500.000 Linsen Toshiba arbeitet an Lytro für Smartphones

Der japanische Elektronikhersteller Toshiba plant, im Jahr 2013 einen neuartigen Kamerasensor für Smartphones und Tablets auf den Markt zu bringen. Durch Mini-Linsen kann der Nutzer wie bei der Lytro-Kamera den Schärfepunkt im Bild im Nachhinein festlegen.

Anzeige

Einem Bericht der japanischen Zeitung Asahi Shinbun zufolge arbeitet Toshiba an einer Kameraeinheit, die die Funktionen der Lichtfeldtechnik auf mobile Geräte bringt. In dem Gehäuse mit einer Grundfläche von 1 x 1 cm sind ungefähr 500.000 Linsen mit einem Durchmesser von 0,03 mm vor einem ca. 5 x 7 mm großen Bildsensor angebracht. Aus den Einzelaufnahmen wird mit Hilfe einer eigenen Software ein komplettes Bild zusammengesetzt.

Schärfepunkt frei wählbar

Wie bei der Lichtfeldkamera Lytro kann der Nutzer nach der Aufnahme des Bildes den Schärfepunkt frei wählen. Auch ein komplett scharfes Bild ist möglich. Außerdem können animierte Bilder aufgezeichnet und Bildmanipulationen durchgeführt werden, so die Zeitung. So soll beispielsweise der Hintergrund eines Bildes ausgetauscht werden können.

Ob mit den "animierten Bildern" ein 3D-Effekt gemeint ist, wie ihn die Lytro seit einem Update anbietet, geht aus dem Bericht nicht hervor. Da das Kameramodul jedoch durch die Abweichungen der Einzelbilder die Entfernung zu einem aufgenommenen Objekt messen können soll, ist eine derartige Funktion theoretisch möglich.

Treffen zwischen Lytro-Chef und Steve Jobs

Die nach dem plenoptischen Prinzip funktionierende Lytro-Kamera wird seit Anfang 2012 in den USA verkauft. Mit ihr kann der Schärfepunkt einer Aufnahme im Nachhinein beliebig gesetzt werden. Nach einigen Updates verfügt die Lytro mittlerweile auch über eine manuelle Steuerung und über die Möglichkeit, Fotos mit 3D-Effekt aufzunehmen.

Steve Jobs hat sich laut dem Buch "Inside Apple" von Adam Lashinsky in seinen letzten Lebensmonaten mit dem Gründer von Lytro, Ren Ng, getroffen, um über die Zukunft der Kameratechnik zu sprechen. Lashinsky zufolge bat Jobs Ng um eine Liste mit drei Dingen, die er gerne mit Apple zusammen machen würde.

Wann der neue Toshiba-Kamerasensor fertig ist, steht noch nicht genau fest. Der Hersteller plant laut Asahi Shinbun allerdings, das fertige Produkt im Jahr 2013 an Smartphone-Hersteller zu verkaufen.


cuthbert 28. Dez 2012

Die bisherigen Lytro Kameras haben lediglich eine Auflösung von 540*540 Pixeln, also ca...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Trainee (m/w)
    Allianz Deutschland AG, München
  2. SPS-Programmierer Steuerungen / Automatisierungslösungen (m/w)
    über CAPERA Consulting, Nordhessen
  3. Leiter/in des Universitätsrechenzentrums
    Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, Eichstätt-Ingolstadt
  4. Applikationsspezialist / Applikationssupport (m/w)
    medavis GmbH, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Facebook macht erneut Rekordgewinn

  2. Quartalszahlen

    Apple kann Gewinn und Umsatz wieder steigern

  3. IBM Power8

    Mit 96 Threads pro Sockel gegen Intels Übermacht

  4. Printoo

    Arduino kannste jetzt knicken

  5. Cloud-Dienste

    Streem verspricht unbegrenzten Speicherplatz

  6. Streaming

    HBO-Serien für US-Kunden von Amazon Prime

  7. Theo de Raadt

    OpenSSL ist nicht reparierbar

  8. Xplore XC6 DMSR

    Blendend hell und hart im Nehmen

  9. Programmiersprache

    Go 1.3 kommt für Solaris, Plan 9 und NaCL

  10. Arin

    IPv4-Adressen in Nordamerika nähern sich dem Ende



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test The Elder Scrolls Online: Skyrim meets Standard-MMORPG
Test The Elder Scrolls Online
Skyrim meets Standard-MMORPG

Es ist so groß wie mehrere Rollenspiele zusammen und bietet auch Soloabenteurern Unterhaltung für Wochen und Monate. Vieles in The Elder Scrolls Online erinnert an Skyrim - und leider noch mehr an das altbekannte Strickmuster gängiger MMORPGs.

  1. The Elder Scrolls Online Zenimax deaktiviert umstrittene Bezahlmethoden
  2. Abopflicht Verbraucherschützer mahnen The Elder Scrolls Online ab
  3. Zenimax Online The Elder Scrolls Online ohne Server-Schlangen gestartet

Test Hitman Go: Auftragskiller to go
Test Hitman Go
Auftragskiller to go

Knobeln statt knebeln: In Hitman Go verrichtet Agent 47 sein ebenso lautloses wie blutiges Handwerk auf ungewohnte Art und Weise: Statt Schleich-Action ist Denksport angesagt. Der Titel bleibt dem Kern der Hitman-Reihe trotzdem treu - und macht schnell süchtig.

  1. Square Enix Kernzielgruppe statt globales Massenpublikum

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


    •  / 
    Zum Artikel