Anzeige
3D-Drucker Form 1: 500.000 US-Dollar nach einem Tag
3D-Drucker Form 1: 500.000 US-Dollar nach einem Tag (Bild: Formlabs)

3D-Drucker: Form 1 baut Gegenstände aus flüssigem Kunstharz

3D-Drucker Form 1: 500.000 US-Dollar nach einem Tag
3D-Drucker Form 1: 500.000 US-Dollar nach einem Tag (Bild: Formlabs)

Stereolithographie ist eine hochwertige, aber teure 3D-Druck-Technik. Formlabs, eine Ausgründung des MIT Media Lab, hat einen erschwinglichen Stereolithographie-Drucker entwickelt. Bei Kickstarter stößt das Gerät auf großes Interesse.

Auf den ersten Blick sieht das Gerät aus wie eine Küchenmaschine. Form 1 rührt aber keinen Teig, sondern baut aus einem flüssigen Kunststoff beliebige 3D-Objekte auf. Auf Kickstarter ist der 3D-Drucker auf großes Interesse gestoßen.

Anzeige

Ausgangspunkt ist ein durchsichtiger Behälter mit einem flüssigen Kunstharz, das aushärtet, wenn es Licht mit einer bestimmten Wellenlänge ausgesetzt wird. Dort hinein wird eine Arbeitsplattform abgesenkt, auf der das Werkstück aufgebaut wird. Die Lichtquelle des Form 1 ist ein Laser, der unter dem Behälter sitzt. Er fährt die Form des Gegenstandes ab und belichtet das Kunstharz. Danach wird die Arbeitsplattform angehoben und die nächste Lage wird ausgehärtet. Am Ende hängt das Werkstück kopfüber unter der Plattform.

Stereolithographie (SL) nennt sich diese 3D-Druck-Technik. Sie ermögliche deutlich bessere Ergebnisse als Schmelzschichtung (Fused Deposition Modeling, FDM), schreiben die Entwickler von Formlabs. Bei FDM werden Gegenstände aus einem Kunststofffaden, der erhitzt und geschmolzen wird, aufgebaut. Nachteil sei, dass günstige FDM-Drucker nur eine beschränkte Auflösung böten und dass die Oberfläche des Werkstücks nicht glatt sei und noch bearbeitet werden müsse.

Teure Stereolithographie

Ein SL-Drucker hingegen ermögliche "Lagenstärken und Merkmalsgrößen, die dem, was mit FDM möglich ist, um Welten voraus sind." Nachteil sei der Preis: Ein SL-Drucker "kann leicht zehntausende oder sogar hunderttausende US-Dollar kosten". Ihr Ziel sei gewesen, mit Form 1 einen erschwinglichen SL-Drucker zu entwickeln, erklären die Entwickler, eine Gruppe von Designern und Technikern des Media Lab am Massachusetts Institute of Technology (MIT).

  • Keine Küchenmaschine, sondern ein 3D-Drucker: Form 1 (Foto: Formlabs)
  • Das Geräte baut Gegenstände per Stereolithographie auf. (Foto: Formlabs)
  • Form 1 ist vergleichsweise günstig. (Foto: Formlabs)
  • Ein Gegnstand wird am Computer gestaltet... (Foto: Formlabs)
  • ... und dann vom 3D-Drucker aufgebaut. (Foto: Formlabs)
  • Stereolithographie bietet eine hohe Auflösung: sehr dünne Lagen und kleine Details.  (Foto: Formlabs)
Keine Küchenmaschine, sondern ein 3D-Drucker: Form 1 (Foto: Formlabs)

Form 1 baut Werkstücke bis zu einer Größe von 12,5 x 12,5 x 16,5 Zentimeter auf. Die Lagenstärke beträgt 25 Mikrometer. Details an dem Werkstück können 300 Mikrometer groß sein. Zum Vergleich: Der Replicator 2, der neue 3D-Drucker von Makerbot, baut 100 Mikrometer dicke Lagen.

Erfolg bei Kickstarter

Das Gerät sei fertig, schreiben die Entwickler. Sie brauchten aber Geld, um die Serienproduktion des 3D-Druckers zu starten. Das wollten sie über ein Projekt auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter aufbringen. Ziel war, bis zum 26. Oktober 100.000 US-Dollar zu bekommen. Am Tag nach dem Start haben knapp 400 Interessenten bereits über 530.000 US-Dollar zugesagt.

Einen Form 1 bietet Formlabs für US-Kunden ab knapp 2.300 US-Dollar und für Interessenten im Rest der Welt für knapp 3.000 US-Dollar. Noch vor Beginn der Produktion sind bereits etwa 200 Geräte vorbestellt. Die ersten 3D-Drucker will das Unternehmen im Februar 2013 ausliefern.

Nachtrag vom 29. Oktober 2012, 11:19 Uhr

Das Kickstarter-Projekt von Formlabs war überaus erfolgreich: Statt der beabsichtigten 100.000 US-Dollar hat Formlabs 2,94 Millionen US-Dollar von über 2.000 Spendern bekommen. Die ersten rund 1.000 Geräte sollen Anfang kommenden Jahres ausgeliefert werden. In Kürze will Formlabs auch Vorbestellungen über die Website annehmen. Ein Form-1-3D-Drucker soll regulär knapp 3.300 US-Dollar kosten.


eye home zur Startseite
MikeMan 29. Okt 2012

Nein, das nimmst Du zu wörtlich. Aber ein 3D-Drucker mit den technischen Fähigkeiten des...

Avdnm 29. Okt 2012

Tatsächlich ist es nur eine Stelle (m->c) Lesen, denken, schreiben.... (ducken...

stoneburner 29. Okt 2012

da gibts einige ansätze: wenns sehr ergonomisch sein soll, einfach aus knetmasse einen...

kojote 05. Okt 2012

Afaik $ 150 / l und ob du das einfach so importieren kannst bleibt fragwürdig. Aber du...

Technikfreak 29. Sep 2012

Da gab es doch schon vor ca. 10 Jahren mal ein Projekt, wo mittels Kunstharz und Laser...

Kommentieren



Anzeige

  1. Requirements Engineer Integrationsprojekte Insurance (m/w)
    Daimler AG, Stuttgart
  2. Softwareentwickler (m/w) User Interface / Datenbasis
    ROHDE & SCHWARZ GmbH & Co. KG, München
  3. Software Entwickler Java (m/w)
    team24x7 Gesellschaft für Lösungen in der Datenverarbeitung mbH, Bonn
  4. IT-Architect Vernetzte Dienste (m/w)
    T-Systems on site services GmbH, München, Gaimersheim

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Axanar

    Paramount/CBS erlaubt Star-Trek-Fanfilme

  2. FTTH/FTTB

    Oberirdische Glasfaser spart 85 Prozent der Kosten

  3. Botnet

    Necurs kommt zurück und bringt Locky millionenfach mit

  4. Google

    Livestreaming direkt aus der Youtube-App

  5. Autonome Autos

    Fahrer wollen vor allem ihr eigenes Leben schützen

  6. Boston Dynamics

    Spot Mini, die Roboraffe

  7. Datenrate

    Tele Columbus versorgt fast 840.000 Haushalte mit 400 MBit/s

  8. Supercomputer

    China und Japan setzen auf ARM-Kerne für kommende Systeme

  9. Patent

    Die springenden Icons von Apple

  10. Counter-Strike

    Klage gegen Wetten mit Waffen-Skins



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Mighty No. 9 im Test: Mittelmaß für 4 Millionen US-Dollar
Mighty No. 9 im Test
Mittelmaß für 4 Millionen US-Dollar
  1. Mirror's Edge Catalyst im Test Rennen für die Freiheit
  2. Warp Shift im Test Zauberhaftes Kistenschieben
  3. Alienation im Test Mit zwei Analogsticks gegen viele Außerirdische

Schulunterricht: "Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
Schulunterricht
"Wir zocken die ganze Zeit Minecraft"
  1. MCreator für Arduino Mit Klötzchen LEDs steuern
  2. Lifeboat-Community Minecraft-Spieler müssen sich neues Passwort craften
  3. Minecraft Befehlsblöcke und Mods für die Pocket Edition

Mikko Hypponen: "Microsoft ist nicht mehr scheiße"
Mikko Hypponen
"Microsoft ist nicht mehr scheiße"

  1. Re: Rot - Rot - Rot - Rote Politik wirkt

    DrWatson | 01:36

  2. Kompletter Schwachsinn

    miauwww | 01:23

  3. Re: Bei Vodafone günstiger

    bithunter_99 | 01:23

  4. Re: Was geht in den Köpfen der Briten vor?

    Corian | 01:00

  5. Warum...?

    Clown | 00:46


  1. 17:47

  2. 17:01

  3. 16:46

  4. 15:51

  5. 15:48

  6. 15:40

  7. 14:58

  8. 14:31


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel