40 Jahre Spielekonsolen: Ralph Baer und die Entdeckung des Punktes
Ralph H. Baer und Bill Harrison (Bild: Youtube.com/Screenshot: Golem.de)

Der rastlose Pionier

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Ralph Baer war zwar zufrieden mit seinem Odyssey. Aber es müsste doch noch interaktiver gehen, dachte er. Und so entwickelte er seine Brown Box unter dem Namen All Purpose Box (Ein Gerät für jeden Zweck) weiter. Mit der Bezeichnung nahm es Baer nicht so genau. Für ihn sollte die Box eine Handvoll wesentliche Aufgaben erfüllen, der Rest würde sich dann schon finden.

Zusätzlich zur Spielfunktion sollte die Box auch das Homeshopping erleichtern. Dazu baute Baer Kassettenrekorder, Mikrofon und Telefonhörerstation ein. Mit Hilfe des Mikrofons wurde der TV-Ton auf die Kassette übertragen. Später sollte die Aufnahme per Telefon an Firmen gesendet werden können. Dazu musste der Telefonhörer auf die Box gelegt werden. Anrufbeantworter bei den Unternehmen sollten die Bestellung automatisch aufzeichnen. Impulse Buying nannte Baer das. Umgesetzt wurde die Idee damals nicht. Heute ist das elektronische Einkaufen in weiterentwickelter Form übers Internet für viele Menschen selbstverständlich.

  • Ralph H. Baer und seine Odyssey-Spielkonsole im Computerspielemuseum Berlin
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Ralph H. Baer und seine Odyssey-Spielkonsole im Computerspielemuseum Berlin

Baer sah für seine Brown Box noch eine weitere Verwendungsmöglichkeit: Schüler und Studenten sollten damit spielend lernen können. In einem Film aus den frühen siebziger Jahren stellte Baer sein Home-Study-Konzept vor. Mit Hilfe eines Light Pens sollten Antworten auf mathematische Fragen als richtig oder falsch markiert werden können. Auch das blieb nur ein Konzept.

Auszeichnung für die Erfindung der ersten Videospielkonsole

Ralph Baer entwickelte noch ein anderes bekanntes Spielzeug. Das hierzulande unter dem Name Senso bekannte Gedächtnisspiel erfand er Mitte der siebziger Jahre. Bei dem Spiel müssen vier verschiedenfarbige Tasten in einer bestimmten Reihenfolge gedrückt werden. Diese wird vorher durch Töne angegeben.

Ralph Baer hat mit seiner Idee der interaktiven Fernsehnutzung den Grundstein für eine Milliardenindustrie gelegt. Der 90-jährige lebt in den USA, er wurde 2006 vom damaligen US-Präsidenten George W. Bush für seine Leistungen im Bereich der Videospiele mit der National Medal of Technology ausgezeichnet. Das ist die höchste Auszeichnung der USA für Leistungen im Technikbereich.

Das Computerspielemuseum Berlin hat seit Jahren engen Kontakt zu Ralph Bear. Vergangene Woche fand dort anlässlich des 40-jährigen Odyssey-Jubiläums ein Videochat mit dem Erfinder statt. Baer erzählte, wie er seine Brown Box entwickelte und welche Schwierigkeiten es dabei gab. Ein Nachbau des Geräts befindet sich übrigens auch im Computerspielemuseum Berlin. Dort ist auch das Odyssey ausgestellt.

 40 Jahre Spielekonsolen: Ralph Baer und die Entdeckung des Punktes

Endwickler 15. Mai 2012

Naja, dass du "Ignoranz" hinter "dieser ist irgendwie interessant zu lesen" plaziert...

Doomhammer 15. Mai 2012

Hat da jemand vielleicht einen guten Tipp, oder muß ich mir das aus Amerika schicken lassen?

Doomhammer 15. Mai 2012

Wo wird den im Artikel behauptet, das er damit die Computerspiele erschaffen hat? Er hat...

Yeeeeeeeeha 14. Mai 2012

Es gab auch in der Anfangszeit der Computer-/Videospiele eine Schwemme an...

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