20 Jahre WWW: Cern will die erste Website rekonstruieren
Tim Berner-Lees Rechner (am Cern): webartige Gebilde in der Hand von Konzernen (Bild: Coolcaesar/Wikipedia)

20 Jahre WWW Cern will die erste Website rekonstruieren

Tim Berners-Lees alten Computer wieder zum Laufen zu bringen sowie seine Website in der Originalfassung ins Netz zu stellen - das sind zwei der Ziele eines Projekts am Cern. Anlass ist der 20. Jahrestag der Freigabe des World Wide Web.

Anzeige

Zum 20. Jahrestag des World Wide Web (WWW) hat das Cern das Projekt Restoring the First Website ins Leben gerufen, um die erste Website, die Tim Berners-Lee eingerichtet hat, zu rekonstruieren. Dazu gehört nicht nur die Seite selbst, sondern auch die originale Hardware.

Am 30. April 1993 erklärte das europäische Kernforschungszentrum Cern, dass das WWW allen kostenlos zur Verfügung steht: "Das Cern verzichtet auf alle geistigen Eigentumsrechte an diesem Code, sowohl als Quellcode als auch in binärer Form, und jedermann erhält die Erlaubnis, ihn zu nutzen, zu kopieren, zu verändern und weiterzuverteilen."

Berners-Lees erste Website

Die erste Webpage war da bereits unter der Adresse info.cern.ch (128.141.201.74) online - wenn auch noch als Alphaversion, wie Berners-Lee seinerzeit zugab. Ziel des WWW war zunächst, akademische Informationen zugänglich zu machen. Auf seiner Site erklärte Berners-Lee, wie das WWW funktioniert, mit welcher Software es sich nutzen lässt und wer an dem Projekt beteiligt ist. Vorgehalten wurde die Seite auf Berners-Lees eigenem Computer, einem NeXTcube.

Den Rechner gibt es immer noch am Cern - er soll im Rahmen des Projekts wieder hergerichtet und mit den Daten von Berners-Lee aus jener Zeit ausgestattet werden. Die Seite ist abrufbar - allerdings nur in einer Fassung aus dem Jahr 1992. Die Cern-Mitarbeiter sind deshalb auf der Suche nach der ältesten Version, um diese Seiten im Originalzustand wieder herzustellen. Außerdem wollen sie die alten IP-Adressen und Rechnernamen wieder aktivieren.

Anfang und Bedeutung des WWW

Ziel des ganzen Projekts sei, künftigen Generationen zu zeigen, wie das WWW angefangen habe - mit einem Emulator des ersten Browers - und wie es die Welt verändert habe. "Ich möchte, dass meine Kinder die Bedeutung diese Augenblicks in der Geschichte verstehen: Das Web ist inzwischen so allgegenwärtig, so normal, dass das Risiko besteht, nicht zu erkennen, wie grundlegend es sich verändert hat", sagte Dan Noyes, einer der Initiatoren, der BBC.

1993 sei zunächst nicht klar gewesen, dass das Cern die WWW-Technologie freigeben würde. Berners-Lee und seine Kollegen hätten sich dafür stark gemacht, erzählte James Gillies, Leiter der Kommunikationsabteilung des Cern, dem britischen Sender. Sie hätten sich durchgesetzt, und das Cern habe das in seinen Augen wichtigste Dokument in der Geschichte des WWW herausgegeben. "Ohne das hätten wir vielleicht webartige Gebilde, die aber Microsoft oder Apple oder Vodafone gehören würden. Wir hätten nicht eine einzigen, offenen Standard für alle."


Casandro 02. Mai 2013

Gopher war nicht frei, man sollte lange Zeit für den Server Geld zahlen.

Casandro 02. Mai 2013

Damals war es so, das es Videocodecs gab zu denen es noch nicht mal eine öffentliche...

Yeeeeeeeeha 02. Mai 2013

-> OS X / Darwin Kernel: Mach und FreeBSD Umgebung: BSD Cocoa-Framework: NeXTStep -> Und...

attitudinized 01. Mai 2013

usenet im Internet kann und konnte auch jeder nutzen (der es mit einem Modem dort hin...

schueppi 01. Mai 2013

Das www wurde ja vorher schon genutzt. 1993 wurde es für alle freigegeben... 1993 hat...

Kommentieren



Anzeige

  1. User Experience Designer (m/w)
    Siemens AG, Bonn
  2. Softwareentwickler (m/w) für Testsysteme im Bereich Mobilgeräte
    AMS Software & Elektronik GmbH, Flensburg
  3. Software Entwickler (m/w) - SQL Datenbanken
    FÜR SIE Handelsgenossenschaft eG Food - Non Food, Köln
  4. PHP Web Entwickler/-in (m/w)
    mediawave internet solutions GmbH, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Systemkamera

    Fujifilm will Teleobjektive erst Ende 2015 bauen

  2. DIY-Handy

    Fab Lab plant Handyfabrik in Hamburg

  3. Quartalsbericht

    Amazon erwirtschaftet Verlust von 126 Millionen US-Dollar

  4. Apple verkraftet Ansturm nicht

    OS X Yosemite - die öffentliche Beta ist da

  5. Erfundene Waren

    Ebay-Betrüger muss für 7 Jahre in Haft

  6. Uber und Wundercar

    Deutsche haben großes Interesse an Taxi-Alternativen

  7. Bundesnetzagentur

    In Deutschland sind weiter rund 30 Wimax-Anbieter aktiv

  8. Allview Viva H7

    7-Zoll-Tablet mit UMTS-Modem für 120 Euro

  9. Echtzeit-Überwachung

    BND prüft angeblich Einsatz von SAPs Hana-Datenbank

  10. Xiaomi

    Design des Mi4 von Apple "inspiriert"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Sony RX100 Mark III im Test: Klein, super, teuer
Sony RX100 Mark III im Test
Klein, super, teuer
  1. Custom ROM Sonys Bootloader einfacher zu entsperren
  2. Sony Xperia T3 kommt als Xperia Style für 350 Euro
  3. Auge als Vorbild Sony entwickelt gekrümmte Kamerasensoren

Türen geöffnet: Studenten "hacken" Tesla Model S
Türen geöffnet
Studenten "hacken" Tesla Model S
  1. Model III Tesla kündigt günstigeres Elektroauto an
  2. IMHO Kampfansage an das Patentsystem
  3. Elektroautos Tesla gibt seine Patente zur Nutzung durch andere frei

Programmcode: Ist das Kunst?
Programmcode
Ist das Kunst?
  1. Google Apps for Business Sprint steigt bei Googles App-Programm ein
  2. Suchmaschinen Deutsche IT-Branche hofft auf Ende von Googles Vorherrschaft
  3. Quartalsbericht Google steigert Umsatz um 22 Prozent

    •  / 
    Zum Artikel