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Hardware / 23.08.1999 / 09:22 Trackback     Versenden     Druck 

Stiftung Warentest rügt Tests der Computer Bild

Für die Juli-Ausgabe von test hat die Stiftung Warentest 14 Laserdrucker untersucht und dabei auch die Belastung durch organische Schadstoffe ermittelt, das Ergebnis widerlegt die Ergebnisse, die die Zeitschrift Computerbild veröffentlichte.

Die Stiftung Warentest konnte bei keinem der Geräte einen Benzolausstoß finden. Lediglich Styrol konnte nachgewiesen werden, allerdings in so geringer Menge, daß nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand eine Gesundheitsgefährdung verneint werden könne.

Computerbild glaubte den Messungen nicht und ließ daher für seine Ausgabe 17/1999 die gleichen Druckermodelle prüfen. Dabei ergaben sich, kommentiert die Stiftung Warentest, nahezu gleiche Meßergebnisse, wovon Computerbild mit heftiger Kritik ablenkt.

Zur Bestimmung der Benzol- und Styrolbelastung wurden die Drucker der Stiftung Warentest in einer kleinen Messkammer mit ca. 0,5 Kubikmeter Volumen betrieben. Die angelegten Kriterien seien dabei höher gewesen, als für das Umweltzeichen "Blauer Engel", so die Stiftung.

Insgesamt seien die Ergebnisse erfreulicherweise nicht bedenklich, so die Stiftung, und gibt in Bezug auf den Schadstoffausstoß der geprüften Laserdrucker Entwarnung.

Zum Vergleich dazu die Meßergebnisse von Computerbild: Bei 13 von 14 Modellen fand Computerbild ebenfalls kein Benzol - wie bei der Stiftung Warentest. Lediglich beim Epson EPL 5700 stellte die Computerbild einen Ausstoß von 43 Mikrogramm Benzol pro Kubikmeter Luft fest, weit über den zulässigen Höchstwerten. Laut Stiftung Warentest könnte der Meßunterschied am verwendeten Toner liegen, gibt doch die Computerbild an, für die Messung im Gegensatz zur Stiftung nicht den Originaltoner des Herstellers verwendet zu haben.

Unter Berücksichtigung der Meßtoleranz lägen die Ergebnisse auch bei Styrol nicht weit auseinander, so die Stiftung weiter. Der höchste gemessene Styrolwert war 78 Mikrogramm pro Kubikmeter - kaum höher als der Grenzwert für das Umweltsiegel "Blauer Engel" (70 Mikrogramm). Der entsprechende Drucker wurde deshalb in diesem Prüfpunkt auch nur mit "ausreichend" bewertet.

Die von Computerbild reißerisch als "Giftcocktail" bezeichneten flüchtigen organischen Verbindungen hat die Stiftung hingegen nicht zur Bewertung der Drucker herangezogen, da es über die Wirkung einer solchen Mischung wenig Erkenntnisse gäbe und gesicherte Grenzwerte nicht vorlägen. (ji)
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