zentralen Bereiche unserer Milchstraße erfasst. Aus dem Datenmaterial wurde ein 9 Gigapixel großes Bild sowie ein Sternenkatalog mit 84 Millionen Einträgen erstellt.

  • Vista mit Vircam  (Bild: Eso)
  • Das Sensor-Panel der Vircam  (Bild: Eso)
  • Das 9-Gigapixel-Bild in starker Verkleinerung (Bild: Eso)
  • Die im neuen Vista-Mosaik abgebildete Himmelsregion der Milchstraße ist mit einem Rechteck markiert. (Bild: Eso)
  • Eine 1:1-Vergrößerung eines winzigen Ausschnitts des 9-Gigapixel-Bildes (Bild: Eso)
Vista mit Vircam (Bild: Eso)

Nach Angaben der Beteiligten ist es eines der größten astronomischen Bilder überhaupt. Es wurde mit dem Vista (Visible and Infrared Survey Telescope for Astronomy) aufgenommen, das mit einem 4-Meter-Spiegel sowie der Infrarotkamera Vircam (Vista Infrared Camera) ausgerüstet ist, die eine Auflösung von 67 Megapixeln erreicht.

Kamera mit 67 Megapixeln und 16 Sensoren

Dabei wird nicht etwa ein großer, sondern 16 kleine Infrarotsensoren mit jeweils 2.048 x 2.048 Pixeln verwendet, die auf einer kreisförmigen Grundfläche angeordnet sind. Dadurch entsteht zunächst eine kachelförmige Aufnahme mit großen Fugen. Sie werden durch horizontale und vertikale Verschiebungen der Grundfläche nach und nach gefüllt. Die Aufnahmen werden mit fünf verschiedenen Filtern durchgeführt, so dass noch deutlich mehr Bilder gemacht werden müssen. Die genaue Verfahrensweise ist online dokumentiert.

Für das jetzt vorgestellte Farbbild, das selbst noch einmal mosaikförmig wie andere Gigapixel-Aufnahmen auch aus vielen einzelnen Aufnahmen des Vista besteht, wurden die Daten von drei Filtern verwendet und den Farben Rot, Grün und Blau zugeordnet.

Das Astronomenteam verwendete die Daten des "Vista Variables in the Via Lactea"-Programms (VVV) für sein Farbbild. Via Lactea ist die lateinische Bezeichnung für die Milchstraße. Für das VVV wird mit dem Vista-Teleskop seit 2010 der Zentral- und der südliche Bereich der Milchstraße mit fünf verschiedenen Filtern im nahen Infrarot abgelichtet. Das Projekt läuft noch bis 2015 und erfordert 1.929 Stunden (rund 80 Tage) reine Beobachtungszeit. Das Farbbild stellt also nur einen kleinen Ausschnitt des später einmal erfassten Bereichs dar.

Weniger als 1 Prozent des Himmels abgelichtet

Das Bild der Milchstraße wurde online verfügbar gemacht. Weil die 9 Milliarden Pixel des Fotos die meisten Rechner und alle Bildschirme überfordern würden, kann der Anwender in einer Flash-Applikation Kamerafahrten unternehmen und in das Bild hineinzoomen, um sich Teilbereiche anzusehen. Da die Wahl auf Flash fiel, können mobile Nutzer darauf größtenteils nicht zugreifen.

Auch wenn die Aufnahme mit ihren 9 Gigapixeln riesig erscheint, sollte man sich vor Augen führen, dass sie nur etwas weniger als 1 Prozent (315 Quadratgrad) des gesamten Himmels abdeckt.


masterx244 01. Nov 2012

ich habsmit ImageMagick ins PPM-Fprmat konvertiert (hat elendigviel Festplattenspeicher...

purzelbaum 27. Okt 2012

Also wennes jetzt jmd braucht ich kanns schicken, oder nen Link reinstellen...oder whatever

shoggothe 25. Okt 2012

Wir sehen nicht annäherungsweise alle Sterne, nicht einmal die in unserer nächsten...

Lehmroboter 25. Okt 2012

Danke! (Upgrade von kein auf ein Wallpaper, mal sehen wie lange das durchhält.) So als...

Missingno. 25. Okt 2012

Ich persönlich kann mir unter einem Quadratgrad mehr vorstellen als unter 0,00030462...

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