Megaupload Kim Schmitz bleibt in U-Haft

Megaupload-Gründer Kim Schmitz alias Kim Dotcom bleibt auf absehbare Zeit in Untersuchungshaft, entschied der Richter David McNaughton und lehnte es ab, Schmitz auf Kaution freizulassen.

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Kim Schmitz soll zunächst bis 22. Februar 2012 in neuseeländischer Untersuchungshaft verbringen. Er wurde am Freitag vergangener Woche auf Antrag des FBI in Neuseeland festgenommen. Die US-Behörden werfen dem Gründer des Filehosters Megaupload und seinen Mitstreitern unter anderem vor, Urheberrechte in großem Maß verletzt und Geldwäsche betrieben zu haben.

Richter David McNaughton begründete seine Ablehnung von Schmitz' Kautionsantrag mit Fluchtgefahr: Er habe keine Zweifel, dass Schmitz aus Neuseeland fliehen könnte, wenn er das wollte, schließlich habe Schmitz Zugang zu gefälschten Reisedokumenten und Geld, wird McNaughton im New Zealand Herald zitiert. Die Frage sei vielmehr, ob Schmitz einen Grund habe zu fliehen.

Und einen solchen Grund sieht McNaughton wohl als gegeben an: Der Deutsche Kim Schmitz könnte sich mit einer Flucht nach Deutschland der Auslieferung an die USA entziehen.

Noch nicht entschieden wurde über die Kautionsanträge der drei weiteren Megaupload-Betreiber, die zusammen mit Schmitz festgenommen wurden. Zwei davon sind ebenfalls Deutsche. Das FBI hatte den Zeitpunkt der Festnahme geschickt gewählt, denn ein Teil der Megaupload-Macher hatte sich in Neuseeland versammelt, um den Geburtstag von Schmitz am vergangenen Samstag zu feiern.

Megaupload-Anwalt Ira Rothken kritisiert indes das Vorgehen der US-Behörden. Sie hätten Megaupload vor der Verhaftung keine Chance zu einer Stellungnahme gegeben und würden die Fakten falsch darstellen. Im Gespräch mit Ars Technica vergleicht er Megaupload mit Youtube: Alle jetzt gegen Megaupload vorgebrachten Anschuldigungen würden auf Youtube gleichermaßen zutreffen.


Lord Gamma 25. Jan 2012

In Anbetracht der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und den V.S.A. ist es...

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