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Golem.de-Redakteur Achim Sawall bei Huawei in Shenzhen
Golem.de-Redakteur Achim Sawall bei Huawei in Shenzhen (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

5G: Alles wird wireless, doch nur bis zum nächsten Kabel

Golem.de-Redakteur Achim Sawall bei Huawei in Shenzhen
Golem.de-Redakteur Achim Sawall bei Huawei in Shenzhen (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Es gibt wenige Menschen, die so eine genaue Vorstellung vom Mobilfunkstandard 5G haben wie Michael Lemke, der bereits bei 3G und 4G dabei war. Er weiß, dass alles letztlich nur mit Glasfaser möglich ist.

Mobilfunk der 5. Generation werde in Deutschland nicht ohne eine gut ausgebaute Glasfaserinfrastruktur möglich sein, sagt Michael Lemke, Senior Technology Expert bei Huawei. "In Anlehnung an unsere Corporate-Strategie sage ich immer Folgendes: Alles wird wireless, es ist nur eine Frage, wie weit das nächste Kabel entfernt sein wird. Das fängt zu Hause mit fünf Metern an, und setzt sich außerhalb vielleicht mit 50, 100, 200 Metern fort", sagt Lemke im Gespräch mit Golem.de . "Wir werden bei 5G sehr viel mehr Straßeninstallationen sehen, beziehungsweise Wiederbenutzung von existierenden Installationsorten." Sonst ließe sich 5G nicht realisieren.

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Es bestehe die große Sorge, dass es mit dem neuen Standard in Deutschland kein Festnetz mehr geben werde. Der neue Mobilfunkstandard werde sich aber auch komplementär zum Festnetz entwickeln. "Physikalisch ist der Glasfaserausbau wichtig, um dann irgendwann auch mal ein Drahtlos-Endpunkt zu werden", betont der promovierte Physiker, der vor Huawei für Siemens und Nokia Siemens Networks tätig war.

5G: höhere Anteile oder mehr Überbrückungen

Ziel für 5G ist es aut dem Mobilfunkausrüster weiterhin, eine Datenübertragungsrate von 10 GBit/s oder sogar Höchstwerte von 20 GBit/s und eine geringe Latenzzeit von weniger als 1 Millisekunde zu erreichen. Nach den Worten von Lemke ist Glasfaser jedoch weiter nötig, es werde ein Technologiemix von Festnetz und Mobilfunk bleiben. "Das ist ganz sicher, denn Glasfaser zum Haus ist von der Mächtigkeit her und von den evolutionären Möglichkeiten ungeschlagen, allein physikalisch gesehen. Aber 5G kann sozusagen höhere Anteile oder mehr Überbrückungen leisten."

Die kleineren Netzbetreiber bauten wie verrückt an Fiber To The Home, sagte Lemke. "Das Problem ist aber auch, dass von rund 2,3 Millionen Anschlüssen lediglich 300.000 benutzt werden. Die Geiz-ist-geil-Mentalität in Deutschland ist auch nicht sonderlich gut für diesen Bereich der Digitalisierung." Da könne man nicht viel erwarten.

Noch weiß keiner, was sich bei 5G durchsetzt 

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Ovaron 14. Jul 2016

Vielleicht liest Du den Satz lieber noch einmal. Doppelte Verneinung beachten. Sein Satz...

mrgenie 12. Jul 2016

"Die Geiz-ist-geil-Mentalität in Deutschland ist auch nicht sonderlich gut für diesen...

Juge 09. Jul 2016

Der Mann meint sicher physisch - oder?

Ovaron 09. Jul 2016

Ich profitiere dank des tollen Tarifmodells ("Magenta Zuhause Hybrid") meines...

Ovaron 09. Jul 2016

...ist auch nicht identisch mit Frequenzen oberhalb 2 GHz. Allerdings ist Mobilfunk...



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