Facebook Keine Angst vor der Timeline

Facebook versucht Datenschützern und Nutzern die Angst vor der Timeline-Einführung zu nehmen. "Es werden keine Informationen sichtbar, die vorher nicht sichtbar waren", beruhigt eine Sprecherin des sozialen Netzwerks.

Anzeige

Die Ankündigung der Timeline-Einführung für alle Nutzer hat für Aufregung gesorgt. Nicht nur der deutsche Datenschützer Thilo Weichert erboste sich über den für ihn "ultradreisten" Vorgang, auch viele Nutzer zeigten sich verunsichert bis verärgert. Dazu kam noch das Gerücht, dass die Timeline, auf Deutsch Chronik genannt, am 1. Februar 2012 für alle deutschen Facebook-Nutzer aktiviert werde.

Eine Facebook-Sprecherin widersprach dem nun in einer allgemeinen, an Journalisten verschickten Stellungnahme. "Die Chronik wird in den nächsten Wochen für alle Nutzer weltweit verfügbar sein. Dieser Rollout wird einige Wochen dauern. Es gibt keinen festen Termin, wann alle deutschen Facebook-Nutzer die Chronik erhalten."

Wenn Nutzer die Facebook-Timeline erhalten haben, würden sie dies zudem - wie angekündigt - ganz deutlich am oberen Rand auf ihrer Facebook-Startseite sehen. Von dort aus können die Nutzer eine Tour machen, bei der ihnen die Chronik erklärt wird. Anschließend habe der Nutzer sieben Tage Zeit, zu überprüfen, was auf der eigenen Chronik zu sehen sein, versteckt oder gelöscht werden soll, was man vielleicht hervorheben möchte und wer was sehen darf.

Alte Privatsphäreeinstellungen berücksichtigt

"Menschen haben die Möglichkeit, Dinge hinzuzufügen oder zu verbergen, bevor jemand anderes ihre Chronik sehen kann. Bereits gelöschte Beiträge tauchen in der Chronik nicht wieder auf. Es werden keine Informationen sichtbar, die vorher nicht sichtbar waren", so die Facebook-Sprecherin weiter.

Wolle jemand nicht alle alten Beiträge überprüfen, dann könne auch einfach das Publikum für alle alten Beiträge in den Privatsphäre-Einstellungen beschränkt werden. Auch nach dem Freischalten der Chronik gebe es zudem weiterhin die Möglichkeit, Beiträge hinzuzufügen oder zu löschen. "Bei der Chronik bleiben alle bisherigen Privatsphäre-Einstellungen der Nutzer bestehen", verspricht Facebook.

Anders als bei der bisherigen Wall zeigt die Timeline beim Herunterscrollen anschaulich, was die Person hinter dem Profil in den vergangenen Jahren bewegt hat. Unwichtiges wird ausgeblendet oder verschwindet im Hintergrund, wichtige Dinge werden hervorgehoben. Vergleichen lässt sich das neue Facebook-Profil mit einem Buch, bei dem sich alle Seiten zwar durchblättern lassen, bei dem aber Wichtiges mit Eselsohren, herausragenden Zetteln oder Fotos markiert und damit schnell auffindbar wird. Die Stück für Stück abgeschaffte Wall zeigt hingegen nur die letzten Einträge des jeweiligen Nutzers und versteckt ältere, vielleicht wichtigere Einträge auf vielen Unterseiten, deren Betrachtung viel Geduld und viele Mausklicks erfordert.


Freitagsschreib... 30. Jan 2012

Full Ack @Me.MyBase

Cyrano_B 30. Jan 2012

+++

muhzilla 28. Jan 2012

+1

muhzilla 28. Jan 2012

Die Darstellung der Daten ändert doch nichts daran, welche Daten von dir gesammelt...

Kommentieren




Anzeige
  1. SAP-Applikationsberater (m/w) Module: SD und LES
    SÜDSALZ GMBH, Heilbronn
  2. (Junior) IT Berater (m/w) Java / Datenbank-Entwicklung
    cimt ag, Düsseldorf
  3. Projekt-Qualitätsmanager (m/w)
    Continental AG, Nürnberg (Reisebereitschaft)
  4. Java-Softwareentwickler (m/w)
    GK SOFTWARE AG, Sankt Ingbert

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  2. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  3. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  4. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  5. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  6. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  7. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?

  8. Telekom

    Bundestagspetition gegen Drosselung erreicht 50.000

  9. E-Ink

    Das E-Paper errötet

  10. Security

    WLAN-Suche als Einfallstor bei Android und iOS



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Blackberry Z10 im Langzeittest: Tausche Android gegen Blackberry
Blackberry Z10 im Langzeittest
Tausche Android gegen Blackberry

Mit dem Z10 versucht Blackberry ein Comeback im Smartphone-Markt. Auch Android-Anwendungen lassen sich auf dem Gerät installieren. Golem.de-Autor Tobias Költzsch hat zwei Wochen lang sein Galaxy S3 gegen das Z10 getauscht und im Langzeittest überprüft, wie schwer ein Umstieg ist.

  1. Smartphones Blackberry Q5 im Juli, Blackberry 10.1 wird verteilt
  2. Mobilfunk Fast drei Viertel der Smartphones laufen mit Android
  3. Blackberry-Chef "In fünf Jahren gibt es keine Tablets mehr"

Need for Speed Rivals: Verfolgungsjagden zwischen Cops und Rasern
Need for Speed Rivals
Verfolgungsjagden zwischen Cops und Rasern

Eine offene Spielumgebung, sehr schnelle Autos und spannende Verfolgungsjagden kündigt EA für Need for Speed Rivals an. Das Rennspiel auf Basis der Frostbite-3-Engine erscheint auch für die Next-Gen-Konsole.


Surface Pro im Test: Microsofts Tablet überzeugt als Notebook
Surface Pro im Test
Microsofts Tablet überzeugt als Notebook

Ein bisschen dicker, ein bisschen schwerer und dafür viel schneller: Das ist Microsofts Surface Pro im Vergleich zum Surface RT. Wir haben das Windows-8-Gerät auf seine Stärken hin untersucht und stellen fest, dass auch Microsoft Probleme mit einem kleinen Full-HD-Display hat.

  1. Microsoft Verkauf des Surface Pro startet am 31. Mai
  2. XPS 10 und Surface Deutliche Preissenkungen bei Windows-RT-Tablets
  3. Neue Firmware Update macht das Surface RT lauter

Zum Artikel