Smartphone: Private Schlüssel lassen sich aus Funkwellen auslesen
Smartphones: Schlüssel stehlen, wenn er genutzt wird (Bild: Michael Kooren/ Reuters)

Smartphone Private Schlüssel lassen sich aus Funkwellen auslesen

Ein US-Sicherheitsexperte warnt, dass sich der private Schlüssel eines Smartphones aus Funkwellen, die das Geräte abstrahlt, auslesen lässt. Die Länge des Schlüssels ist dabei nicht relevant.

Anzeige

Die Kryptografie-Schlüssel eines Mobiltelefons sollen sich aus den Funkwellen auslesen lassen, die das Gerät emittiert. Das will der Sicherheitsexperte Paul Kocher in Kürze auf einer Sicherheitskonferenz vorführen.

"Wir stehlen den Schlüssel, wenn er genutzt wird", erklärt Kocher dem US-Branchendienst Network World. Für die Abhöraktion werde nur ein AM-Empfänger gebraucht.

Schlüssel rekonstruieren

Auf dem Empfänger werde die richtige Frequenz eingestellt. Das Gerät empfange die elektromagnetischen Wellen, wenn die Kryptografie-Bibliotheken des Smartphones aufgerufen würden. Daraus lasse sich später mit einem Computer der private Schlüssels des Nutzer rekonstruieren. Dabei spiele die Länge des Schlüssels keine Rolle.

Auf der RSA Conference will Kocher zeigen, dass das bei unterschiedlichen Smartphones funktioniert. Ziel sei zu demonstrieren, dass die Sicherheitsmechanismen der Geräte verbesserungswürdig seien. Dabei gehe es nicht darum, einzelne Hersteller anzuschwärzen, betont Kocher.

Behebbares Problem

Das Problem könne durchaus behoben werden. Das von ihm gegründete Unternehmen Cryptography Research arbeite bereits mit einem Gerätehersteller in dieser Hinsicht zusammen. Den Namen des Unternehmens nannte Kocher nicht.

Die US-Sicherheitskonferenz RSA Conference wird von dem gleichnamigen Kryptografieunternehmen veranstaltet. Sie findet seit 1991 jedes Jahr in San Francisco statt, dieses Jahr vom 27. Februar bis zum 2. März. Zu den Rednern der diesjährigen Konferenz gehört unter anderem der ehemalige britische Premierminister Tony Blair.


kendon 31. Jan 2012

dass böse buben jetzt mit radios und laptops bewaffnet durch die fussgängerzone ziehen...

SoniX 30. Jan 2012

Hmm. Ja das kann sein. Möglich ist sowas ja. Aber ich bezweifle ob das wirklich relevant...

kendon 30. Jan 2012

was mich an der geschichte wundert ist, ob nicht auch der hersteller des kryptochips mal...

kendon 30. Jan 2012

na du bist ja ein ganz schlauer.

Kommentieren



Anzeige

  1. Direktor (m/w) Collaboration und Web Technologien
    BIOTRONIK SE & Co. KG, Berlin
  2. (Junior) Consultant (m/w) Big Data / Business Intelligence / Data Warehouse
    saracus consulting GmbH, Münster und Baden-Dättwil (Schweiz)
  3. Mobile Developer - Andriod / iOS (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  4. SAP CRM Berater (m/w)
    SPIRIT/21, Braunschweig

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Verbraucherzentrale

    Auf Schreiben wegen Rundfunkbeitrag reagieren

  2. Filmstreaming

    Erste Preise für Netflix Deutschland sichtbar

  3. Alone in the Dark

    Atari setzt auf doppelten Horror

  4. LMDE

    Linux Mint wechselt zu Debian Stable neben Ubuntu

  5. Preisvergleich

    Ergebnisse in Preissuchmaschinen nicht zuverlässig

  6. Akoya P2213T

    Medion stellt Windows-Convertible für 400 Euro vor

  7. Hacker

    Lizard Squad offenbar verhaftet

  8. Lennart Poettering

    Systemd und Btrfs statt Linux-Distributionen mit Paketen

  9. Dircrypt

    Ransomware liefert Schlüssel mit

  10. Wegen Computerabstürzen

    Nasa will Speicher eines Marsroboters neu formatieren



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Benq FHD Wireless Kit im Test: Full-HD bequem drahtlos durchs halbe Haus funken
Benq FHD Wireless Kit im Test
Full-HD bequem drahtlos durchs halbe Haus funken
  1. Project Ara Rockchip und Toshiba in Googles modularem Smartphone
  2. Google und Linaro Android-Fork für Modulsmartphone Ara

Alma und E-ELT: Auf den Spuren der Superteleskope
Alma und E-ELT
Auf den Spuren der Superteleskope
  1. Saturn Mit dem Enterprise-Warpcore Planeten erforschen
  2. Urknall Waren die Spuren des Urknalls nur Staubmuster?
  3. Astronomie Auf der Suche nach außerirdischer Luftverschmutzung

Test Infamous First Light: Neonbunter Actionspaß
Test Infamous First Light
Neonbunter Actionspaß
  1. Infamous Erweiterung First Light leuchtet Ende August 2014

    •  / 
    Zum Artikel