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Designer Luigi Colani mit seinem 3D-Drucker (auf der Ifa 2013): Design-Drucker für das moderne Wohnzimmer
Designer Luigi Colani mit seinem 3D-Drucker (auf der Ifa 2013): Design-Drucker für das moderne Wohnzimmer (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Schöner drucken mit Colani und dem MIT

So ein schicker Designerdrucker ist beispielsweise der in Singapur entwickelte Buccaneer, dessen Design stark an Apples Cube erinnert. Allerdings verärgerten die Entwickler ihre Unterstützer aus der erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne später damit, dass sie die angekündigten Stretch-Goals trotz der erreichten Summen nicht einlösten.

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Colanis organischer Drucker

Ebenfalls recht ansprechend sieht der Colani Freesculpt aus, den der Elektronikhändler Pearl mit viel Brimborium auf der Ifa vorstellte. Er trägt deutlich die Handschrift des bekannten Designers Luigi Colani: Statt gerader Kanten herrschen die typischen organischen Formen und geschwungenen Linien vor.

  • Der 3D-Drucker war zunächst noch verhüllt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Typisch Colani: Statt gerader Kanten... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... herrschen runde, organische Formen vor. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Designer Luigi Colani und der von ihm entworfene 3D-Drucker,... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ... den er zuvor signiert hatte. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Der 3D-Drucker war zunächst noch verhüllt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Colani pries seine Kreation derart an, dass den Zuhörer der Eindruck beschleichen mochte, er habe den 3D-Drucker soeben neu erfunden. Zu sehen ist davon bislang aber noch nichts: Die Produktion des Gerätes werde, teilte Pearl auf Anfrage von Golem.de mit, nach aktuellem Stand "nicht vor Juni 2014 beginnen".

  • Der Ultimaker 2 unterscheidet sich äußerlich vom Vorgänger durch sein weißes Kunststoffgehäuse. (Foto: Ultimaker)
  • Der Bauraum des 3D-Druckers ist etwas größer geworden. (Foto: Ultimaker)
  • Die Technik ist verbessert worden: Die Auflösung ist feiner,... (Foto: Ultimaker)
  • ..., das Gerät schneller... (Foto: Ultimaker)
  • .. und leiser. (Foto: Ultimaker)
  • Zum 3D-Drucker gehört auch der Slicer Cura. Die neue Version soll 3D-Dateien schneller verarbeiten. (Screenshot: Ultimaker)
Der Ultimaker 2 unterscheidet sich äußerlich vom Vorgänger durch sein weißes Kunststoffgehäuse. (Foto: Ultimaker)

Auch Ultimaker hat übrigens die Zeichen der Zeit erkannt: Der neue Drucker der Niederländer kommt nicht mehr im Laubsäge-Look daher, sondern mit einem Gehäuse aus einem glänzenden weißen Kunststoff.

Küchenmaschine belichtet Kunstharz

Schick ist auch der Form 1. Der 3D-Drucker des US-Unternehmens Formlabs erinnert mit seiner Basis aus gebürstetem Metall und der Abdeckung aus durchsichtigem, orangefarbenen Kunststoff an eine Küchenmaschine. Das Gerät wurde von einer Gruppe von Designern und Technikern des Media Lab am Massachusetts Institute of Technology (MIT) ersonnen und nutzt eine andere Drucktechnik als die bisher erwähnten. Dabei wird Kunststoff nicht geschmolzen, sondern ausgehärtet.

Stereolithographie (SLA) nennt sich diese 3D-Druck-Technik. Werkstoff ist ein flüssiges Kunstharz, das aushärtet, wenn es Licht mit einer bestimmten Wellenlänge ausgesetzt wird. Es befindet sich in einem Behälter auf der Basis. In der Basis sitzt ein Laser, der ähnlich wie der Druckkopf des FDM-Druckers beweglich ist. Er beleuchtet das Harz von unten.

Zu Beginn des Aufbauprozesses wird die Arbeitsplattform von oben in den Behälter abgesenkt. Der Laser fährt die Form des Gegenstandes ab und belichtet das Kunstharz. Danach wird die Arbeitsplattform angehoben und die nächste Lage wird ausgehärtet. Am Ende hängt das Werkstück kopfüber unter der Plattform.

Höhere Auflösung

Die Stereolithographie bringt bessere Ergebnisse als FDM: Die Auflösung ist höher - es ist also möglich, feinere Strukturen oder schmalere Wände zu erschaffen. Zudem soll die Oberfläche des Werkstücks glatter sein.

  • Keine Küchenmaschine, sondern ein 3D-Drucker: Form 1 (Foto: Formlabs)
  • Das Gerät baut Gegenstände per Stereolithographie auf. (Foto: Formlabs)
  • Form 1 ist vergleichsweise günstig. (Foto: Formlabs)
  • Ein Gegenstand wird am Computer gestaltet... (Foto: Formlabs)
  • ... und dann vom 3D-Drucker aufgebaut. (Foto: Formlabs)
  • Stereolithographie bietet eine hohe Auflösung: sehr dünne Lagen und kleine Details. (Foto: Formlabs)
Keine Küchenmaschine, sondern ein 3D-Drucker: Form 1 (Foto: Formlabs)

Der Nachteil ist, dass die Technik durch Patente geschützt ist. Das brachte Formlabs auch gleich eine Klage des Hardwareherstellers 3D Systems ein, der die SL erfunden hat. Gleich mit verklagt wurde die Crowdfunding-Plattform Kickstarter, über die Formlabs Geld gesammelt hatte. Kickstarter profitiere von der Patentrechtsverletzung, argumentierte 3D Systems.

Inzwischen scheinen sich 3D Systems und Formlabs außergerichtlich einigen zu wollen, wobei keine Details bekannt sind. Die Erfolgsgeschichte für Formlabs aber geht weiter: Schon das Ergebnis der Kickstarter-Kampagne übertraf die Erwartungen. Statt der beabsichtigten 100.000 US-Dollar kamen 2,94 Millionen US-Dollar zusammen. Über 1.000 3D-Drucker wurden seinerzeit vorbestellt und 2013 ausgeliefert. Im Oktober 2013 kam die nächste Finanzspritze: Formlabs erhielt in einer Finanzierungsrunde 19 Millionen US-Dollar. Davon sollen unter anderem größere Räumlichkeiten bezahlt werden.

Schall-Druck

Höchst ungewöhnlich ist der Peachy Printer. Auch er nutzt das Verfahren der Stereolithografie, baut also Gegenstände aus einem Flüssigharz, das durch Belichten aushärtet. Der Laser ist beim Drucker festmontiert. Sein Strahl wird von zwei beweglich gelagerten Spiegeln gelenkt.

Der Drucker wird nicht - wie zu vermuten wäre - per USB an den Rechner angeschlossen, sondern an dessen Kopfhörerbuchse. Ein Zusatzprogramm zu der 3D-Software Blender wandelt die 3D-Daten in Audiodateien um. Die Audiodatei wird abgespielt, und durch die Schwingungen werden die Spiegel bewegt, wodurch der Laserstrahl über das Flüssigharz geleitet wird.

Steter Tropfen

Für die Bewegung in der Vertikalen hat sich Entwickler Rylan Grayston einen einfachen, aber schlauen Mechanismus ausgedacht: Das Harz schwimmt auf einer Schicht Salzwasser. Durch ein Ventil tropft das Wasser in den Behälter und hebt das Harz nach und nach an, während das Bauteil auf dem Boden stehen bleibt.

Finanziert wurde die Entwicklung zum Teil über Kickstarter - und das recht erfolgreich: Statt der intendierten 50.000 kanadischen Dollar, etwa 34.000 Euro, bekam das Unternehmen Rinnovated Design über 650.000 kanadische Dollar, umgerechnet mehr als 445.000 Euro. Der musikalische 3D-Drucker soll für 100 kanadische Dollar, rund 70 Euro, auf den Markt kommen.

Aber wozu das alles? Was soll ich mit einem 3D-Drucker anfangen?

 Großdruck, Zahndruck, HanddruckMach was! 

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Technikfreak 09. Jan 2014

Nicht interessant für den Kunden, solange er Garantie hat. Und wenn Garantie abgelaufen...

Anonymer Nutzer 07. Jan 2014

alles Materielle erlebt eine ständige Designänderung, ob nun Kühlschränke...

Hotohori 30. Dez 2013

Interessant, aber da ist mir die Schrift etwas zu groß für den Desktop Browser. ^^

Technikfreak 27. Dez 2013

Die Qualität ist fast diesselbe, solage nicht Fremdstoffe (Farbe, andere Materialen...

Arcardy 25. Dez 2013

Kwt kwt kwt kwt Kaaaa Weeeh Teee Kahahahaha Wehehehe Tehe!



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