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3D-Drucker Big Rep: Negativformen für die Herstellung von CFK-Werkstücken
3D-Drucker Big Rep: Negativformen für die Herstellung von CFK-Werkstücken (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

3D-Drucker Big Rep One v.3: Wie eine Fahrstuhltür das Wachstum eines Startups hemmt

3D-Drucker Big Rep: Negativformen für die Herstellung von CFK-Werkstücken
3D-Drucker Big Rep: Negativformen für die Herstellung von CFK-Werkstücken (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Nicht nur der 3D-Drucker selbst ist riesig, auch das Unternehmen Big Rep ist enorm gewachsen. Was als Kunstprojekt angefangen hat, entwickelt sich zum Verkaufserfolg.

Ein Stuhl, ein Tisch, ein Leitkegel: Kleinteile sind nicht die Sache von Big Rep One, dem 3D-Drucker des Unternehmens Big Rep. Er ist einer der größten 3D-Drucker, die mit dem Schmelzschichtungsverfahren arbeiten - und entwickelt sich langsam zu einem Verkaufserfolg.

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Big Rep One Version 3 heißt die aktuelle Version. Er sei gegenüber dem Prototyp aus dem Jahr 2014 sowie dem Vorgänger Big Rep One.2 verändert und verbessert worden, erzählt Unternehmenschef René Gurka im Gespräch mit Golem.de.

Die Bedienung soll einfach sein

Einige Modifikationen sind sichtbar. So sind etwa die Zahnriemen für die Druckkopfsteuerung hinter einer Verkleidung verschwunden. Die senkrechte Führung für den Druckkopf ist schlanker geworden. Die Steuerungselektronik ist nicht mehr wie bei den Vorgängern in einem externen Schaltschrank untergebracht, sondern an das Gerät angebaut. Bedient wird der Rechner über einen kleinen Industrie-PC mit Touchscreen, für den Big Rep eine eigene Nutzeroberfläche designt hat, die die Bedienung vereinfacht. "Jeder Mensch soll in 90 Sekunden in der Lage sein, einen Druck anzuwerfen", sagt Gurka. Inzwischen hat der Drucker auch WLAN, was es ermöglicht, das Gerät aus Berlin zu warten oder Updates zu installieren.

  • Mit dem Tisch hat es angefangen: Das 3D-gedruckte Möbel stellte Big Rep 2014 in New York vor - und wurde schnell bekannt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Inzwischen hat das Berliner Unternehmen Version 3 des Riesendruckers entwickelt - Größenvergleich mit Chef René Gurka.  (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Drucker wurde gegenüber Version 2 modifiziert. Unter anderem hat er WLAN bekommen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Druckköpfe können sich nicht mehr in die Quere kommen - der inaktive wird hochgefahren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Bedient wird der Drucker per Touchscreen. Die Nutzeroberfläche wurde eigens entwickelt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Elektronik ist jetzt nicht mehr extern. Die Halterungen tragen 10-kg-Rollen. Die für das Stützmaterial hat eine Haube. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der Vorgänger hatte einen externen Schaltschrank, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... die Zahnriemen lagen frei. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Der neue Drucker verarbeitet auch 2-mm-Filament. Das verringert die Auflösung, ...  (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... verkürzt aber auch die Druckzeit für große Objekte. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • 3D-gedruckter Hocker: Wer den Drucker gut kennt, kann auch kühne Konstruktionen mit Überhängen, ... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • .. aber ohne Stützstruktur aufbauen. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Mit dem Tisch hat es angefangen: Das 3D-gedruckte Möbel stellte Big Rep 2014 in New York vor - und wurde schnell bekannt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Über dem Schaltschrank sind die Halterungen für die beiden Filament-Spulen - eine für das Baumaterial, die andere für das Stützmaterial PVA. Diese Spule sitzt unter einer Haube, die das Filament luftdicht abschließt, damit das PVA keine Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufnimmt. Die Halterungen sind auch stabil genug für 10-Kilogramm-Spulen.

Big Rep verarbeitet 2-Millimeter-Filament

Die werden gebraucht, weil der Drucker einen höheren Durchsatz hat: Er verarbeitet jetzt auch Filament mit einem Durchmesser von 2,85 Millimetern, der mit einer 2 Millimeter großen Düse verarbeitet wird. Das senkt zwar die Auflösung - bei den Objekten sind deutliche Rillen zu erkennen. Dadurch können große Werkstücke deutlich schneller aufgebaut werden. Ein Druck dauere dann nicht mehr einen oder mehrere Tage, sondern nur noch einige Stunden, sagt Gurka.

Schließlich wurden auch der Druckkopf und das Druckbett modifiziert: Der Druckraum wurde mit einem Sensor ausgestattet, der die Kalibrierung des Druckbetts vereinfacht. Es reicht jetzt, ihn ungefähr einzustellen. Den Rest macht das Gerät selbst. Außerdem ermöglicht es der Sensor, dass der Big Rep Halbzeuge verarbeitet: Der Sensor erkennt die Kanten des Werkstücks und kann darauf aufbauen.

Druckköpfe heben und senken sich

Schließlich wurde der Druckkopf mit den beiden Extrudern modifiziert: Der, der gerade nicht druckt, wird ein wenig nach oben gefahren. Das und eine automatische Reinigung beim Wechseln der Köpfe soll verhindern, dass sich die beiden Kunststoffe vermischen und so den Druck verunreinigen.

Der Big Rep One Version 3 sei damit eine fertige Plattform, sagt Gurka. Weitere Modifikationen seien erst einmal nicht geplant. Allerdings werde das Unternehmen weitere Anwendungen entwickeln. Dazu gehören eine Webcam, um den Druck aus der Ferne zu überwachen, sowie Druckköpfe, die andere Kunststoffe verarbeiten.

Seit unserem ersten Besuch im Jahr 2014 ist Big Rep gehörig gewachsen.

Big Rep verkauft in alle Welt 

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mixedfrog 29. Jan 2016

Sehe ich auch so. Zumal Firmen, die einen größeren Drucker brauchen sicherlich auch die...

Moe479 27. Jan 2016

arbeiten soweit ich gesehen habe entweder enorm langsam, oder bescheiden maßhaltig. von...

ElMario 23. Jan 2016

Das Landgericht Hamburg hat soeben verboten, die Lautstärke zu verändern, sollte kein...

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