Verschwindetrick auf traditionelle Art
Verschwindetrick auf traditionelle Art (Bild: George W. Hales/Getty Images)

Der Klassiker: Industriespionage

Anzeige

Industriespionage gehört mit zu den ältesten und erfolgreichsten Maschen des Social Engineerings. Als legitim betrachtete Mitarbeiter können sich Zugang zu den geheimsten Labors verschaffen und Konkurrenten ausspionieren. Jüngst will die britische Staubsaugerfirma Dyson einen Spion von Bosch bei sich entdeckt haben, der dort Geschäftsgeheimnisse gesammelt und an die deutsche Firma Bosch weitergeben haben soll. Der Mitarbeiter, dessen Identität noch unbekannt ist, soll zwei Jahre lang in Dysons Entwicklungsabteilung für elektrische Motoren gearbeitet haben.

Die Abteilung ist laut Dyson in einem Gebäudetrakt mit höchster Sicherheit untergebracht, der Zugang nur per Fingerabdruckerkennung möglich. Bosch weist die Vorwürfe zurück. Der ehemalige Mitarbeiter habe bei Bosch in der Abteilung für Gartengeräte gearbeitet. Dyson hat gegen Bosch Klage vor einem britischen Gericht eingereicht.

Schon früher wurden deutsche Firmen beschuldigt, bei britischen Unternehmen abgekupfert zu haben. Im späten 19. Jahrhundert hatte Großbritannien einen derart großen Vorsprung bei Qualitätsprodukten vor dem Nachzügler auf dem Kontinent, dass reihenweise deutsche Facharbeiter zum "Anlernen" auf die Insel geschickt wurden. Damit die immer noch minderwertigen und fast identischen deutschen Produkte von den britischen Originalen zu unterscheiden waren, setzte Großbritannien damals die Bezeichnung "Made in Germany" durch.

...und eine ganze Brücke

Einer der Basistricks bei Social Engineering sind gefälschte Dokumente. Mit diesen konnten Diebe in der Nähe von Slavkov in Tschechien einen ganzen Fußgängerübergang abbauen und die darunterliegenden Bahngleise gleich mit. Die Metalldiebe rückten dafür sogar mit einem Kran an. Als die örtliche Polizei nach dem Rechten sehen wollte, präsentierten die Diebe offensichtlich gut gefälschte Genehmigungspapiere. Sie seien mit dem Abriss beauftragt worden, um Platz für einen neuen Fahrradweg zu machen.

Erst nachdem die Brücke verschwunden war, überprüften Mitarbeiter der örtlichen Bahnstation den vermeintlichen Auftrag. Angaben über die Höhe des Verlusts reichen von mehreren Tausend Euro an Materialkosten bis hin zu mehreren Millionen Euro für den Wiederaufbau der entwendeten Brücke. Die Gleisstrecke war aber laut Bahn bereits stillgelegt.

Metallabbau hat in der Gegend um Slavkov Tradition: Bereits im 2. Jahrtausend vor Christus wurde dort Zinn abgebaut, die Region war bis ins 16. Jahrhundert für das Metall berühmt. Es wurde beispielsweise von der Familie Fugger aus Augsburg gehandelt.

 Falscher Paul Allen verschafft sich KontozugangBetrug ist nicht Hacken 

NeverDefeated 08. Jan 2013

Ich war am Anfang meines Studiums der einzigste Student meines Jahrgangs, der jeden Tag...

Gungosh 03. Jan 2013

Gesundheit reicht eigentlich völlig aus, um on- und offline klarzukommen und sich nicht...

Wary 31. Dez 2012

Selbstverständlich gehört ein Backup in die "Cloud". Vermutlich weißt du weder was man...

Baron Münchhausen. 27. Dez 2012

Am meisten wurden Donuts geklaut ... In den USA... Bei den Polizisten... Umgerechnet ein...

Baron Münchhausen. 27. Dez 2012

Wenn einer ein Zauberstab dabei hat und ihr nicht bei einer Zauberershow seid, dann ist...

Kommentieren



Anzeige

  1. System Integration Consultant (m/w)
    SimCorp Central Europe, Bad Homburg
  2. Integration Tester (m/w) (Divison Issuing)
    Wirecard Technologies GmbH, Aschheim
  3. Softwareentwickler/in
    HELBAKO GmbH, Heiligenhaus
  4. PHP Software-Entwickler E-Commerce / Portale (m/w)
    von Affenfels GmbH, Stuttgart

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. 4 Blu-rays für 30 EUR
    (u. a. Django Unchained, Rush, Das erstaunliche Leben des Walter Mitty,
  2. Weihnachtsfilme auf Blu-ray bis -40%
    (u. a. Schöne Bescherung 7,97€, Der Polarexpress 7,97€, Der Grinch 7,99€)
  3. Film-Sternstunden: Box-Sets und Komplettboxen reduziert
    (u. a. Star Wars: The Complete Saga I-VI Blu-ray 71,97€, Akte X komplette Serie DVD 39,97€)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Guardians of Peace

    Sony-Hack wird zum Politikum

  2. Urheberrecht

    Flickr Wall Art nutzt keine CC-Bilder mehr

  3. Rohrpostzug

    Hyperloop entsteht nach Feierabend

  4. IT-Bereich

    China will ausländische Technik durch eigene ersetzen

  5. Chaton

    Samsung schaltet seinen Messenger ab

  6. Lehrreiche Geschenke

    Stille Nacht, Bastelnacht

  7. Samsung NX300

    Unabhängige Firmware verschlüsselt Fotos

  8. Arbeiter in China

    BBC findet schlechte Arbeitsbedingungen bei Apple-Zulieferer

  9. Misfortune Cookie

    Sicherheitslücke in Routern angeblich weit verbreitet

  10. Deutscher Entwicklerpreis 2014 Summit

    Das dreifache Balancing für den E-Sport



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Jahresrückblick: Was 2014 bei Golem.de los war
Jahresrückblick
Was 2014 bei Golem.de los war
  1. In eigener Sache Golem.de sucht (Junior) Concepter/-in für Onlinewerbung
  2. In eigener Sache Golem.de offline und unplugged
  3. In eigener Sache Golem.de sucht Videoredakteur/-in

E-Mail-Ausfall in München: Und wieder wars nicht Limux
E-Mail-Ausfall in München
Und wieder wars nicht Limux
  1. Öffentliche Verwaltung Massiver E-Mail-Ausfall bei der Stadt München
  2. Limux Kopf einziehen und über Verschwörung tuscheln
  3. Limux Windows-Rückkehr würde München Millionen kosten

Nexus 6 gegen Moto X: Das Nexus ist tot
Nexus 6 gegen Moto X
Das Nexus ist tot
  1. Teardown Nexus 6 kommt mit wenig Kleber aus
  2. Google Nexus 6 kommt doch erst viel später
  3. Google Nexus 6 erscheint nächste Woche - doch nicht

    •  / 
    Zum Artikel