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Die nächste WLAN-Welle überholt weit verbreitete Netzwerkkabel recht deutlich.
Die nächste WLAN-Welle überholt weit verbreitete Netzwerkkabel recht deutlich. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Der ac-WLAN-Standard ist für den Einsatz viel zu schnell

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1,733 GBit/s sind zudem nicht das Limit des 802.11ac-Standards. Durch die Kombination unterschiedlicher Techniken lassen sich noch höhere Geschwindigkeiten erreichen. Im Endausbau sind es fast 7 GBit/s. Das Erhöhen der Streams und Antennen geht dabei einher mit der Verbreitung der Kanäle. Die Hardware-, Planungs- und Platzanforderungen sind jedoch in der Kombination nicht immer umsetzbar. Insbesondere die Erhöhung der Modulation ist herausfordernd.

Broadcom will noch schneller werden

Doch genau das will Broadcom mit seiner neuen XStream-Plattform machen. 1024 NitroQAM nennt Broadcom seine neu vorgestellte Technik und vervierfacht mal eben die Anzahl der übermittelten Zustände in der Luft. Die Anforderungen an die Signalqualität dürften sehr hoch sein, ist doch 256 QAM schon keine einfach zu übertragene Modulation. Die Modulationsänderung soll alleine die Bandbreite um 25 Prozent erhöhen. Daneben beherrscht XStream ebenfalls MU-MIMO, 160-MHz-Kanäle und deutlich mehr Streams. Acht Stück sind es in der Anzahl und die Gesamtdatenrate steigt auf 5,4 GBit/s. Allerdings ist dies eine aggregierte Angabe unterschiedlicher Radioeinheiten.

Mit solchen Zahlen hat Broadcom bereits D-Link, Asus und Netgear als Partner gewonnen, also klassische Anbieter von Heimroutern. Erste Router erwartet Broadcom im dritten Quartal 2015. Derzeit verteilt das Unternehmen Muster des BCM47094. Im Datenblatt wird die XStream-Lösung als "Tri-Band"-WLAN bezeichnet. Die Ankündigung spricht weiter von Dual-Band-WLAN, was korrekt wäre. Broadcom bietet den Routerherstellern die Möglichkeit, zwei 5-GHz-Radios auf unterschiedlichen Kanälen gleichzeitig betreiben zu lassen.

Es geht langsam los mit der zweiten Welle von ac-WLAN

Gerade im Unternehmensbereich kündigt sich eine breite Unterstützung an. Hersteller von professionellem WLAN-Equipment wie Xirrus, Extreme Networks oder Aruba haben die Unterstützung der zweiten Welle von 802.11ac bereits kundgetan. Das zeigt, dass die Technik nicht nur reines Marketing ist. Die Hersteller warteten nur auf die richtigen Chipsätze. Bei Endkundenroutern wird sich 802.11ac Wave 2 wahrscheinlich ebenfalls durchsetzen. Der Grund liegt hier unserer Einschätzung nach aber eher an Zahlenspielereien. Mit 802.11ac Wave 2 lassen sich noch höhere Durchsatzraten zusammenzählen, was im Ladenregal noch besser aussieht, mit der Praxis aber wenig zu tun hat, da die Hersteller meist die Datenraten der unterschiedliche Frequenzbänder aufaddieren.

Entsprechend gibt es schon seit einigen Monaten besonders schnelle Heimrouter wie Asus RT-AC87 oder Netgears Nighthawk X4, die beide schon mit 4x4:4-WLAN bei 1,7 GBit/s Bruttodatensatz im 5-GHz-Band aufwarten können.

Das Interessante an der Entwicklung ist, dass die WLAN-Geschwindigkeit so langsam, aber sicher die praktische Ethernet-Geschwindigkeit übersteigt. Selbst im Heimnetz lassen sich die aggregierten Geschwindigkeiten nicht mehr ohne Aufwand beispielsweise an ein zentrales Familien-NAS weiterleiten. Da braucht es dann schon zwei Netzwerkkabel per Link Aggregation, um 2 GBit/s auf dem Kabel zu erreichen, was gerade so für Broadcoms 5,4-GBit/s-WLAN ausreichen dürfte. 10-GBit-Ethernet verbietet sich meist aus Kosten-, aber auch Effizienzgründen. Die elektrische Leistungsaufnahme von 10-GbE-Ports und -Chips ist enorm, weswegen die Technik beispielsweise nicht in Notebooks zu finden ist. Problematisch ist auch der Einsatz von günstigen Kupferkabeln, die nur eine geringe Reichweite bieten im Vergleich zu Glasfaserkabeln. Prinzipiell möglich ist 10GbE am Notebook. So gibt es stationäre Thunderbolt-Lösungen für Notebooks, die 10-GbE oder 8G-FC bereitstellen.

Das Ganze behindert übrigens auch den Ausbau in Unternehmen. Professionelle Access Points mit Wave-2-Unterstützung von 802.11ac werden wohl zunehmend mit zwei Kabeln versorgt werden müssen, und das nicht nur der Redundanz wegen. 2.5-GbE- oder gar 5-GbE-Netzwerke könnten das Problem in der Zukunft lösen. Allerdings bleibt noch ein Problem bestehen: die Energieversorgung. Power over Ethernet muss erst einmal für weitere diverse Netzwerkstandards spezifiziert werden. Über Glasfaser funktioniert das ohnehin nicht. Fraglich ist auch, ob vorhandenes 802.3af-Equipment ausreicht für die Versorgung der nächsten Generation von WLAN-APs.

 802.11ac Wave 2: Neue Chipsätze für die zweite Welle von ac-WLAN

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as (Golem.de) 03. Jun 2015

Hallo, Also bei Firmeninstallationen kann so ein APs doch schon mal am oberen Limit...

DarioBerlin 03. Jun 2015

Da müsste der Chipsatz drin verbaut sein, oder? http://www.computerbase.de/2015-06/asrock...

mainframe 03. Jun 2015

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