Vectoring: Kompromiss könnte 100 MBit/s für Millionen Menschen bringen
Kabelverzweiger in London (Bild: Sjanzon)

Vectoring Kompromiss könnte 100 MBit/s für Millionen Menschen bringen

Der Widerstand gegen die Pläne der Telekom, ein Monopol beim VDSL2-Vectoring zu errichten, ist zu groß. Nun kündigte sich beim Treffen mit der Bundesnetzagentur ein Kompromiss an.

Anzeige

Die Deutsche Telekom kann den Ausschluss der Konkurrenz beim Vectoring, womit über Kupferleitungen bei VDSL 100 MBit/s möglich werden, nicht durchsetzen. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, hat Deutschland-Chef Niek Jan van Damme bei einem Treffen in der Bundesnetzagentur erklärt: "Wir sind zu Kompromissen bereit."

Technisch ist beim VDSL2-Vectoring das Entbündeln der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) am Kabelverzweiger nicht mehr möglich. Die Telekom verlangt deshalb eine Änderung der Regulierungsbestimmungen, die bisher für den Wettbewerb galten. Wettbewerber argumentieren, dass es sicherlich sinnvoll sei, dass, wenn ein Unternehmen am Kabelverzweiger ist und dort VDSL ausgebaut hat, auch nur ein Unternehmen Vectoring macht. Dies müsse aber nicht die Telekom sein.

Dass die Bundesnetzagentur dafür die Marktregeln ändert, erscheint zweifelhaft. "Ein Grundprinzip der bisherigen Regulierung des Telekommunikationsmarktes würde infrage gestellt", sagte Behördenpräsident Jochen Homann der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Er könne sich "auch andere Lösungen vorstellen, als die letzte Meile vollständig für den Wettbewerb zu sperren", so Homann. Bisher hatte die Telekom lediglich einen Bestandsschutz für Schaltkästen angeboten, die Wettbewerber bereits mit eigenen Leitungen erschlossen haben. Der Telekom-Sprecher sagte nun, es sei vorstellbar, dass die Wettbewerber "über den Bestandsschutz hinaus auch neue Kabelverzweiger erschließen können. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass die Wettbewerber ebenfalls einen offenen Netzzugang ermöglichen". Noch vor Weihnachten will die Telekom einen offiziellen Antrag bei der Bundesnetzagentur einreichen, um die Bedingungen für das Vectoring klären zu lassen.

Vectoring wird seine Potenziale für den Breitbandausbau in Deutschland am besten entfalten, wenn die neue Technologie von allen Marktteilnehmern eingesetzt werden kann. Diese Auffassung vertreten die Telekommunikationsverbände Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko), Bundesverband Glasfaseranschluss (Buglas) und Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) in einem heute veröffentlichten gemeinsamen Positionspapier. Die Verbände erwarten von der Bundesnetzagentur weiterhin Transparenz hinsichtlich der technischen Prüfergebnisse, hieß es darin.


TTX 17. Dez 2012

Das ist schön das du das so siehst, gerade aber in ländlichen Regionen, wo ich z.B. mit...

Ramrod79 16. Dez 2012

Die Kabelnetztbetreiber sind Privatunternehmen und die Telekom (früher Deutschen...

Lemo 14. Dez 2012

Ich stimme zu, grad wenn es um Unternehmen geht. Von hier aus produktiv im Medienbereich...

Lemo 14. Dez 2012

Zum Titel: VDSL ist für mich auch kein Thema. Bis es hier VDSL geben wird werde ich 60...

ahau 13. Dez 2012

seit jahren bei der upc (cholera) , inzwischen auf 100MBit/10MBit (down/up) und hatte in...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Entwickler / Consultant SAP BI (m/w)
    evosoft GmbH, Nürnberg
  2. Web-Entwickler (m/w) mit Schwerpunkt PHP
    LLG Media GmbH, Bonn
  3. Diplom-Informatiker / Diplom-Ingenieur (m/w)
    Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES, Kassel
  4. Lead Knowledge Analyst (m/w) Statistical Analytics - Knowledge Practice Analytics
    The Boston Consulting Group GmbH, Munich or Düsseldorf

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Anzeige
DSL 4

  1. 20-Nanometer-DRAM

    Samsung fertigt Chips für DDR4-Module mit 32 bis 128 GByte

  2. Qubes OS angeschaut

    Abschottung bringt mehr Sicherheit

  3. Die Verwandlung

    Ein Roboter spielt Gregor Samsa

  4. VDSL2-Nachfolgestandard

    Deutsche Telekom testet G.fast weiter

  5. Selfie-Smartphone

    Nokia Lumia 730 in Deutschland erhältlich

  6. Passport

    Lenovo soll erneut vor Blackberry-Übernahme stehen

  7. Benchmark

    PCMark für Android misst auch Akkulaufzeit

  8. KDE Plasma

    KWin-Wayland wird Libinput und Logind verwenden

  9. iPhone und iPad

    Apple fordert 64-Bit-Unterstützung für alle iOS-Apps

  10. Microsoft

    Neue Fensteranimationen für Windows 10



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



iMac mit Retina 5K angeschaut: Eine Lupe könnte helfen
iMac mit Retina 5K angeschaut
Eine Lupe könnte helfen
  1. Apple Tonga-XT-Chip mit 3,5 TFLOPs für den iMac Retina
  2. iFixit iMac mit Retina-Display ist schwer zu reparieren
  3. Apple iMac Retina bringt mehr als 14 Megapixel auf das Display

Data Management: Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten
Data Management
Wie Hauptspeicherdatenbanken arbeiten

Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  2. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen
  3. Entwicklung vorerst eingestellt Notebooks mit Touch-Displays sind nicht gefragt

    •  / 
    Zum Artikel