Spieletest: Age of Empires II - PC-Strategiehit

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Age of Empires ÍI
Age of Empires ÍI
Endlich ist es soweit, Age of Empires II - Age of Kings ist da. Nur wenige Spiele wurden vorher so lange und so intensiv gehypt, wie Ensemble Studios Nachfolger des ungemein beliebten Strategiespiels Age of Empires, der wieder von Microsoft vertrieben wird. Die Erwartungen an das Spiel sind dementsprechend hoch. Allerhöchste Zeit also, das Spiel unter die Lupe zu nehmen:


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Nach einer 300 MB schweren Installation offenbart sich nach einer gut gemachten Eingangsvideosequenz ein Startbildschirm, der nicht nur die Auswahl zwischen Einzel- und Mehrspielermodus, sondern auch das Durchführen eines Lernspieles sowie das Einstellen diverser Optionen zulässt.

Während Age of Empires mit der Altsteinzeit begann und in der Eisenzeit endete, so startet Age of Kings seinerseits im frühen Mittelalter, der so genannten Dunklen Zeit, und führt den Spieler über die Feudal- durch die Ritter- in die Imperialzeit. Wieder hat jede Epoche ihre eigenen technischen Errungenschaften, die in bekannter Manier entwickelt werden müssen, um das Volk zur Blüte zu bringen und gegen die anderen zu verteidigen.


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Wieder gibt es ein Dorfzentrum, das für den Nachschub an Dorfbewohnern zuständig ist. Neu sind die weiblichen Dorfbewohnerinnen, die ihren männlichen Konterparts in nichts nachstehen. Die gute alte Lagergrube ist passé, jetzt gibt es Bergarbeiter und Holzfällercamps, die den begehrten Nachschub an Holz, Steinen und Gold sichern sollen. Eine Mühle ersetzt den Kornspeicher und fördert die Nahrungsproduktion. Freilaufende Schafe können eingefangen und ähnlich wie Wild zu Kotelett verarbeitet werden, doch Vorsicht vor den Wildschweinen, die haben's in sich...

Ein Lernspiel führt den unerfahrenen Neuling anhand einer Geschichte um William "Braveheart" Wallace in die Spielführung ein. Im Einzelspielermodus stehen zusätzlich zu der Lernkampagne vier andere zur Auswahl, in denen sich der Spieler in einer historisch dichten und plausiblen Geschichte wiederfindet. So kann er wählen, ob er Jeanne d'Arc, Dschingis Kahn, Saladin oder Barbarossa in ihren Kampagnen unterstützen will. Zwischensequenzen erzählen im Tagebuchstil die Geschichte. Die bekannte Zufallskarte ist wiederum mit von der Partie, ebenso wie das Spiel "Auf Leben und Tod". Neu ist der Spieltyp "Königsmord", bei dem der Gegner bereits dann geschlagen ist, wenn sein König nicht mehr am Leben ist. Man muss also nicht mehr stundenlang die Karte auf der Suche nach dem letzten versteckten Bauern erforschen.


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Am meisten hat sich wohl auf militärischem Gebiet verändert. Allem voran der Bau einer Burg, in der man - für jedes Volk unterschiedliche - Spezialeinheiten ausbilden kann. Zu diesen gehören solche wie Berserker, Samurai, Janitscharen oder Deutschordensritter. Sie stellen das Rückgrat der Armee dar, deren Kampfkraft der "normaler" Einheiten weit überlegen ist. Neuerdings lassen sich Einheiten auch in Formationen aufstellen. Hier wurde seitens der Programmierer viel Wert auf Authentizität gelegt. Bogenschützen stellen sich hinter Speerträgern auf, Angriffe über die Flanken sind möglich und mittels der Gruppieren-Funktion kann man schnell einzelne Truppenteile verlegen.

Zur Grafik kann man eigentlich nicht viel sagen, außer, dass man fast weinen möchte, so schön ist sie. Age of Kings bietet wieder einen Detailreichtum, der dem Anspruch, den man schon von Age of Empires her hat, mehr als gerecht wird. Die Bauwerke sind von ihrer Proportion der Größe der Einheiten angenähert, die Einheiten sind natürlich dreidimensional und vollanimiert, außerdem lassen sie sich durch einen speziellen Umriss selbst hinter Gebäuden oder anderen Hindernissen lokalisieren. Nutzloses Herumstehen ist also kein Thema mehr.
Es gibt eine unglaubliche Anzahl von neuen Gebäuden, die sich noch dazu von Kultur zu Kultur unterscheiden. Islamische Kulturen besitzen Moscheen, asiatische Kulturen Tempel und christliche Kulturen Klöster. Ebenso unterscheiden sich die Häuser, von nordischen strohgedeckten Holzhütten über mediterrane Steinhäuser mit weißer Tünche bis zu fernöstlichen Häusern aus Papier.


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Auch Mehrspielerfans kommen bei Age of Kings wieder voll auf ihre Kosten, denn es lassen sich nicht nur Games über Direktverbindung, LAN oder IPX starten, sondern auch Microsofts Gaming Zone (Internet) steht zur Verfügung. Schade ist nur, dass jetzt jeder Spieler seine eigene CD braucht, konnte man bei Age of Empires noch mit mehreren Spielern über eine einzelne CD spielen.

Fazit:
Age of Empires II - Age of Kings setzt Standards. Es ist ein mehr als würdiger Nachfolger von seinem überaus erfolgreichen Vorgänger Age of Empires und darf wohl zurecht als die neue Referenz für alle Echtzeitstrategiespiele dienen. Age of Empires II bietet Abwechslung pur, das reicht von der abwechslungsreichen und spannenden Handlung bis zu den verschiedenen Kulturen mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, Stärken und auch Schwächen. Der hohe Spielspaß wird dank des Abwechslungsreichtums und der Komplexität sicher selbst im nächsten Jahr noch nicht verflogen sein. Kurzum: AoE2 ist eine absolute Empfehlung für Strategen und solche, die es werden wollen.
[Henning Tag]




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