200-mm-Fabrik Auxo-Roboter ersetzen 160 Arbeiter bei Infineon Dresden

Infineon schickt 160 Arbeiter nach Hause, deren Job bald von Robotern gemacht wird. Fabrikchef Pantelis Haidas gibt dem Preisdruck durch asiatische Konkurrenten die Schuld.

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Mit 50 neuen Robotern sollen in der Chipproduktion bei Infineon 160 Produktionsarbeiter ersetzt werden. Infineon-Sprecherin Diana Heuer in Dresden bestätigte Golem.de den Stellenabbau, über den bereits im April 2013 berichtet wurde. Bis Herbst 2015 werden 70 Leiharbeiter nicht weiterbeschäftigt, 90 Infineon-Arbeiter sollen in den Vorruhestand gehen oder gegen Abfindungen einen Aufhebungsvertrag unterschreiben.

"Es geht konkret um die 200-mm-Fabrik, wo wir eine weitere Automatisierungsstufe in der 19 Jahre alten Fabrik planen. Das Be- und Entladen von Maschinen wird automatisiert, weshalb weniger Personal benötigt und Personalanpassungen nötig werden. Ein großer Teil der Anpassungen kann intern in den wachsenden 300-mm-Fabrikationsanlagen kompensiert werden." Es seien für die Betroffenen zudem "attraktive Abfindungssummen" herausgekommen.

Die Dresdner Chipfabrik hat 2.000 Beschäftigte, dazu kommen rund 200 Leiharbeiter.

Fabrikchef Pantelis Haidas hatte auf der Fachmesse Semicon Europe die Angaben zum Stellenabbau bekanntgegeben. Ursache sei die fortschreitende Automatisierung der Halbleiterfertigung am sächsischen Standort. Es gelte, die Kosten zu senken, um dem Preisdruck durch die asiatische Konkurrenz standhalten zu können.

Infineon hatte im Mai 2011 Immobilien, Reinraumtechnik und 300-mm-Fabrikationsanlagen vom Insolvenzverwalter von Qimonda Dresden für insgesamt 100,6 Millionen Euro erworben. Für Infineon sei dies "Teil der strategisch ausgerichteten Kapazitätserweiterung" wegen anhaltend starken Auftragseingangs und guter Auftragsbestände. Dadurch sollten in Dresden mindestens 250 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die Qimonda-Chipfabrik in Dresden mit 3.900 Beschäftigten war zum Jahresende 2009 stillgelegt worden, weltweit hatten bei der Infineon-Tochter 12.000 Menschen gearbeitet. Mit der Schließung des Werkes in Dresden hatten rund 3.000 Beschäftigte ihren Job verloren.


hutzlibu 14. Okt 2013

Du hast da wohl so eine romantische Vorstellung von Revolution? Nur weil viele sich...

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