Abo
  • Services:
Anzeige
3D-Drucker Ultimaker: Die Revolution der 3D-Heimwerker muss noch warten.
3D-Drucker Ultimaker: Die Revolution der 3D-Heimwerker muss noch warten. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

3D-Druck: Die Revolution wird abgeblasen

3D-Drucker Ultimaker: Die Revolution der 3D-Heimwerker muss noch warten.
3D-Drucker Ultimaker: Die Revolution der 3D-Heimwerker muss noch warten. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Mit 3D-Druckern kann jeder Laie Dinge entwerfen und herstellen - auch ohne eine Fabrik. So mancher erwartet eine neue industrielle Revolution. Wären da nicht die schnöden Beschränkungen! Etwa die Gesetze der Physik.

Die Revolution sagt Hartmut Schwandt mit einem Lächeln ab. "Das Wort würde ich streichen." Evolution - schon eher. Dabei halten viele das, was der Mathematik-Professor tut, für umwälzend. Er leitet das 3D-Labor an der Technischen Universität (TU) Berlin. In dessen Räumen, versteckt gelegen am Ende eines dunklen Flurs, brummen und zischen mehrere schrankgroße 3D-Drucker vor sich hin. Die Geräte lassen digitale Konstruktionen Wirklichkeit werden. Schicht für Schicht, in Kunststoff oder Gips.

Anzeige

Einige Trendforscher und Enthusiasten (nicht immer lässt sich das sauber trennen) sehen darin die Zukunft der Produktion. Jeder einzelne könne nun Dinge entwerfen, produzieren und verkaufen - auch ohne Eigenkapital und Fabrik, schreibt beispielsweise der prominente amerikanische Journalist und Bestseller-Autor Chris Anderson in seinem jüngsten Buch 'Makers'. Die Technologie sei noch in den Anfängen, stelle aber das vorherrschende Industriemodell infrage: "Wir stehen an der Schwelle einer neuen industriellen Revolution", deklariert er mit kalifornischem Enthusiasmus.

Die Werkzeuge der 3D-Drucker

Über solche Thesen schüttelt Schwandt jedoch mit wissenschaftlicher Skepsis den Kopf. Nicht aus falscher Bescheidenheit - sein zehnköpfiges Team ist bei Wissenschaftlern und Medien sehr gefragt. Aber: "Wir sind meilenweit davon entfernt, mit beliebigen Materialien beliebige Dinge zu drucken", sagt er. Ein Besuch im 3D-Labor zeigt die Faszination der Technologie - aber auch, dass die Revolution noch warten muss.

Der 3D-Druck hat eine beachtliche Karriere hingelegt. Die Industrie setzt das Verfahren schon seit den 80er Jahren ein. Autobauer beispielsweise können ihre am Computer entworfenen Prototypen auf Knopfdruck produzieren lassen, ohne teure Werkzeuge herstellen zu müssen - hier ist vom Rapid Prototyping die Rede. Auch Schuhdesigner und Architekten fabrizieren so Modelle.

Doch die Möglichkeiten gehen weit über den Modellbau hinaus. Ingenieure können seltene Ersatzteile für das Fließband nachbauen, technisch hochgerüstete Zahnärzte den Patienten eine passende Füllung drucken und sogleich einsetzen. Und die Berliner Forscher kopierten mit Computertomograph und Druckmaschine eine entstellte Statue des altägyptischen Königs Echnaton, so dass die Restauratoren mit Hilfe des Gips-Imitats Ersatzteile für das empfindliche Original formen konnten.

Und jetzt ziehen die Maschinen auch in die Garagen und Bastelkeller ein.

Aus dem Labor in den Hobbykeller 

eye home zur Startseite
Schorhr 06. Mär 2013

Bei vielem kann ich zustimmen, aber einiges ist auch noch Zukunftsmusik. Druckbare...

Euro2001 05. Mär 2013

Selbst wenn der Replikator das Bierchen, das ich eben getrunken habe, Atom für Atom...

Euro2001 05. Mär 2013

Was man wiederum durch eine entsprechende Beschichtung verhindern kann. Dann dürfte Glas...

Wirbelpsychologe 04. Mär 2013

Bei den Dübeln käme es darauf an, wie schnell ich diese in der Wand verbaue, und wie...

RalfiRalf 04. Mär 2013

Einscannen geht doch auch. Inzwischen sogar per Smartphone: http://www.3d-print-news.de...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Ratbacher GmbH, Raum Berlin (Home-Office möglich)
  2. Robert Bosch GmbH, Reutlingen
  3. über Hays, Frankfurt
  4. über Hanseatisches Personalkontor Kassel, Kassel


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 5,99€
  2. 329,00€
  3. 4,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Tinker-Board

    Asus bringt Raspberry-Pi-Klon

  2. Privatsphäre

    Verschlüsselter E-Mail-Dienst Lavabit kommt wieder

  3. Potus

    Donald Trump übernimmt präsidiales Twitter-Konto

  4. Funkchips

    Apple klagt gegen Qualcomm

  5. Die Woche im Video

    B/ow the Wh:st/e!

  6. Verbraucherzentrale

    O2-Datenautomatik dürfte vor Bundesgerichtshof gehen

  7. TLS-Zertifikate

    Symantec verpeilt es schon wieder

  8. Werbung

    Vodafone will mit DVB-T-Abschaltung einschüchtern

  9. Zaber Sentry

    Mini-ITX-Gehäuse mit 7 Litern Volumen und für 30-cm-Karten

  10. Weltraumteleskop

    Erosita soll Hinweise auf Dunkle Energie finden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Autonomes Fahren: Laserscanner für den Massenmarkt kommen
Autonomes Fahren
Laserscanner für den Massenmarkt kommen
  1. BMW Autonome Autos sollen mehr miteinander quatschen
  2. Nissan Leaf Autonome Elektroautos rollen ab Februar auf Londons Straßen
  3. Autonomes Fahren Neodriven fährt autonom wie Geohot

Halo Wars 2 angespielt: Mit dem Warthog an die Strategiespielfront
Halo Wars 2 angespielt
Mit dem Warthog an die Strategiespielfront

Reverse Engineering: Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button
Reverse Engineering
Mehr Spaß mit Amazons Dash-Button
  1. Online-Einkauf Amazon startet virtuelle Dash-Buttons

  1. Re: Komplett integer

    violator | 22:26

  2. Re: RK3288 Software Support

    nille02 | 22:21

  3. Re: Tutanota

    twothe | 22:19

  4. Re: Vakuum

    masel99 | 22:06

  5. Re: Es wird immer was vergessen

    LinuxMcBook | 22:06


  1. 16:49

  2. 14:09

  3. 12:44

  4. 11:21

  5. 09:02

  6. 19:03

  7. 18:45

  8. 18:27


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel