Spieletest: Homeworld - Echtzeitstrategie im All

Anzeige

Homeworld von Sierra
Homeworld von Sierra
Nachdem der Veröffentlichungstermin von Homeworld immer weiter nach hinten verschoben wurde, präsentiert uns Sierra nun endlich das auf Grund der viel versprechenden Demoversionen und Ankündigungen mit Spannung erwartete fertige Programm.

Die Hintergrundgeschichte ist eher Mittel zum Zweck denn interessant: Der Spieler sieht sich in die Position eines Herrschers versetzt, dessen friedliches, im Lush-Spiralnebel lebendes Volk von grausamen Eroberern niedergekämpft und vertrieben wurde. Da die wenigen Überlebenden auf einen am Rande der Galaxie liegenden Planeten verschleppt wurden, setzen sie nun alles in ihrer Macht stehende daran, ein Raumschiff zu bemannen und sich durch die Weiten des Universums zu kämpfen.


Screenshot (Klick mich)

Zu Beginn erhält man die Möglichkeit, die wahrhaft komplexe Steuerung in einem deutschsprachigen Tutorial zu erlernen. Dies ist auch unbedingt notwendig, da man sonst mit den vielfältigen Kamerapositionen, dem Anvisieren und Auswählen der Schiffe und den umfassenden Handlungsmöglichkeiten schlicht überfordert ist. Nach einiger Übung lernt man aber die sich daraus ergebenden spielerischen Freiheiten zu schätzen.

Besteht die erste Mission noch hauptsächlich darin, mit der zu Beginn recht kleinen Flotte erste Kampf- und Produktionserfahrungen zu sammeln, beginnt schon ab der zweiten Mission der Schwierigkeitsgrad deutlich anzusteigen.


Screenshot (Klick mich)

Wer nicht früh genug für einen ausreichenden Rohstoffnachschub gesorgt hat, um somit die Qualität und Quantität der eigenen Gruppe zu verbessern, wird den plötzlichen feindlichen Angriffen nicht viel entgegenzusetzen haben. Taktik steht hier also deutlich im Vordergrund, insbesondere auch deswegen, da sämtliche Leistungen und Verluste in spätere Missionen hinübergenommen werden, sich große Verluste also auch trotz einer gewonnenen Schlacht negativ auf spätere Aufgaben auswirken.

Die Präsentation des Spieles ist hervorragend gelungen. Die Grafiken sind nicht nur sehr detailliert, sondern auch abwechslungsreich - nicht jede Ecke des Universums sieht gleich aus. Das wird allerdings mit hohen Hardwareanforderungen erkauft, denn ohne eine 3D-Karte und einen Pentium 2 kann man, gerade wenn sich eine Vielzahl von Schiffen auf dem Bildschirm befindet, schon die Lust verlieren.


Screenshot (Klick mich)

Die klassische Musik erzeugt zusammen mit der Farbenpracht eine sehr dichte, wunderbare Atmosphäre, wie man es in dieser Form bisher selten erlebt hat und was vor allem Science-Fiction-Anhänger begeistern dürfte.

Fazit:
Es wäre übertrieben, von einer Revolution zu sprechen, aber nachdem sich das Strategiegenre in letzter Zeit doch eher durch Einfallslosigkeit in Form von immer gleich aussehenden Command-and-Conquer-Klonen ausgezeichnet hat, wird ihm mit Homeworld wieder Leben eingehaucht. Die kreative Spielidee, die überzeugende Optik und die beeindruckende Handlungsfreiheit sorgen für eine hohe Langzeitmotivation und machen diesen Titel zu einem der Highlights des Jahres. Einzig der hohe Schwierigkeitsgrad und die zum Teil etwas einfallslosen Zwischenanimationen schmälern den positiven Gesamteindruck. [Von Thorsten Wiesner]



Anzeige

  1. Softwareentwickler (m/w)
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen
  2. Application Manager Customer Relations & Pricing (m/w)
    zooplus AG, Munich
  3. Softwareentwickler Big Data (m/w)
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen (bei Stuttgart)
  4. Manager (m/w) of End User Support Services
    CSM Deutschland GmbH, Bremen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       

  1. Hoverboard

    Schweben wie Marty McFly

  2. Nepton 120XL und 240M

    Cooler Master macht Wasserkühlungen leiser

  3. Deutsche Telekom

    Umstellung auf VoIP oder Kündigung erst ab 2017

  4. HTC

    Desire 820 Mini mit Quad-Core-Prozessor und 5-Zoll-Display

  5. Merkel auf IT-Gipfel

    Netzneutralität wird erst im Glasfasernetz wichtig

  6. Elektromobilität

    Die Chipkarte für die Ladesäule

  7. Next Century Cities

    32 US-Städte wollen Glasfaserausbau selbst machen

  8. Azure-Server

    Microsoft und Dell bringen Cloud in a Box

  9. GNU

    Emacs 24.4 mit integriertem Browser

  10. IT-Gipfel 2014

    De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Schenker XMG P505 im Test: Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
Schenker XMG P505 im Test
Flaches Gaming-Notebook mit überraschender GTX 970M
  1. Geforce GTX 980M und 970M Maxwell verdoppelt Spielgeschwindigkeit von Notebooks
  2. Toughbook CF-LX3 Panasonics leichtes Notebook mit der Lizenz zum Runterfallen
  3. Entwicklung vorerst eingestellt Notebooks mit Touch-Displays sind nicht gefragt

Dell Latitude 12 Rugged Extreme im Test: Convertible zum Fallenlassen
Dell Latitude 12 Rugged Extreme im Test
Convertible zum Fallenlassen
  1. Lenovo Neues Thinkpad Helix wird dank Core M lüfterlos
  2. PLA, ABS und Primalloy 3D-Druckermaterial und M-Discs von Verbatim
  3. Samsung Curved Display Gebogener 21:9-Monitor für PCs

Kazam Tornado 348 ausprobiert: Das dünnste Smartphone der Welt hat ein versichertes Display
Kazam Tornado 348 ausprobiert
Das dünnste Smartphone der Welt hat ein versichertes Display

    •  / 
    Zum Artikel