75 Megapixel Canon könnte DSLR mit mehrlagigem Sensor bauen

Canon will bald eine DSLR mit einem Sensor mit 75 Megapixeln bauen, der in Schichten und damit vollkommen anders aufgebaut ist als Bayer-Sensoren, die in praktisch jeder Kamera zu finden sind.

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Eine neue Canon-DSLR mit 75 Megapixeln Auflösung soll noch 2013 angekündigt werden und nächstes Jahr auf den Markt kommen, wie die Website Photography Bay unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet. Die Kamera soll in einem Profigehäuse ähnlich dem der 1D X stecken.

Der Sensor ist den Gerüchten nach mehrschichtig aufgebaut und funktioniert nicht wie ein üblicher Bildsensor, der mit Bayer-Matrix arbeitet. Das ist eine schachbrettartige Anordnung aus roten, grünen und blauen Filtern. Die Filter sind in der Bayer-Anordnung notwendig, weil Bildsensoren eigentlich nur Graustufenbilder erkennen können. Um auf preiswerte Art und Weise Farbinformationen zu gewinnen, wurde die Farbmatrix erfunden, die sich am menschlichen Sehen orientiert. Das Muster besteht aus 25 Prozent roten, 50 Prozent grünen und 25 Prozent blauen Feldern. So können die darunterliegenden lichtempfindlichen Sensorbereiche nur das Licht auswerten, das durch den Filter gelangt.

Sigma hat bereits einen

Bei einem mehrlagigen Sensor gibt es drei Schichten für jede Grundfarbe. Die japanische Website Egami berichtete im Mai 2013, dass Canon ein Patent (Nr. 2013-93.553) für einen dreilagigen Sensor erhalten hat. Würde eine solche Technik eingesetzt, müsste die Auflösung von 75 Megapixeln etwas relativiert werden. Bei Mehrschichtsensoren wird die Auflösung aller drei Schichten addiert angegeben. Die daraus gewonnenen RGB-Bilder haben folglich nur ein Drittel der Auflösung - im Fall der nicht bestätigten Canon-Kamera wären das 25 Megapixel, was durchaus im Bereich des Möglichen wäre. Auch die Website Northlight Images hat von ihren Informanten erfahren, dass Canon einen Mehrschichtsensor verwenden will.

Sigma hat mit dem Foveon-X3-Sensor einen solchen Sensor bereits seit Jahren im Programm. Er ist bislang maximal im APS-C-Format vorgestellt worden und macht Bilder mit 4.800 x 3.200 Pixeln. Das sind eigentlich 15,36 Megapixel. Weil der Sensoraufbau jedoch grundverschieden von herkömmlichen CMOS-Bildwandlern ist, rechnet Sigma anders und gibt 46 Megapixel Auflösung an. Der von Foveon entwickelte X3 besteht aus drei Lagen, die jeweils eine der Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB) absorbieren. Das funktioniert, weil das Licht je nach Farbe unterschiedlich tief in den Chip eindringt. Für jede der drei Farben steht deshalb die ganze Fläche des 4.800 x 3.200 Pixel großen Bildsensors zur Verfügung.

Der Mehrschichtsensor soll schärfere Bilder aufnehmen und die Farben besser abbilden als herkömmliche Bildsensoren, die nach der Bayer-Matrix aufgebaut sind und bei denen jedes Pixel nur eine Farbe erkennt. Andere Farbinformationen, die an dieser Stelle auf den Chip auftreffen, müssen dann interpoliert werden. Das ist bei Mehrschichtsensoren überflüssig. Allerdings hat der Foveon-Sensor einen entscheidenden Nachteil: Er ist nicht besonders lichtempfindlich und produziert bei höheren ISO-Werten keine guten Bilder mehr.


chuck 29. Jul 2013

Entschuldige, aber der Sinn deines Posts ist nun, nach den bereits referenzierten und...

Egon E. 27. Jul 2013

Du drehst dir auch alles so hin, wie du es gerade brauchst. Auf der einen Seite...

Egon E. 27. Jul 2013

Das ist und bleibt falsch. Warum zeigst du denn nicht mal ein Beispiel, in dem man...

Der Spatz 26. Jul 2013

Auch die normalen Sensoren werden mit RGB Subbpixeln angegeben. so eine Canon 10D hatte...

Der Spatz 25. Jul 2013

Ja das bearbeiten am Rechner kann nervig werden :-) Wenn ich da an meine erste digitale...

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