Anzeige
Speicher aus Glas: hält drei Mal so lange wie unser Sonnensystem.
Speicher aus Glas: hält drei Mal so lange wie unser Sonnensystem. (Bild: University of Southampton)

5D-Speichertechnik: Glasscheibe speichert 360 TByte

Speicher aus Glas: hält drei Mal so lange wie unser Sonnensystem.
Speicher aus Glas: hält drei Mal so lange wie unser Sonnensystem. (Bild: University of Southampton)

Handlich, große Kapazität und praktisch unbegrenzt haltbar: Forscher aus England haben möglicherweise das Speichermedium der Zukunft entwickelt.

Eine kleine Scheibe aus Glas, die etwa so groß ist wie eine 2-Euro-Münze, könnte der Datenspeicher der Zukunft sein. Die Scheibe wird mit einem Femtolaser beschrieben und hat eine Kapazität von 360 TByte. Entwickelt wurde der Speicher an der Universität von Southampton in Südengland.

Im Glas gibt es Nanopunkte im Abstand von 5 Mikrometern, in mehreren Schichten. Beim Beschießen mit dem Femtolaser, der Lichtpulse im Femtosekunden-Bereich aussendet, bilden sich aus den Punkten Strukturen, die die Art und Weise, wie das Licht durch die Glasscheibe dringt, verändern. Das Lesegerät ist eine Mischung aus optischem Mikroskop und einem Polarisationsfilter. Es erkennt die Änderungen der Polarisation.

Anzeige

Die Strukturen sind fünfdimensional

Die Nanostrukturen sind fünfdimensional (5D): Neben der Position auf der x-,y- und z-Achse kommt als Parameter noch die Ausrichtung der Nanostruktur sowie die Größe hinzu, die einen Einfluss auf die Lichtbrechung hat.

Glas als Werkstoff ist sehr beständig. Nach Angaben der Forscher hält der Speicher Temperaturen bis 1.000 Grad stand. Bei Zimmertemperatur soll er knapp 13,8 Milliarden Jahre halten - das entspricht dem dreifachen Alter unseres Sonnensystems.

Erstmals wurde 2013 in 5D gespeichert

Die Forscher um Peter Kazansky arbeiten schon seit mehreren Jahren an dieser Technik. 2013 speicherten sie erstmals auf diese Weise Daten in 5D: eine 300 KByte große Testdatei. Kürzlich übergaben sie der Unesco eine Kopie der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte auf einer Glasdisc.

"Es ist aufregend, dass wir die Technik geschaffen haben, um Dokumente und Informationen zu speichern und sie so für zukünftige Generationen erhalten", sagt Kazansky. Details wollen die Forscher auf der Konferenz der Society for Optical Engineering in San Francisco vorstellen. Zudem suchen sie nach Unternehmen, die die Technik vermarkten.


eye home zur Startseite
RvdtG 29. Feb 2016

http://de.wikihow.com/Thermit-herstellen

Bleistiftspitze 29. Feb 2016

Dimensionsangaben sind zu deklarieren ob in der IT oder in der Physik, sonst wird im...

Tobias Claren 27. Feb 2016

Vor Jahren hat man ja schon behauptet die LiIon-Technik ließe sich physikalisch noch um...

Tobias Claren 27. Feb 2016

Naja, als Medium für jeden wäre es für hochauflösende Videos ideal. UHD-Filme mit 60fps...

SchreibenderLeser 26. Feb 2016

Dann wird es für die Physik aber ziemlich eng, die nutzt Mathematik nämlich ziemlich...

Kommentieren



Anzeige

Stellenmarkt
  1. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt
  2. Neubrandenburger Stadtwerke GmbH, Neubrandenburg
  3. Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen bei Stuttgart
  4. GK SOFTWARE AG, Schöneck/Vogtland, Berlin, Barsbüttel, Köln, Sankt Ingbert


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Asus GTX 1070 Strix OC, MSI GTX 1070 Gaming X 8G und Aero 8G OC)
  2. nur 799,90€

Folgen Sie uns
       


  1. Axon 7

    ZTEs Topsmartphone kommt für 450 Euro nach Deutschland

  2. Medienanstalten

    Analoge TV-Verbreitung bindet hohe Netzkapazitäten

  3. Vorstandard

    Nokia will bereits ein 5G-fähiges Netz haben

  4. Vielfliegerprogramm

    Hacker stehlen Millionen Air-India-Meilen

  5. Funknetz

    BVG bietet offenes WLAN auf vielen U-Bahnhöfen

  6. Curiosity

    Weitere Hinweise auf einst sauerstoffreiche Mars-Atmosphäre

  7. Helium

    Neues Gas aus Tansania

  8. Streaming

    Netflix arbeitet mit Partnern an einer Sprachsuche

  9. Millionenrückzahlung

    Gericht erklärt Happy Birthday für gemeinfrei

  10. Trials of the Blood Dragon im Test

    Motorräder im B-Movie-Rausch



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mighty No. 9 im Test: Mittelmaß für 4 Millionen US-Dollar
Mighty No. 9 im Test
Mittelmaß für 4 Millionen US-Dollar
  1. Moto GP 2016 im Test Motorradrennen mit Valentino Rossi
  2. Warp Shift im Test Zauberhaftes Kistenschieben
  3. Alienation im Test Mit zwei Analogsticks gegen viele Außerirdische

Wireless-HDMI im Test: Achtung Signalstörung!
Wireless-HDMI im Test
Achtung Signalstörung!
  1. Die Woche im Video E3, Oneplus Three und Apple ohne X

Zenbook 3 im Hands on: Kleiner, leichter und schneller als das Macbook
Zenbook 3 im Hands on
Kleiner, leichter und schneller als das Macbook
  1. 8x Asus ROG 180-Hz-Display, Project Avalon, SLI-WaKü-Notebook & mehr
  2. Transformer 3 (Pro) Asus zeigt Detachable mit Kaby Lake
  3. Asus Zenbook Flip kommt für fast 800 Euro in den Handel

  1. Re: "Die dunkle Seite der Wikipedia"...

    Unix_Linux | 20:19

  2. Re: CM

    forenuser | 20:18

  3. Re: Fingerprintsensor hinten ?

    TobiVH | 20:17

  4. LTE support?

    chr1s4us | 20:16

  5. Endlich

    BiGfReAk | 20:12


  1. 19:19

  2. 19:06

  3. 18:25

  4. 18:17

  5. 17:03

  6. 16:53

  7. 16:44

  8. 15:33


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel