Verschwindetrick auf traditionelle Art
Verschwindetrick auf traditionelle Art (Bild: George W. Hales/Getty Images)

Falscher Paul Allen verschafft sich Kontozugang

Anzeige

Stars oder Millionäre sind natürlich ein beliebtes Angriffsziel für Scammer, da über sie viel bekannt ist und das Hacken eine medienwirksame Aktion bedeutet - oder einfach, weil sie viel Geld haben.

Nicht besonders geschickt hat sich ein unerlaubt abwesender US-Soldat in den USA angestellt, der sich zunächst erfolgreich als der Millionär und Microsoft-Mitbegründer Paul Allen ausgab. Er rief bei Allens Bank an und erklärte, dass er seine Bankkarte daheim verlegt hätte. Er wolle die Karte zwar nicht als verloren melden, hätte aber gerne sobald wie möglich eine zweite. Der Citibank-Mitarbeiter war offensichtlich so hilfsbereit, dass er eine zusätzliche Adresse aufnahm, an die er die zweite Karte per Express rausschickte. Der US-Soldat gab auch gleich seine Telefonnummer an.

Viel Erfolg hatte der Soldat aber nicht. Ihm gelang zwar zunächst eine Überweisung in Höhe von etwa 600 US-Dollar mit der neuen Karte, eine zweite Überweisung in Höhe von 15.000 US-Dollar sowie Einkäufe in einem Computerspielgeschäft fielen aber der Betrugsabteilung in der Bank auf. Der Soldat wurde verhaftet und angeklagt. Wie der Betrüger den Bankmitarbeiter dazu überredete, die zweite Karte auszustellen, bleibt ein Geheimnis. Die Bank gab dazu keinen Kommentar ab.

Mit öffentlicher Unterschrift zu Millionen

Gleich mehrere Anläufe benötigten Scammer aus Hongkong, um etwa 2 Millionen US-Dollar zu erbeuten. Das Geld ergaunerten sie von Wells Fargo, das ein gemeinsames Treuhandkonto des US-Bezirks Merced und der Catholic Healthcare West verwaltet. Das Geld auf dem Treuhandkonto ist für das Medical Center in Merced im US-Bundesstaat Kalifornien gedacht.

Die Betrüger forderten zunächst einen Geldbetrag von 440.000 US-Dollar per Fax an. Ihre Anforderungen legitimierten sie mit der Unterschrift des Präsidenten der Stiftung. Diese hatten sie ausgerechnet von der Webseite der Stiftung selbst. Dort waren mehrere Dokumente verfügbar, die die Unterschrift enthielten.

Das Konto, auf das Wells Fargo das Geld überweisen sollte, gab es aber nicht. Möglicherweise wollten die Betrüger zunächst prüfen, ob ihr Scam überhaupt funktioniert. Wells Fargo kontaktierte den anonymen Betrüger, um die Kontonummer zu verifizieren. Auch eine zweite Überweisung klappte jedoch nicht. Erst Monate und mehrere Anfragen später schaffte es das Geldinstitut, etwa 1 Million US-Dollar auf ein tatsächlich vorhandenes Konto in Hongkong zu überweisen. Nach einer weiteren Anfrage transferierte Wells Fargo ein weiteres Mal etwa 1,1 Millionen US-Dollar. Erst, als Betrüger abermals 2,3 Millionen US-Dollar anforderten, schöpfte das Geldinstitut Verdacht. Es erstattete das fälschlich überwiesene Geld an die Stiftung zurück und Anzeige gegen unbekannt.

 Ziel der Scammer war das Twitter-KontoDer Klassiker: Industriespionage 

NeverDefeated 08. Jan 2013

Ich war am Anfang meines Studiums der einzigste Student meines Jahrgangs, der jeden Tag...

Gungosh 03. Jan 2013

Gesundheit reicht eigentlich völlig aus, um on- und offline klarzukommen und sich nicht...

Wary 31. Dez 2012

Selbstverständlich gehört ein Backup in die "Cloud". Vermutlich weißt du weder was man...

Baron Münchhausen. 27. Dez 2012

Am meisten wurden Donuts geklaut ... In den USA... Bei den Polizisten... Umgerechnet ein...

Baron Münchhausen. 27. Dez 2012

Wenn einer ein Zauberstab dabei hat und ihr nicht bei einer Zauberershow seid, dann ist...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Berater (m/w) Warenwirtschaftssysteme
    AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster
  2. IT and application specialist (m/w) in the Operations / Support ECAD applications field at H CV
    Siemens AG, Erlangen
  3. Betriebs-System Engineer Citrix (m/w)
    DATAGROUP Köln GmbH, Köln
  4. Mathematisch-Technische Assistenz 3D-Messtechnik für die Verkehrstechnik
    VITRONIC GmbH, Wiesbaden

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Überbewertete Superrechner

    Quantencomputer hätten kaum was zu tun

  2. FAA

    Zahl der Flugzwischenfälle mit Privatdrohnen steigt

  3. Großbritannien

    Pink Floyd und Arctic Monkeys sorgen für Vinyl-Boom

  4. Raumfahrt

    Hayabusa 2 startet in wenigen Tagen

  5. Winter is coming

    Game of Thrones ab Anfang Dezember 2014

  6. Stereoskopie

    Neue Diskussionen um Schädlichkeit von 3D-Displays

  7. E-Label

    Viele hässliche Icons verschwinden von Smartphone-Gehäusen

  8. Black Friday

    Oneplus One kann ohne Einladung bestellt werden

  9. Merkel-Handy

    Bundesregierung schließt Antispionage-Vertrag mit Blackberry

  10. Pantelligent

    Die funkende Bratpfanne



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Android-ROM: Slimkat - viele Einstellungen und viel Schwarz
Android-ROM
Slimkat - viele Einstellungen und viel Schwarz

Next-Gen-Geburtstag: Xbox One und Playstation 4 sind eins
Next-Gen-Geburtstag
Xbox One und Playstation 4 sind eins
  1. Big Fish Games Bis zu 885 Millionen US-Dollar für Casualgames-Anbieter
  2. This War of Mine Das traurigste Spiel des Jahres
  3. Qbert & Co 901 Spielhallenklassiker im Onlinearchiv

NSA-Ausschuss: Meisterschule für Geheimniskrämer
NSA-Ausschuss
Meisterschule für Geheimniskrämer
  1. Operation Eikonal Regierung schüchtert Ausschuss mit extremem Geheimschutz ein
  2. Kanzlerhandy Bundesanwaltschaft will NSA-Ermittlungsverfahren einstellen
  3. NSA und Co. US-Geheimdienste melden viele Zero-Day-Lücken vertraulich

    •  / 
    Zum Artikel