Abo
  • Services:
Anzeige
Virtuelle Rekonstruktion: Originalknochen in Gipsumhüllung und Knochen aus dem 3D-Drucker
Virtuelle Rekonstruktion: Originalknochen in Gipsumhüllung und Knochen aus dem 3D-Drucker (Bild: Radiology/RSNA)

3D-Druck Berliner Wissenschaftler drucken Dinosaurier

Mit einem Computertomographen haben Berliner Radiologen die Herkunft eines Dinosaurierknochens klären können. Anschließend haben sie den Knochen nachgedruckt. Mit dieser Methode sollen künftig Fossilien besser zugänglich und trotzdem geschützt werden.

Anzeige

Forscher aus Berlin haben einen Dinosaurierknochen gescannt und anschließend mit einem 3D-Drucker aufgebaut. Das Original steckt noch im Gips. Virtuelle Rekonstruktion nennen die Wissenschaftler vom Institut für Radiologie des Berliner Universitätsklinikums Charité diese Methode.

Die Wissenschaftler um Ahi Sema Issever haben die Gipshülse in einen Computertomographen (CT) gesteckt und gescannt. Die daraus erzeugte 3D-Datei haben sie dann in einen 3D-Drucker exportiert, der daraus ein Modell des Knochen aufgebaut hat. Als 3D-Druckverfahren nutzten sie das Selektive Lasersintern (SLS). Dabei wird der Baustoff schichtweise aufgetragen, die Lagen werden von einem Laser verschmolzen.

Fossil im Gips

Ein Fossil steckt normalerweise im Sediment. Bei der Ausgrabung wird es zum Teil oder ganz herausgelöst und dann zum Schutz beim Transport eingegipst. Um es untersuchen zu können, muss die Gipsummantelung entfernt werden. Das ist mühsam und kostet Zeit. Zudem besteht die Gefahr, dass das Fossil Schaden nimmt.

Bei der virtuellen Rekonstruktion hingegen bleibt der Knochen in seiner Hülle aus Gips und Sediment, die der CT durchleuchtet. Das habe verschiedene Vorteile, erklärt die Berliner Radiologin Issever. So sei die virtuelle Rekonstruktion schneller als die konventionelle. Größter Vorteil sei aber, dass sie "nicht-destruktiv ist, und dass das Risiko, das Fossil zu beschädigen, minimal ist".

Die virtuelle Rekonstruktion könne die Forschung beschleunigen: "Die digitalen Daten und die 3D-Drucks können einfach weitergegeben werden. Dadurch können andere Forschungseinrichtungen Zugriff auf seltene Fossilien erhalten, der ihnen sonst verwehrt bleibt", sagt Issever. "Wie Gutenbergs Druckerpresse der Öffentlichkeit die Welt der Bücher öffnete, so könnten Daten und 3D-Drucke von Fossilien verbreitet werden, während das Original geschützt wird."

Verwirrung im Naturkundemuseum

Auf die Idee zu der neuen Rekonstruktionsmethode wurden die Forscher durch das nahegelegene Naturkundemuseum gebracht: In dessen Fundus befinden sich Fundstücke, deren Herkunft heute nicht mehr nachzuvollziehen ist. Die Fossilien waren nicht richtig beschriftet und im Krieg durcheinander geraten.

Das Museum übergab Issevers Team ein Gipsstück, das dieses einer Grabung bei Halberstadt in Sachsen-Anhalt zuordnen konnte. Dort waren in einer Tongrube zwischen 1910 und 1930 zwischen 40 und 50 Skelette gefunden worden. Der 3D-gedruckte Knochen gehörte einmal einem Plateosaurus, einem auf zwei Beinen laufenden Pflanzenfresser, der vor etwa 200 Millionen Jahren lebte.


eye home zur Startseite
vugos 21. Nov 2013

Das einzig neue daran ist, dass der Scan innerhalb des Gipses funktioniert. Einen...

Michael H. 21. Nov 2013

Warum komme ich gerade irgendwie nur auf den Film "Das fünfte Element"? 3D Drucker...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. QSC AG, Frankfurt, Hamburg, Oberhausen
  2. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  3. T-Systems International GmbH, Bonn, Berlin
  4. Syna GmbH, Frankfurt am Main


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,49€ (ohne Prime bzw. unter 29€-Einkauf zzgl. 3€ Versand)
  2. (u. a. Der Hobbit 3 für 9,99€ u. Predator für 12,49€)
  3. 29,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Digitale Assistenten

    LG hat für das G6 mit Google und Amazon verhandelt

  2. Instant Tethering

    Googles automatischer WLAN-Hotspot

  3. 5G-Mobilfunk

    Netzbetreiber erhalten Hilfe bei Suche nach Funkmastplätzen

  4. Tinker-Board

    Asus bringt Raspberry-Pi-Klon

  5. Privatsphäre

    Verschlüsselter E-Mail-Dienst Lavabit kommt wieder

  6. Potus

    Donald Trump übernimmt präsidiales Twitter-Konto

  7. Funkchips

    Apple klagt gegen Qualcomm

  8. Die Woche im Video

    B/ow the Wh:st/e!

  9. Verbraucherzentrale

    O2-Datenautomatik dürfte vor Bundesgerichtshof gehen

  10. TLS-Zertifikate

    Symantec verpeilt es schon wieder



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Donald Trump: Ein unsicherer Deal für die IT-Branche
Donald Trump
Ein unsicherer Deal für die IT-Branche
  1. USA Amazon will 100.000 neue Vollzeitstellen schaffen
  2. Trump auf Pressekonferenz "Die USA werden von jedem gehackt"
  3. US-Wahl US-Geheimdienste warnten Trump vor Erpressung durch Russland

Begnadigung: Danke, Chelsea Manning!
Begnadigung
Danke, Chelsea Manning!
  1. Verwirrung Assange will nicht in die USA - oder doch?
  2. Nach Begnadigung Mannings Assange weiter zu Auslieferung in die USA bereit
  3. Whistleblowerin Obama begnadigt Chelsea Manning

Shield TV (2017) im Test: Nvidias sonderbare Neuauflage
Shield TV (2017) im Test
Nvidias sonderbare Neuauflage
  1. Wayland Google erstellt Gamepad-Support für Android in Chrome OS
  2. Android Nougat Nvidia bringt Experience Upgrade 5.0 für Shield TV
  3. Nvidia Das Shield TV wird kleiner und kommt mit mehr Zubehör

  1. Re: Locky mit .odin Dateierweiterung

    Thinney | 03:52

  2. Technikgläubigkeit...

    B.I.G | 03:03

  3. Re: Bandbreitendiebstahl?

    MaxBub | 02:56

  4. Re: und nun?

    GenXRoad | 02:26

  5. Re: Hyperloop BUSTED!

    Eheran | 02:20


  1. 11:29

  2. 10:37

  3. 10:04

  4. 16:49

  5. 14:09

  6. 12:44

  7. 11:21

  8. 09:02


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel