Linux-Kernel: Root-Rechte über Speicher-Exploit möglich
Über einen Fehler im Linux-Kernel ab Version 2.6.39 können Root-Rechte erlangt werden. (Bild: Lieutenant Philip Hall/NOAA Corps, Public Domain)

Linux-Kernel Root-Rechte über Speicher-Exploit möglich

Der Linux-Kernel enthält einen Fehler, über den Angreifer das Speicherabbild in /proc/pid/mem ausnutzen können, um Root-Rechte auf einem System zu erlangen. Einen Patch hat Linus Torvalds bereits veröffentlicht. Exploits kursieren bereits.

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Über eine mangelhafte Rechteabfrage können einfache Benutzer über die Kernel-Schnittstelle /proc/pid/mem Root-Rechte für das System erlangen. Der Fehler tritt im Linux-Kernel ab Version 2.6.39 auf. Linus Torvalds hat inzwischen einen Patch veröffentlicht. Allerdings kursiert bereits ein Exploit. Auch der Android-Kernel ist betroffen. Der Fehler kann nur über einen lokalen Zugriff auf den Rechner erfolgen.

  • Das Update für Ubuntu 11.10
Das Update für Ubuntu 11.10

Auf das Speicherabbild in /proc/pid/mem kann eine Anwender seit Kernel 2.6.39 auch schreibend zugreifen. Wie der Artikel von Jason A. Donenfeld auf seiner Blogseite zx2c4 erläutert, lässt sich die Sicherheitsabfrage self_exec_id leicht umgehen, indem ein neuer Kind-Prozess gestartet wird. Nachdem die Anleitung erschienen war, veröffentlichten Hacker bereits Exploits. Danach erschien auch dort ein Skript, das die Sicherheitslücke mit der Setuid-Anwendung Su ausnutzt.

Auch für Android 4.0 alias Ice Cream Sandwich gibt es einen Exploit. Andere Android-Versionen sind nicht betroffen, da sie mit früheren Versionen des Linux-Kernels ausgestattet sind. Allerdings ist die einzige Setuid-Anwendung in Android, mit der der Exploit funktioniert, run-as. Außerdem lässt sich der Exploit nur ausnutzen, wenn das Gerät über die Entwickler-Shell Android Debug Bridge der Entwicklungsumgebung, also direkt mit einem Rechner, verbunden ist.

Inzwischen hat Ubuntu einen Kernel mit den entsprechenden Patches für seine Distributionen mit der Versionsnummer linux-image-3.0.0-15.26 veröffentlicht. Red Hat hat einen Workaround veröffentlicht. Für Fedora steht bereits ein angepasster Kernel im Testing-Zweig bereit.


bloody.albatross 24. Jan 2012

Ja, aber wenn man dann noch irgend einen anderen Fehler findet (z.B. auch nur in sowas...

Bibabuzzelmann 24. Jan 2012

Na wenn dass der Knecht-Rootrecht hört...ohweh ^^

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