Cybersicherheit Unbekannte manipulieren Signale der Eisenbahn in den USA

Anfang Dezember 2011 hat es eine Signalstörung auf einer Eisenbahnlinie im Nordwesten der USA gegeben. Unbekannte hatten sich Zugang zu den Systemen einer Eisenbahngesellschaft verschafft und die Signale manipuliert.

Anzeige

Unbekannte sind Anfang Dezember 2011 in ein Computersystem einer nicht genannten US-Eisenbahngesellschaft eingedrungen. Dabei hatten sie zwei Tage lang die Kontrolle über die Signale auf einer Strecke im Nordwesten der USA. Das geht aus einem Sitzungsprotokoll der US-Verkehrssicherheitsbehörde Transportation Security Administration (TSA) vom 20. Dezember 2011 hervor, das dem US-Nachrichtenangebot Nextgov vorliegt.

Danach verursachten die Unbekannten am 1. Dezember durch Manipulationen an den Signalen Verspätungen von etwa einer Viertelstunde. Am Tag darauf sollen sich die Angreifer erneut Zugang zu den Signalen verschafft haben. Dabei soll es aber nicht zu Störungen gekommen sein.

IP-Adressen im Ausland

Ermittler der TSA konnten den Zwischenfall am ersten Tag zu zwei IP-Adressen im Ausland verfolgen. Am 2. Dezember kam eine dritte IP-Adresse hinzu. Welchem Land diese zuzuordnen sind, geht aus dem Dokument nicht hervor. Das US-Heimatschutzministerium (Department Of Homeland Security, DHS), dem die TSA unterstellt ist, untersuchte den Fall. Anfang dieser Woche erklärte ein DHS-Sprecher Nextgov, dass es sich bei dem Zwischenfall nicht um einen gezielten Angriff gehandelt habe.

Die Eisenbahngesellschaften wollten sich zu dem Vorfall nicht so recht äußern. Holly Arthur, Sprecherin der Industrievereinigung Association of American Railroads (AAR), erklärte lediglich, das Papier sei fehlerhaft, es habe keine gezielte Attacke auf eine Eisenbahn gegeben.

Wenig Sorgen um Cyberattacken

AAR-Sprecherin Arthur betonte, Cybersicherheit sei Teil des Sicherheitsplans sowohl des gesamten Industriezweiges als auch jedes einzelnen Unternehmens. Ob auch andere US-Eisenbahngesellschaften bereits Ziel solcher Angriffe geworden sind, geht aus dem Papier nicht hervor. Diese Unternehmen hätten sich bisher aber kaum Sorgen über Cyberattacken gemacht, heißt es in dem TSA-Papier. Anders als etwa bei anderen kritischen Infrastrukturen, die regelmäßig über das Internet angegriffen werden.

Sicherheitsexperten bezweifeln indes, dass Eisenbahngesellschaften dem Thema IT-Sicherheit viel Aufmerksamkeit widmen. Darauf wies Stefan Katzenbeißer von der Security Engineering Group der TU Darmstadt kürzlich auf dem CCC-Kongress in Berlin hin.


__destruct() 27. Jan 2012

Ja, natürlich. Allerdings wurde behauptet, dass man das nicht vom Computer aus machen...

kendon 27. Jan 2012

und was hat die new yorker u-bahn mit einer us-eisenbahngesellschaft zu tun?

thadrone 27. Jan 2012

die Autoindustrie dahinter ;-)

Kommentieren




Anzeige
  1. Software-Entwickler Java (m/w)
    AOK Systems GmbH, Bonn
  2. Administrator (m/w) Client Lifecycle Management und Anwendersupport
    IST METZ GmbH, Nürtingen
  3. Software-Architekt (m/w) für Embedded Systems bei Healthcare CV
    Siemens AG, Erlangen
  4. IT Produktmanager Service Delivery Framework (m/w)
    Schott AG, Mainz

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Facebooks Regeln

    Fleischwunde ja, aber bloß keine Brüste

  2. Sony Music

    Millionenverlust wegen Gema-Sperren auf Youtube

  3. Test Asus Zenbook mit Linux

    Stromsparen nur mit Handarbeit

  4. Onlive Desktop Plus

    Der schnellste Browser fürs iPad kann auch Flash

  5. Raumfahrt

    Japanisches Unternehmen träumt von Weltraumfahrstuhl


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 178 | letzter Beitrag 12:40 Uhr

  2. Kommentare: 126 | letzter Beitrag 13:16 Uhr

  3. Kommentare: 106 | letzter Beitrag 22.02. 16:07

  4. Kommentare: 105 | letzter Beitrag 10:11 Uhr

  5. Kommentare: 79 | letzter Beitrag 14:59 Uhr

Mehr


  1. Testvideo Alan Wake American Nightmare

    Schießen statt Gruseln

  2. LG Optimus 4X HD

    Smartphone mit Android 4.0 und Quad-Core-Prozessor

  3. Samsung Star 3

    Touchscreen-Handy mit WLAN für 160 Euro

  4. LPDDR3

    1 GByte DDR3-Speicher für Smartphones und Tablets

  5. LG Optimus 3D Max

    Android-Smartphone mit 3D-Display und Gorilla Glass 2

  6. Test Asus Zenbook mit Linux

    Stromsparen nur mit Handarbeit

  7. Sony Music

    Millionenverlust wegen Gema-Sperren auf Youtube

  8. Raumfahrt

    Japanisches Unternehmen träumt von Weltraumfahrstuhl

  9. tz-Datenbank

    EFF gewinnt Streit um die Zeitzonen-Datenbank

  10. Mobiles Internet

    Datenrate ist Nutzern zu langsam



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Bing, Blekko, Duck Duck Go: Googeln ohne Google?
Bing, Blekko, Duck Duck Go
Googeln ohne Google?

Die überarbeitete Version der Google-Suche "Search, plus Your World" hat heftige Debatten ausgelöst. Vor allem der Datenschutz steht mal wieder im Vordergrund der Kritik. "Geht es eigentlich auch ohne Google?", fragen sich daher viele Nutzer. Der Blogger Marcel Weiß hat es 18 Monate lang getestet.

  1. Cuil Google kauft Reste von Suchmaschinen-Startup
  2. "Focus on the User" Facebook und Twitter zeigen Google, wie soziale Suche geht
  3. Neuer Algorithmus Google straft Seiten mit zu viel Werbung ab

Per Magnetfeld: Zungenmaus steuert Rollstuhl oder Computer
Per Magnetfeld
Zungenmaus steuert Rollstuhl oder Computer

Eine Art Zahnspange und ein kleiner Magnet auf der Zungenspitze - das sind die Komponenten eines Systems, mit dem ein Nutzer einen Computer oder Rollstuhl mit der Zunge steuern kann.

  1. Autonom fahren Software regelt Verkehr für Roboterautos
  2. Digitale Landkarte Zoomen ohne Verzerrung
  3. Thermosensor Schmetterlingsflügel macht Wärme sichtbar

We are Anonymous: Das Aufbegehren der durchschnittlichen Internetbürger
We are Anonymous
Das Aufbegehren der durchschnittlichen Internetbürger

Das Buch "We are Anonymous" erklärt den Ursprung und den Werdegang einer Bewegung, die als Antwort auf die zunehmende Regulierung des Internets weiter wächst.

  1. Aprilscherz? Anonymous will angeblich das Internet ausschalten
  2. Kunduz-Affäre Anonymous veröffentlicht alte Dokumente des Bundestages
  3. Anonymous Telefonat zwischen FBI und Scotland Yard veröffentlicht

Zum Artikel