Bärbel Höhn
Bärbel Höhn (Bild: Marcel Mettelsiefen/Getty Images)

Hotline-Abzocke Warteschleifen kosten Kunden 150 Millionen Euro

Für Warteschleifen bei 0900-und 0180-Nummern sind im vergangenen Jahr 150 Millionen Euro bezahlt worden. Die Reform des Telekommunikationsgesetzes ist weiter nicht in Kraft. Sie habe zudem Schlupflöcher, sagt die Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn.

Anzeige

Für telefonische Warteschleifen haben Kunden im vergangenen Jahr knapp 150 Millionen Euro ausgeben müssen. Das berichtet die Saarbrücker Zeitung unter Berufung auf die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Bärbel Höhn, die ihre Berechnungen auf Branchenzahlen stützt.

Bei 0900-Nummern waren Menschen demnach rund 48 Millionen Minuten in der Warteschleife. Bei durchschnittlichen Kosten von 1,20 Euro pro Minute ergibt sich daraus eine Gesamtsumme auf 58 Millionen Euro. Bei 0180-Nummern warteten die Nutzer 616 Millionen Minuten, was bei durchschnittlichen Minutenkosten von 14 Cent 86 Millionen Euro für die Betreiber einbrachte.

Höhn sagte der Zeitung, die Abzocke gehe unvermindert weiter. Die Bundesregierung gehe nicht "konsequent dagegen vor". Bundestag und Bundesrat haben noch keine Einigung über die Reform des Telekommunikationsgesetzes erzielt. Darin ist vorgesehen, dass Warteschleifen ab 2013 kostenfrei werden, wie der Bundestag beschlossen hat. Der Bundestag legte darin fest, dass von der Gesetzesänderung sowohl erste als auch weiterleitende Warteschleifen für Festnetz- und Mobilfunk erfasst sind. Zudem gibt es künftig eine Ansagepflicht über die voraussichtliche Wartezeit. Für die praktische Umsetzung haben die Anbieter aber zwölf Monate Zeit.

Am 8. Februar 2012 trifft sich erneut der Vermittlungsausschuss. Höhn kritisierte, dass es bei der geplanten Neuregelung "ein riesiges Schlupfloch gibt, weil Bandansagen und Menüauswahl nicht unter die Kostenfreiheit fallen". Dringend nötig sei ein Gesetz, nach dem Verbraucher erst dann zahlen müssen, wenn sie tatsächlich einen Berater am anderen Ende der Leitung haben.


verdugo107 30. Jan 2012

danke für die Info. In solchen Fällen wäre es natürlich angebrachter von einer Abzocke zu...

r3verend 30. Jan 2012

"wie D schon wieder 80 Mrd. in seine maroden Banken pumpt". fixed.

hubie 28. Jan 2012

vlt rundet golem immer auf volle 0,05 milliarden auf.

Kommentieren



Anzeige

  1. Solution Manager (m/w)
    TecAlliance GmbH, Köln
  2. Softwareentwickler C++/C# (m/w) für die Analysetools CANoe und CANalyzer
    Vector Informatik GmbH, Stuttgart, Karlsruhe
  3. Facharchitekt (m/w) im Bereich Digitalisierung
    Allianz Deutschland AG, München-Unterföhring
  4. Javaentwickler (m/w)
    init AG, Karlsruhe

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Bungie

    Destiny und der Gesundheitsbalken

  2. Galaxy A3 und A5

    Samsungs dünne Smartphones im Metallkleid

  3. MSI GT80 Titan

    Erstes Gaming-Notebook mit mechanischer Tastatur

  4. Ministerpräsident

    Viktor Orban zieht Internetsteuer für Ungarn zurück

  5. Spielentwickung

    Engine-Trends jenseits der Grafik

  6. Gesetz über geistiges Eigentum

    Spanien erlässt eine Google-Gebühr

  7. Android-Smartphone

    Huaweis Ascend Mate 7 für 500 Euro zu haben

  8. Crescent Bay

    Oculus Rift und die Sache mit dem T-Rex

  9. Foto-App

    Instagram jetzt auch mit Werbefilmen

  10. Personalie

    Android-Schöpfer Andy Rubin verlässt Google



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Moore's Law: Totgesagte schrumpfen länger
Moore's Law
Totgesagte schrumpfen länger

Samsung Galaxy Note 4 im Test: Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
Samsung Galaxy Note 4 im Test
Ausdauerndes Riesen-Smartphone mit Top-Hardware
  1. Galaxy Note 4 4,5 Millionen verkaufte Geräte in einem Monat
  2. Samsung Galaxy Note 4 wird teurer und kommt früher
  3. Gapgate Spalt im Samsung Galaxy Note 4 ist gewollt

iPad Air 2 im Test: Toll, aber kein Muss
iPad Air 2 im Test
Toll, aber kein Muss
  1. Tablet Apple verdient am iPad Air 2 weniger als am Vorgänger
  2. iFixit iPad Air 2 - wehe, wenn es kaputtgeht
  3. iPad Air 2 Benchmark Apples A8X überrascht mit drei Prozessor-Kernen

    •  / 
    Zum Artikel